Minimalismus – Begrenze dich auf das Nötigste und spüre die Freiheit

Das Schwerpunktthema für März 2020 – Spezialausgabe mit Materialien für die Jugendseite

von Ronja Goj am 11/27/2019 - 05:00  

„Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben“, so ein Zitat. Minimalisten – Menschen, die sich bewusst dafür entscheiden, wenig zu haben. Die sich auf das Mindeste, das Nötigste begrenzen. Die sich reduzieren. Sich gegen die Konsumgesellschaft wenden, gegen den Überfluss, gegen den exzessiven Verbrauch, gegen den Kaufwahn.

Ende Februar beginnt die Fastenzeit. Eine Zeit des Verzichtens. Eine Zeit des Besinnens. Des Umkehrens. Wie wäre es, sich in dieser Fastenzeit mit dem Thema „Minimalismus“ auseinanderzusetzen? Auszumisten. Zu entrümpeln. Ballast abzuwerfen. Loszulassen. Die Seele zu befreien. Sich zu fokussieren. Auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf das, worum es wirklich geht. Sich neu zu ordnen.

Dieses Schwerpunktthema bietet Ihnen die passenden Materialien dafür. Außergewöhnlich ist, dass es speziell für Jugendliche aufgemacht ist. So finden Sie Texte, die sich speziell an junge Menschen richten. Ein Gespräch zwischen zwei Jugendlichen über Minimalismus, einen Selbstversuch einer Studentin, Tipps für ein minimalistisches Leben. Frische Bilder, wertvolle Tipps für Ihren Pfarrbrief und verschiedene Linktipps. Darunter das „3-Wochen-Haushaltstagebuch“ oder der Selbsttest „Hortest du zu viel Ballast?“ Unser Spezial für Sie: Sieben Minimalismus-Tipps für sieben Wochen Fastenzeit!

    Bilder
    von

    Peter Lauster

    Wenn du im gelassenen Zustand lebst,
    am Vergangenen nicht mehr zu hängen,
    das Zukünftige nicht mehr herbeizusehnen,
    dann hast du Vergangenheit, Zukunft, Erinnerungen und ehrgeizige Träume losgelassen.

    von

    careelite.de

    1. Klebe das Schild „Keine Werbung“ auf deinen Briefkasten

    Klebe einen Aufkleber mit „Keine Werbung“ auf deinen Briefkasten. So kannst du Plastikmüll vermeiden und wirst weniger durch den Haufen an Werbeprospekten in deinem Briefkasten belastet.

    von

    careelite.de

    Wir neigen dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Dabei kannst du mit dem minimalistischen Ansatz Zeit und Geld sparen. Hier einige Tipps, damit es dir gelingt langfristig minimalistisch zu leben.

    von

    Denise Colquhoun

    Wenn Du 20 Minuten hättest, um zu fliehen,
    und nur mitnehmen könntest,
    was in Dein Auto passt, was würdest Du mitnehmen?
    Das Meiste lässt sich leicht ersetzen.

    von

    KLJB

    1. Kleider teilen wie St. Martin

    7 Wochen Fastenzeit – 7 Minimalismus-Tipps

    von

    Ronja Goj

    1. Woche – Dein Zimmer entrümpeln

    Ein Gespräch über Minimalismus von den Jugendlichen Matthias und Linus

    von

    Ronja Goj

    Matthias und Linus sind Freunde seit der ersten Klasse. Mittlerweile sind die beiden 16 Jahre alt. Ihre Freundschaft verbindet ihren Spaß am Diskutieren. Manchmal, da treffen sie sich am Wochenende, um einen Filmabend zu machen.

    von

    MISEREOR-BDKJ-Jugendaktion 2015

    Wir brechen die Flut – erkennen, dass wir selbst Teil der Flut sind; sehen, dass wir uns ändern können.

    Wir brechen die Flut – stellen uns dagegen, finden Halt und Zuversicht.

    Wir brechen die Flut – vertrauen auf uns, auf andere, auf Gott; stehen da, mit offenen Augen.

    Ein Selbstversuch

    von

    Alissa Dullweber

    Minimalismus. Vielleicht hast du ja schon einmal davon gehört, denn diese Lebensart hat in letzter Zeit immer mehr Anhänger gefunden. Aber was genau soll das sein und warum macht man das? Kurz gesagt: Minimalisten beschränken ihren Konsum, um bewusster leben zu können.

    Gedicht

    von

    Inga Schmitt © 2018, Firm-Aktion 2019, www.bonifatiuswerk.de

    Um-kehren
    Wie beim Frühjahrsputz
    das eigene Leben auf den Kopf stellen und entrümpeln
    Lieb gewordene Ungewohnheiten und Laster
    ins Licht kehren und ausmisten
    Vernünftige Vorsätze
    nicht mehr unter den Teppich kehren
    Ziele und Einstellungen überprüfen

    stärkt

    von

    Klaus Jäkel

    Fasten

    stärkt
    beschenkt
    bereichert
    den
    der verwöhnt
    Gewohntes
    auch mal
    entbehren
    -  darf

    durch
    Fasten

    Klaus Jäkel, In: Pfarrbriefservice.de

    ... bitte wenden!

