Essen als Rebellion

Das Schwerpunktthema für Juli / August 2020

am 03/31/2020 - 21:59  

Essen taugt als Sommerthema. Essen liegt im Sommer förmlich in der Luft – als leckerer Bratwurst-Duft, als verführerisches Eis in der Waffel, als sommerabendliche Auszeit in einem schicken Restaurant. Doch was soll das mit der Rebellion? Essen als Aufstand? Gegen was? Oder vielmehr für was?

Vielleicht so: Essen als Rebellion für mehr Aufmerksamkeit für das, was man isst. Für mehr Achtsamkeit für das, wie man isst. Für mehr Zeit und Genuss. Für mehr Leidenschaft und Verantwortung, sich selbst und seiner Mitwelt gegenüber.

Lassen Sie sich von den Texten, Bildern, Tipps und Links dieses Schwerpunktthemas zur Rebellion anstiften. Und erzählen Sie Ihren Leserinnen und Lesern davon.

    Bilder
    von

    Klaus Jäkel

    lässt grüßen
    es lädt mich ein, mein Essen zu genießen
    in allen Sinnen – Lebenslust gewinnen

    Ein Zwischenruf

    von

    Christine Singer

    Gemeinsam am Tisch sitzen, eine dampfende Mahlzeit vor sich und in aller Ruhe die Erlebnisse des Tages bereden: Ein gemeinsames Essen mit der Familie oder guten Freunden kann wie eine Oase im Alltag sein!

    Impressionen einer Ausgewanderten über den Umgang mit Lebensmitteln in Spanien und Deutschland

    von

    Verena Hammes

    Viele Besonderheiten fallen erst im Vergleich auf, so kommt es, dass ich in zwei Jahren in Nordspanien viel über den Umgang von uns Deutschen mit dem Essen gelernt habe.

    Wie der eigene Kochlöffel hilft, sich vom Einheitsgeschmack zu befreien

    von

    Hendrik Haase

    Wenn wir auf der Suche nach Essbarem durch die ewig langen Gänge unserer Supermärkte streifen, wähnen wir uns im Schlaraffenland: Die Auswahl an verpackten und eingeschweißten Lebensmitteln scheint unendlich. Wir wissen oft kaum, für was wir uns entscheiden sollen.

    von

    Sarah Niehaus, www.slowfood.de

    • Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und fragen Sie sich: Wann esse ich? Warum esse ich, was ich esse? Und wo esse ich, an welchen Orten, mit welchen Menschen? Tut mir das gut? Nehme ich ein Sättigungsgefühl wahr? Was machen meine Gedanken und meine Gefühle, wenn ich esse?

    Was achtsames Essen alles verändern kann – Ein Interview

    von

    Elfriede Klauer

    Achtsames Essen – das klingt nach viel Zeit und Langsamkeit. Das lässt sich in einem streng getakteten Alltag auf keinen Fall unterbringen. Oder vielleicht doch?

    Ein Selbsttest

    von

    Elfriede Klauer

    Eigentlich wollte ich ein Stück Schokolade nehmen. Irgendwas Exotisches, Chili in Honig-Pflaume oder so. Ich habe mich dann aber doch für die Rosine entschieden. Sie gab dem Experiment schließlich ihren Namen: Rosinenübung – eine Übung für mehr Achtsamkeit.

    von

    Klaus Jäkel

    ist für mich wie
    Urlaub – Hauszeit ohne H
    nach der ich mich oft sehne
    als wäre sie schon da

    ohne Dienst und Hast
    ohne Druck und Last
    – vom Muss zur Muße

    von

    Thorsten Seipel

    Dich festzuhalten
    nicht möglich

    Dich einzufangen
    gelingt nicht

    Du verweigerst dich
    meinem Zugriff
    meiner Handhabe
    meiner Kontrolle

    Deshalb lebe ich
    dich einfach
    koste dich aus
    werde beschenkt

    von

    Iris Macke

    Ohne große Erwartungen waren wir in die kleine Taverne am Strand gekommen. Nur hungrig, nach einem Urlaubstag voller Sonne und Wind. Die Griechin mit den lachenden Augen gab uns das Gefühl, als hätte sie auf uns gewartet.

