Mit Rat und Tat zur Seite stehen

Ein Wort an die Firmpatin, den Firmpaten

Ihr Firmling und seine Eltern sind dankbar für Ihre Bereitschaft, das Patenamt zu übernehmen. Die folgenden Ausführungen möchten Sie informieren, welche persönlichen Anforderungen an Sie als Firmpatin oder Firmpaten gestellt werden.

Das Patenamt wird in letzter Zeit wieder deutlicher von seinem Ursprung her gesehen. Früher sah man die Aufgabe oft darin, die materiellen Voraussetzungen für einen schönen Firmtag (einschließlich Firmuhr und Ausflug) zu schaffen. Die nur so verstandene Patenrolle hat, wie noch zu zeigen ist, mit den eigentlichen Pflichten des Patenamtes nur am Rande zu tun.

Mit Rat und Tat zur Seite stehen

Jeder, der die Botschaft Christi annehmen und durch die Taufe besiegeln lassen will, braucht Menschen, die ihm beim Hineinwachsen in das Leben aus dem Glauben mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Patin oder der Pate gewähren ihren »Anfängern im Glauben« diese Stütze. Sie bekunden dies, wenn sie im Augenblick der Firmspendung dem Firmling die Hand auf die Schulter legen. Ihr Patenamt besteht also, um es mit einfachen Worten zu sagen, darin, dass Sie Ihrem Firmling Hilfe im Glauben gewähren. Der Firmling soll spüren, wie sehr Ihnen daran gelegen ist, dass er durch die Gaben des göttlichen Geistes zu einem aufrechten Christen heranwächst. Dies äußert sich auch darin, dass Sie beim Firmgottesdienst zusammen mit Ihrem Firmling die Heilige Kommunion empfangen. Das setzt allerdings voraus, dass Ihre persönliche Situation dafür kein Hindernis ist.

Täglich ein Gebet schenken

Die Unterweisung in Schule und Firmgruppe soll Ihrem Firmling das nötige Glaubenswissen vermitteln. Damit ist aber noch nicht gewährleistet, dass der Firmling innerlich für einen fruchtbaren Empfang des Sakramentes vorbereitet ist. Denn gläubige Aufgeschlossenheit kann nicht künstlich erreicht werden. Sie ist Gnade und muss erbetet werden. Schenken Sie darum Ihrem Firmling jeden Tag ein Gebet. So können Sie mithelfen, dass die Firmung den jungen Menschen, der sich Ihnen anvertraut, für ein christliches Leben zurüstet.

Über die Firmung hinaus verbunden

Ihre Verantwortung als Patin oder Pate endet nicht mit dem Firmtag. Gerade in den Jahren der Reifezeit kann Ihre Verbindung mit dem Firmling von großer Bedeutung sein. Kluge, menschliche Anteilnahme an seinen Problemen und Schwierigkeiten, ein gutes Wort zur rechten Zeit werden Ihrem Patenamt auch in der Zeit nach der Firmung einen besonderen Wert verleihen.

Quelle: www.erzbistum-muenchen.de

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Das Schwerpunktthema für April 2009

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Text: Erzbistum München und Freising
In: Pfarrbriefservice.de