Was Weihnachten zu einem besonderen Fest macht

www.katholisch.de
15.09.2014 - 00:00

Festliche Gottesdienste an gleich zwei aufeinander folgenden Feiertagen, die Krippe und der geschmückte Weihnachtsbaum und natürlich viele Geschenke: So aufwändig wie Weihnachten wird kein anderes Fest im Kirchenjahr gefeiert. Menschen legen Hunderte oder sogar Tausende Kilometer zurück, um bei ihren Familien zu sein. Warum aber der ganze Aufwand? Nur wegen eines Babys.

Geburtsgeschichten in der Bibel

Im Evangelium nach Lukas beginnt die berühmte Geschichte mit einem Befehl des römischen Kaisers Augustus, sich zählen zu lassen: Ein Stall, Ochs und Esel, Engel und Hirten, Maria und Josef und ein Neugeborenes, das Sohn Gottes genannt wird: Jesus ist geboren. So anschaulich und leicht verständlich, wie Lukas von der Geburt Jesu vor über 2.000 Jahren in Bethlehem berichtet, ist es vielleicht der bekannteste Text der Heiligen Schrift.

Sein Evangelisten-Kollege Johannes versucht es anders zu erklären: "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (Joh 1,14). Das Wort ist das Wort Gottes, durch das alles Leben entstanden ist, schreibt Johannes ganz am Anfang seines Evangeliums. Er sagt damit, dass Gott selbst durch die Geburt Jesu ein Mensch geworden ist. Er möchte den Menschen nahe sein und sie erlösen, indem er sich erniedrigt, klein macht wie ein hilfloses Kind. Deshalb gilt Weihnachten auch als Fest der Liebe und der Versöhnung. Durch die Geburt Jesu ist die Nacht zu einer heiligen, geweihten Nacht - der "Weihnacht" - geworden.

Spätestens seit der Zeit des römischen Kaisers Konstantin, unter dem das Christentum gestärkt wurde und sich verbreiten konnte, gilt der 25. Dezember als Geburtstag Jesu. Auch wenn bei theologischer Betrachtung die Auferstehung das höchste Fest des Christentums ist, hat sich gesellschaftlich das Weihnachtsfest zum wichtigsten Feiertag für die Gläubigen entwickelt.

Der Heilige Abend

Dass aber der Heilige Abend am 24. Dezember eine so große Bedeutung hat, geht auf die traditionelle jüdische Tageszählung zurück. Danach beginnt der neue Tag schon mit der Dämmerung. Viele Messfeiern zu Weihnachten beginnen deswegen auch mit Einbruch der Dunkelheit, manchmal aber auch erst nach heutiger Tageszählung um Mitternacht. Die Unterschiede zwischen der Zeitrechnung der katholischen und der orthodoxen Kirche sind allerdings noch größer: Die Ostkirchen feiern erst am 6. Januar Weihnachten.

Quelle: Internetportal www.katholisch.de, In: Pfarrbriefservice.de

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