Kurz erklärt von Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti

Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti
26.08.2019 - 05:55

Aus einem Nikolaus werden zwei

Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti: „Der heilige Nikolaus, den wir über die Legenden kennen, besteht aus zwei historischen Figuren. Dem Nikolaus von Myra und dem Nikolaus von Sion, der etwa 200 Jahre später gelebt hat. Seine Legenden und die des Nikolaus von Myra sind unentwirrbar miteinander verwoben. Wenn wir von Nikolaus von Myra sprechen, stehen dahinter zwei Personen.“

Leben wie ein Heiliger

„Nikolaus von Myra wird dadurch gekennzeichnet, dass er die Botschaft Christi konsequent lebt. Er gilt schon zu Lebzeiten als heilig und wirkt Wunder.“

Von Kaisern, Seefahrern und Jungfrauen - Drei berühmte Legenden

„In einer Legende greift der heilige Nikolaus von Myra nach Byzanz in den Traum des Kaisers ein und erscheint ihm. Der Kaiser will drei Feldherren hinrichten lassen, aber dem heiligen Nikolaus gelingt es, ihn umzustimmen. Stattdessen schickt der Kaiser die drei mit Geschenken nach Myra.

Ein anderes Beispiel: Er erscheint Seefahrern auf dem Meer und hilft ihnen bei einem schweren Unglück, sodass sie alle überleben und in den Hafen von Myra einlaufen können. Erst dort erkennen sie, dass Nikolaus ihnen geholfen hat zu überleben.

Das alles wird getoppt durch eine Legende, die in Europa „Karriere“ gemacht hat. Die sogenannte "Jungfrauen-Legende". Sie erzählt, dass Nikolaus als junger Mann Vollwaise und auf sich alleine gestellt war. Er hatte relativ reiche Eltern, aber er verprasst und versäuft sein Vermögen nicht, sondern studiert Theologie, weil er Priester werden will. In diesem Zeitraum erfährt er von einem Mann, der drei Töchter hat. Der Mann ist völlig verarmt und überlegt, seine Töchter jetzt auf den Strich zu schicken, damit sie und er überleben können. In dieser Situation greift Nikolaus ein und lässt aus seinem Vermögen drei Goldkugeln herstellen. Die wirft er an drei Nächten hintereinander in das Haus des Mannes und seiner Töchter. Beim dritten Mal wird er erwischt und zur Rede gestellt. Nikolaus bittet den Mann darum zu schweigen, denn er wolle helfen, dass die Mädchen nicht auf die Straße und sündigen müssen, sondern in Ehren heiraten können. Nikolaus handelt nach der Lehre Jesu: Er liebt seine Nächsten als Brüder und Schwestern so, wie er selbst geliebt werden will. Er investiert sein Geld nicht, um es zu vermehren, sondern um den drei Mädchen den Weg in den Himmel offen zu halten.“

Einen Blick in den Himmel werfen - Der Stiefel am Nikolaustag

„Genau das ist es, was später im Brauchtum übernommen wird, wenn Eltern ihre Kinder am Nikolausabend beschenken. Die Kinder sollen einmal im Jahr erleben können, was es bedeutet, in den Himmel zu schauen. Indem sie ein Zuckerplätzchen probieren, das es sonst das ganze Jahr über nicht gibt oder die geliebte Puppe, geflickt wiederbekommen, die sie ein weiteres Jahr beschmusen können.“

von: Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti
In: Pfarrbriefservice.de