15.01.2019 - 11:55

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Tipps und Tricks von Veronika Pfeifer

von Ronja Goj
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Veronika Pfeifer veranstaltet in ihrer WG in Würzburg Kleidertauschpartys für Frauen. Seit sechs Jahren. Jeweils zweimal im Jahr. Eine im Frühjahr, eine im Herbst. Circa 20 – 30 Frauen tauschen bei jeder Party. Schuhe, Mützen, Hosen, Shirts, Pullies, Röcke, Schmuck. Vom Kind, über die Studentin, bis hin zur Mutter. Veronika Pfeifer verrät wie eine Kleidertauschparty gelingen kann. Schnell, einfach und unkompliziert.

1. Tauschgeschäfte - So funktioniert eine Kleidertauschparty

Veronika Pfeifer: „Bei der Kleidertauschparty geht es darum, Kleider zu tauschen. Alle Teilnehmer dürfen Klamotten mitbringen. Wir sortieren sie nach unterschiedlichen Rubriken und teilen sie in verschiedene Räume auf. Zum Beispiel werden in einem Raum ausschließlich Oberteile und Jacken getauscht. Im anderen Raum der Rest. Hosen, Schuhe, Schals oder im Winter gerne Mützen und Ähnliches. Auf dem Boden liegt ein Haufen Kleider und jeder sitzt im Kreis darum herum, guckt sich alles an und nimmt sich mit, was er möchte. Die Klamotten, die am Schluss übrig bleiben, spenden wir beispielsweise an den Caritasladen, die Flüchtlingshilfe oder an ein Frauenhaus.“

2. Schnell und flugs – die Organisation

Veronika Pfeifer: „Die Kleidertauschparty organisiert sich von selbst. Wir machen die Wohnung vorher blitzblank, damit nichts staubig ist, kochen eine Suppe und kaufen etwas Wasser ein. Am Abend der Kleidertauschparty erklären wir den Leuten, die noch nie da waren, wie das Prinzip funktioniert. Und am Ende der Veranstaltung räumen wir die Klamotten, die übrig geblieben sind, zusammen und spenden sie. Wenn die Kleider allerdings immer gefaltet auf einem Tisch liegen sollen, dann braucht man noch eine Handvoll Leute, die das übernimmt.“

3. Kuchen, quatschen, lachen – eine Party daraus machen

Veronika Pfeifer: „Ich würde die Kleidertauschparty als Event veranstalten und eine Party daraus machen. Und daher unbedingt Verpflegung mit anbieten, denn die Besucher können nicht zwei Stunden am Stück durchtauschen. Da sind die Leute erschöpft. Aber in gemütlichem Ambiente mit einem Kaffee, einer Suppe oder anderen Leckereien können sie sich zwischendurch erholen. Und diese Kombination aus tauschen, quatschen und essen macht eine Kleidertauschparty erst richtig attraktiv!“

4. Kleidung wechsel dich – Umkleidebereiche

Veronika Pfeifer: „Wenn die Kleidertauschparty in einem großen Rahmen veranstaltet wird, zum Beispiel in einem Pfarrheim oder in einem Gemeindesaal, brauchen die Besucher Umkleidebereiche, in denen sie die Kleider anprobieren und sich umziehen können.“

5. Sicher und verschlossen – der Safety-Raum

Veronika Pfeifer: „Es ist wichtig, einen Bereich zu haben, in dem nichts getauscht wird. In dem tauschfreie Zone ist. Einen Safety-Bereich. In diesem Raum ist es verboten, Dinge mitzunehmen, die einem nicht gehören. Denn es kann schon mal passieren, dass jemand eine Jacke oder einen Pullover auszieht, an die falsche Stelle legt und dann wird er mitgenommen, weil er als Tauschgut gilt.“

6. Sprich darüber – die Werbung

Veronika Pfeifer: „Die Veranstalter müssen vorher einladen. Heutzutage geht das über Whatsapp, Telegram oder einen anderen Messenger-Dienst. Dort können die Veranstalter eine Gruppe aufmachen. Die Kleidertauschparty kann auch im Pfarrbrief beworben werden. Und ganz wichtig: Plakate machen und im Dorf plakatieren. Bei Firmgruppen bietet es sich natürlich an, die Einladung an den Freundeskreis zu schicken.“

Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de

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