Stichwort: Pfingsten
Fest zur biblisch berichteten Herabkunft des Heiligen Geistes. Sieben Wochen nach Ostern, zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.
Pessach oder Passah bezeichnete im Judentum den Anfang der Getreideernte, vgl. Ostern. Die erste Ernte (Gerste) wurde eingefahren und ein Teil davon am zweiten Festtag im Tempel geopfert. Die folgenden 49 Tage wurden gezählt und deshalb erhielt dieser Zeitraum den Namen Sefira (= Zählung, vgl. Lev 23,15f.). Der fünfzigste Tag war Schawuot, an dem die nächste Getreideernte (Weizen) stattfand. Nach Maimonides lag der Sinn der Tage vom Auszug in Ägypten bis zur Feier des Empfangs der Gesetze auf dem Berg Sinai darin, den Gläubigen zu zeigen, dass Befreiung aus Knechtschaft allein nicht viel bedeutet und dass Freiheit ohne Gesetz ein zweifelhafter Segen ist.
Das Wort "Pfingsten" entstand aus dem griechischen Wort "Pentecosta", der fünfzigste (Tag), denn das erste Pfingstfest wurde laut Apostelgeschichte am "Fest der (Weizen-) Ernte" fünfzig Tage nach dem österlichen Paschafest gefeiert. Durch den variablen Ostertermin variiert auch Pfingsten zwischen dem 10. Mai und 13. Juni.
Pfingsten ereignete sich durch die biblisch berichtete Herabkunft des Heiligen Geistes: das Pfingstwunder. Durch Feuerzungen sichtbar kam der Heilige Geist über die Jünger und bewirkte ihr Sprechen in vielen fremden Sprachen. Auch Pfingsten, wie dieses Fest bei den Christen nun heißt, ist - im übertragenen Sinn - ein Erntefest: Christi Ernte und die Gründung der Kirche. Als die Christen den Zeitpunkt des Osterfestes anders als die Juden berechneten, hielten sie an dem Fest fünfzig Tage nach Ostern fest, dem Pfingstfest, das wahrscheinlich schon in apostolischer Zeit gefeiert wurde.
© Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln, Quelle: www.festjahr.de
Datei-Info:
- Dateiformat: .doc
- Dateigröße: 0,02 MB
Nutzungsbedingungen auf einen Blick:
- Einsatzbereich: Kostenfrei für die nichtkommerzielle kirchliche Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Pfarr-/Gemeindebrief, Plakat, Flyer, Website) sowie für Unterrichtszwecke*
- Urhebernachweis: Sie verpflichten sich, den Namen des Autors / der Autorin sowie „Pfarrbriefservice.de“ als Quelle und ggf. weitere Angaben zu nennen.
- Archivierung & Datenbanken: Eine dauerhafte Speicherung der Datei über den konkreten Verwendungszweck hinaus ist nicht gestattet. Insbesondere der Aufbau eigener lokaler Archive auf Ihrem PC sowie das Einspeisen in andere Datenbanken ist ausdrücklich untersagt.
- Belegexemplar: Wir freuen uns über die Zusendung eines Belegs per E-Mail an beleg@pfarrbriefservice.de oder per Post an unsere Redaktionsanschrift.
- Soziale Medien:
*) Ausführliche Infos zu unseren Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
Verpflichtender Urhebernachweis
Bitte nennen Sie Urheber und Quelle wie folgt:In: Pfarrbriefservice.de
