Lass los!

Das Schwerpunktthema für Juli und August 2017

am 04/29/2017 - 04:00  

Der Sommer erinnert uns daran: Es gibt neben all den Mühen und Sorgen auch eine Zeit des Genießens, des Ausruhens, des Sich-keine-Sorgen-machens, des Vertrauens, dass etwas wächst, auch ohne unser Zutun. Der Sommer als Anlass für mehr Gelassenheit. Stimmen Sie Ihre Leserinnen und Leser mit den Materialien dieses Monatsthemas auf diese lebensbejahende Zeit ein. Die Autorinnen und Autoren machen deutlich: Wenn wir loslassen, hat ein anderer, nämlich Gott, die Fäden unseres Lebens immer noch in der Hand, und er meint es gut mit uns.

    Bilder
    von

    Papst Johannes XXIII.

    1. Leben

    Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

    von

    Klaus Jäkel

    wer
    zur rechten Zeit
    -  spricht
    und
    zur rechten Zeit
    -  schweigt

    wie Gott

    Klaus Jäkel, In: Pfarrbriefservice.de

    Was fällt mir - ganz persönlich - dazu ein?

    von

    Klaus Jäkel

    in Ruhe abwarten …  oder …  schaun mer mal
               im Gleichgewicht sein --- bereit, Neues zu erleben       
    Anderes, vielleicht auch mal was GanzAnderes 
              offen staunen --- auf alles gefasst --- selbstbewusst

    von

    Klaus Jäkel

    los
    und lass dich ein
    gelassen stets
    -  in deiner Mitte sein

    lass dich daraus
    von nichts und niemandem
    -  vertreiben   
    weder auf den Weg des Diesseits nur
    noch allein auf Jenseits‘ Spur

    Eine Geschichte für mehr Gelassenheit

    von

    Aus China

    Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten, und kamen gerade so über die Runden.

    Warum der biblische Philosoph Kohelet zu mehr Gelassenheit rät

    von

    Dietmar Rebmann

    „Sie hängen der Entwicklung hinterher!“ Diesen Satz hören moderne Menschen gar nicht gerne. Denn das ist es ja, was wir für so wichtig halten, dass wir uns entwickeln. In den Unternehmen gibt es Personalentwicklung und Organisationsentwicklung.

    Wie ein kleines Blechschild und der christliche Glaube dabei helfen können

    von

    Wolfgang Drießen

    „Loslassen – immer wieder loslassen.“  Das steht auf dem kleinen Blechschild an unserer Pinnwand zu Hause. Ich habe es in einem Geschenke-Laden gefunden. Eines von ganz vielen Schildern mit mehr oder weniger lustigen, sinnigen und unsinnigen Sprüchen. „Loslassen – immer wieder loslassen“.

    Warum es erlaubt sein muss, einfach mal zu leben

    von

    P. Gerhard Eberts MSF

    Was ist der Sommer? Die Zeit zwischen Frühling und Herbst. Eine Zeit des scheinbar mühelosen Reifens. Tage voller Sonne und Heiterkeit. Der Sommer kennt alle Farben. Und: Wer zu ernten versteht, erntet nicht nur in Gärten und auf den Feldern.

    Ein Gespräch mit Pater Gerhard Eberts über Gelassenheit und was sie fördert

    von

    Elfriede Klauer

    Pater Eberts, was bedeutet für Sie Gelassenheit?

    von

    Pater Gerhard Eberts MSF

    1. Besinne dich auf einfache Hausmittel: „Halt mal die Luft an!“ oder „Zähl erst mal bis zehn, bis du antwortest!“ Das entspannt, das nimmt viel Aufgeregtheit.

    2. Beherzige die „Goldene Regel“: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.

    von

    Wikipedia

    Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosität und Stress.

    Ein Gebet

    von

    Irmela Mies-Suermann

    Ich bitte dich, o Gott, um Geduld,
    um den großen Atem,
    dass ich abwarten kann ohne einzugreifen,
    dass ich wachsen lassen kann ohne mein Zutun,
    dass Stürme und Unwetter sich von alleine legen.

    Eine kleine Übung

    von

    Katharina Wagner

    Ausgeruht aufwachen

    planen was zu tun ist
    das Unvorhersehbare
    in Gottes Hände legen
    alle Sorgen ihm anvertrauen

    guten Muts aufstehen

    Katharina Wagner, In: Pfarrbriefservice.de

    Film-Tipp des Kath. Filmwerks zum Thema „Gelassenheit“

    Die Zehn Gebote – Folge 01: Banker’s Blues

    Die Lebensgeschichte eines Bankers und Unternehmensberaters erfährt auf dem Höhepunkt seiner Karriere eine überraschende Wendung: die Hinwendung zu neuen Lebenswerten wie Freundschaft und Gelassenheit. Der Film liefert Impulse, eigene Ideale zu überdenken. „Dieses goldene Kalb hat mich angelächelt und ich hab es angehimmelt“. Mit diesem Satz beschreibt Rudolf Wötzel seine damalige Lebenseinstellung und bringt sie damit in biblische Zusammenhänge. Vor dem Hintergrund des ersten Gebotes - „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" - rekurriert die Folge auf die ursprüngliche Bedeutung des Dekalogs, die auf Bewahrung der Freiheit auch in einem Land zielt, „in dem Milch und Honig fließen".

    Deutschland, 2009, 29 Minuten
    Ein Film von Ilyas Meç
    Produktion: HR
    empfohlen ab 14 Jahren

    Erhältlich sind die DVD des Films, Arbeitshilfen sowie das Filmcover unter www.filmwerk.de. Die DVD gibt es außerdem in Ihrer Medienzentrale unter www.medienzentralen.de.

    Tipps für Pfarrbriefredaktionen

    Die Leser fragen

    Welche Tipps haben Ihre Leserinnen und Leser für mehr Gelassenheit? Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Berufstätigkeit, unterschiedlicher Bekanntheit und veröffentlichen Sie die Ratschläge am besten mit Bild und Angabe des Namens, des Alters und des Berufs.

    Besondere Orte

    Überlegen Sie im Redaktionsteam: Welche besonderen Orte gibt es für Sie, um abzuschalten, neue Kraft zu tanken, um zu spüren, dass es neben all der Sorgen und Mühen auch noch ein anderes Leben gibt, das zu leben lohnt? Beschreiben Sie diese Orte Ihren Leserinnen und Lesern, wo diese sich befinden und was Ihnen gut dabei tut, welche Erfahrungen Sie an diesen Orten machen können. Daraus ergibt sich vielleicht eine kleine Hit-Liste für sommerliche Auszeit-Plätze.

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