    von

    Klaus Jäkel

    Wenn möglich …

    … bitte wenden!
    rät mein Auto-Navi mir
    wenn ich dabei bin
    mich zu verfahren
    -  auf falsche Routen

    bitte wenden!
    rät ein „Navi“ in mir
    wenn ich dabei bin
    mich zu verlieren
    -  auf Ab- oder Irrwege

    Was hilft?

    von

    Katharina Wagner

    Wegweiser ignoriert

    vom Weg abgekommen
    verlaufen

    heillos

    hilft nur
    umkehren

    Katharina Wagner, www.pfarrbriefservice.de

    Einfacher leben

    von

    Katharina Wagner

    Gewohnheiten überdenken

    Ballast abwerfen
    einfacher leben
    das Wesentliche entdecken
    aufmerksam werden
    Not lindern
    Frieden stiften
    Gott Raum geben

    Katharina Wagner, www.pfarrbriefservice.de

    das leben entschranken

    von

    Peter Weidemann

    sich einschränken
    um das leben zu
    entschranken
    und zum grenzenlosen
    vorzustoßen
    endlich daheim

    Peter Weidemann

    von

    Misha Leuschen

    „Einen Frühjahrsputz als Fastenvorhaben? Kannst du nicht wie andere auch auf Alkohol oder Naschkram verzichten?“, mokiert sich meine Nachbarin. Könnte ich – aber Schokolade mag ich sowieso nicht, und sieben Wochen ohne Alkohol fallen mir auch nicht schwer.

    Cliptipp - Selbstexperiment: Wie ist das Leben als Minimalist?

    Pärchen Ramona und Matthias machen ein Experiment. Eine Woche wollen sie als extreme Minimalisten leben. 50 Dinge dürfen sie pro Person behalten. Den restlichen Hausrat verpacken sie in Umzugskartons und stellen ihn in einem Lager unter. Werden sie das Experiment durchhalten? Welche Erfahrungen machen sie? Was übernehmen sie nach dem Selbstversuch mit in ihren Alltag? Ein viertelstündiger Beitrag von Galileo.

    Reportagentipp - Wie viele Dinge brauchen wir wirklich – Eine NDR Dokumentation

    Familie Heisler aus Hamburg macht den Selbstversuch. Fünf Tage wollen sie herausfinden, was sie zum Leben wirklich brauchen. Dazu wird ihr gesamtes Haus ausgeräumt. Möbel, Hausrat, Kleidung, Geschirr in einem Transporter zwischengelagert. Lediglich Hygieneartikel stehen ihnen zur Verfügung. Und die Klamotten, die sie am Leib tragen. Einkaufen dürfen sie nichts, außer Lebensmittel. Jeden Tag können sie Dinge zurückholen. Am ersten Tag ein Ding pro Person, am zweiten Tag zwei Dinge und so folgend. Wie fühlt es sich an, ohne Matratze und Decke auf dem kahlen Fußboden zu schlafen? Kein Handtuch zum Abtrocknen zu haben? Auf einem Gartenstein Fleisch zu grillen. Und sich zu entscheiden, welche Dinge einem am wichtigsten sind? Eine 45-minütige Reportage von Kira Gantner und Lisa Hagen.

    Eine PULS Reportage - Minimalismus im Alltag: So sortierst du aus

    Reporter Sebastian Meinberg und Kollegin Ariane Alter sammeln Tipps, wie „Minimalismus im Alltag“ gelingen kann. Dazu treffen sie die Minimalistin Katharina Finke. Sie begeben sich auf Spurensuche, was mit aussortierter Kleidung in Kleidercontainern passiert. Und besuchen einen Umsonst-Laden. Ein 12-minütiger Beitrag von puls.

    Tipps für Pfarrbriefredaktionen

    Gibt es in Ihrer Gemeinde einen jungen Menschen, der als Minimalist lebt?

    Laden Sie ihn ein, einen Artikel für Ihren Pfarrbrief zu schreiben. Darin kann er über seine Erfahrungen berichten und wertvolle Tipps geben. So können sich junge Menschen besonders gut mit dem Autor identifizieren. Denn, wer ist näher an Jugendlichen dran, als junge Menschen selbst?

    Nutzen Sie diese Gelegenheit und drucken Sie den Artikel in Ihrem Pfarrbrief auf einer speziellen Seite für Jugendliche ab. Behalten Sie diese Rubrik auch in den nächsten Ausgaben bei und wenden Sie sich auf dieser Seite künftig an Jugendliche. Passende Materialien dazu finden Sie auf unserer Jugendseite: https://www.pfarrbriefservice.de/search/content?=&tags_all=6001

    Oder unter den Schwerpunktthemen: https://www.pfarrbriefservice.de/media-library/topicpage/topic-of-the-month
    Einmal im Quartal richten sie sich an junge Menschen. Themen, Sprache und Inhalte sind dann auf Jugendliche abgestimmt.

    Filmtipp des katholischen Filmwerks

    Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen

    Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift Nature eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

    Frankreich, 2015, 117 Minuten
    Ein Film von Cyril Dion, Melanie Laurent
    empfohlen ab 13 Jahren, FSK 0

    Erhältlich ist die DVD des Films unter https://lizenzshop.filmwerk.de/shop/detail.cfm?id=2569 oder in Ihrer Medienzentrale.

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