    Religiöser Buchtipp

    Markus Hofer: Glauben und das Leben genießen - eine Besprechung für Ihren Pfarrbrief finden Sie hier: https://www.pfarrbriefservice.de/article/markus-hofer-glauben-und-das-leben-geniessen

    Tipps für Pfarrbriefredaktionen

    Neue Rubrik: Lecker und schnell gekocht

    Immer weniger Menschen kochen selbst, weil sie glauben, immer weniger Zeit dafür zu haben. Wie wäre es, wenn Sie als Redaktionsteam sich auf die Suche nach leckeren, einfachen Rezepten machen, mit saisonalen Zutaten, und diese im Pfarrbrief abdrucken? Welche schnellen, leckeren Rezepte kennen Sie selbst? Ihre Freunde oder Bekannten? Die Haushälterin des Pfarrers? Die Flüchtlingsfamilie? Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende? Die Oberministrantin? Fragen Sie nach und veröffentlichen Sie das Rezept/ die Rezepte. Möglichst auch mit einer guten Anleitung, für Ungeübte. Denken Sie auch an geeignete Bildmotive. Zeigen Sie die Menschen, die die Rezepte empfehlen (vielleicht beim Kochen), oder das fertige Gericht.

    Oder bitten Sie Ihre Leserinnen und Leser um Zusendungen. Daraus könnte sich vielleicht eine kleine Rubrik für den Pfarrbrief entwickeln, etwa unter dem Motto: „Lecker und schnell gekocht! Rezepttipps aus unserer Pfarrei“.

    Interview mit einem Koch/einer Köchin

    Was bringt Menschen dazu, das Kochen und schließlich auch das Verkosten und Essen zum Beruf zu machen? Fragen Sie doch mal nach. Vielleicht kennen Sie einen Koch/eine Köchin aus Ihrer Pfarrei oder einen jungen Menschen, der diesen Beruf erlernt. Was ist seine/ihre Motivation? Was schmeckt ihm/ihr besonders gut? Wie kann sich Geschmack entwickeln? Was bedeutet für ihn/ihr gutes Essen oder Genuss? Gibt es ein Lieblingsrezept, das im Pfarrbrief geteilt werden darf?

    Selbsttest: Rosinenübung

    Probieren Sie selbst die Rosinenübung aus und beschreiben Sie Ihre Eindrücke. Ein Beispiel finden Sie unter https://www.pfarrbriefservice.de/file/die-rosinenubung.

    Werkbrief der KLJB: Gut genährt?!

    Die Katholische Landjugendbewegung Bayern (KLJB) beleuchtet gute Ernährung in einem 144-seitigen Werkbrief aus verschiedenen Perspektiven. Es geht um den Nährwert und Mehrwert von Lebensmitteln und um das Nachdenken über Konsum und Ernährung. Ein reichhaltiger Methodenteil mit Methoden für Gruppenstunden, mit Gottesdiensten und praktischen Tipps für Rezepte findet sich im Praxisteil. Eine Besprechung für Ihren Pfarrbrief gibt es unter: https://www.pfarrbriefservice.de/article/gut-genaehrt

    Der Buchtipp: Super Local Food. Gesund und nachhaltig essen

    Superfood ist in. Das meist importierte Obst und Gemüse, wie Avocado, Goji-Beeren oder Chia-Samen, gilt als wahres Wundermittel zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. Doch so positiv es oft dargestellt wird, so problembehaftet ist es für die Umwelt und die Menschen vor Ort: Transportwege, Pestizideinsatz, Wasserverbrauch und Konkurrenz um Flächen und Nahrung in den Anbaugebieten sind nur einige der negativen Auswirkungen.

    Das Ratgeber-Buch „Super Local Food. Gesund und nachhaltig essen“ zeigt diese negativen Auswirkungen beispielhaft auf. Doch nicht nur das. Es bietet Alternativen aus der heimischen Landwirtschaft an und beschreibt, wie Radieschen, Spinat, Himbeeren, Fenchel, Kohl und Co. es locker mit dem fremden Superfood aufnehmen können. Praxisnahe Tipps zeigen, wie man das eigene Kochen regional, saisonal und möglichst umweltverträglich gestalten kann. 36 vegetarische Rezepte für Frühling, Sommer, Herbst und Winter runden den Praxisteil ab.

    Stefanie Schäfter, Meike Fienitz, Felix Buchborn, Kira van den Hövel: Super Local Food. Gesund und nachhaltig essen, oekom Verlag, 160 S., ISBN 978-3-96238-180-6, 20 Euro.

    Das Cover zum Herunterladen: https://www.oekom.de/buch/super-local-food-9783962381806

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