Mach's wie Gott, werde Mensch!

Das Schwerpunktthema für Dez. 2018/ Jan. 2019

am 08/26/2018 - 12:00  

Der frühere Bischof des Bistums Limburg, Franz Kamphaus, hat den Sinn von Weihnachten einmal so zusammengefasst: Mach’s wie Gott, werde Mensch. Manch einer wird sich vielleicht fragen: Menschen sind wir doch schon, was soll da noch werden? Die Texte, Bilder und Tipps dieses Monatsthemas gehen dieser Frage auf den Grund. Sie zeigen, dass Weihnachten zwar auch ein sehr gefühlvolles Fest ist, aber es will mehr.

Bilder

Nur wenn Menschen sich füreinander öffnen, gelingt das Leben – Ein Interview mit dem „Aussteiger“ Andreas Knapp

von

Elfriede Klauer

Vom Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars zum einfachen Arbeiter: Der Theologe Andreas Knapp (Jg. 1958) drehte im Jahr 2000 seine Karriereleiter um und schloss sich der geistlichen Gemeinschaft „Kleine Brüder vom Evangelium“ an.

von

aus: Knapp, Andreas: Mit Engeln und Eseln. Weise Weihnachtsgeschichten. Echter Verlag

In tausend Wünschen
eine endlose Jagd
nach Hülle und Fülle
Sein wie Gott.

Der aber hegt nur einen Wunsch:
den menschlichen Menschen.

Einmal hat Gott sich selbst
diesen Wunsch erfüllt
und wartet seitdem
auf Nachahmung.

Jesu Vorbild lehrt, das eigene Herz zu öffnen

von

Juliane Bittner

„Mach's wie Gott, werde Mensch!“, lese ich auf einer Weihnachtskarte und denke: Ein Mensch bin ich doch schon – wie sollte ich erst einer werden?

Ein prägendes Weihnachtserlebnis in russischer Gefangenschaft

von

Erwin wartete. Er lag nun schon viele Wochen im Krankenhaus und rief oft nach der Seelsorge. Ich hatte versprochen, ihn zu besuchen. Es war Heilig Abend. Er strahlte, als ich mich an sein Bett setzte. Zunächst erzählte der alte Mann von seinem Leiden.

Christen glauben, dass Jesus für ihre Menschwerdung eine zentrale Rolle spielen kann

von

Dr. Peter Müller

Wie komme ich aus angstmachenden Strukturen zu einem befreiten, glücklichen und verantwortungsvollen Leben? Das ist eine der Kernfragen der Reformation gewesen. Als Christ glaube ich, dass für meinen Prozess der Menschwerdung Jesus eine zentrale Rolle spielen kann.

von

Klaus Jäkel

das
große Geheimnis Gottes
das ER uns in CHRISTUS mitteilt
und mit uns teilt

auf dass wir
so wie ER und ER wie wir
durch IHN mit IHM und in IHM  
stets neu und mehr darin
selbst heimisch
werden

Mensch

Von Jesus lernen

von

Thorsten Seipel

Ein Blick
ein Schritt

ehrlich
warmherzig
freundlich

ein Händedruck
ein Wort

verständnisvoll
wohlwollend
interessiert

Zuneigung
Hinwendung
Mit-Menschlichkeit

Ich habe euch
ein Beispiel
gegeben

Ein nachweihnachtliches Gedicht

von

Peter Weidemann

halbe sachen
sind gottes sache
wirklich nicht
dachte der heilige
josef und wechselte
nach durchwachter
nacht dem kind die
stinkenden windeln

peter weidemann
pfarrbriefservice.de

Was Weihnachten zu einem besonderen Fest macht

von

Festliche Gottesdienste an gleich zwei aufeinander folgenden Feiertagen, die Krippe und der geschmückte Weihnachtsbaum und natürlich viele Geschenke: So aufwändig wie Weihnachten wird kein anderes Fest im Kirchenjahr gefeiert.

Weihnachten als Auftrag

von

Katharina Wagner

Alle Jahre wieder
erinnern wir uns,
dass ER damals
den Anfang gemacht hat. 

Alle Jahre wieder
erinnert ER uns,
Mensch zu werden
in einer unmenschlichen Welt.

Katharina Wagner, In: Pfarrbriefservice.de

Für ein Weihnachten 2.0

von

Frank Greubel

Herr im Himmel,
vielleicht könntest du noch einmal
Mensch unter Menschen werden.
Vielleicht könntest du noch einmal
vorleben und uns erleben lassen,
was es heißt, es dir nach zu tun
und Mensch zu werden.
Vielleicht könntest du das eine

Gedanken zur Geburt Jesu

von

Frank Greubel

Mit Leib und Seele
bist du Mensch geworden.

Warst Flüchtling und Prediger.
Warst Verfolgter und Arzt.
Warst Angeklagter und Freund.

Wurdest verfolgt und geliebt.
Wurdest verachtet und verehrt.
Wurdest geschlagen und umarmt.

von

Frank Greubel

Mensch geworden
um zu essen und zu lachen
zu weinen und zu klagen.

Mensch geworden
sich zu freuen und zu ärgern
zu lieben und los zu lassen.

Mensch geworden
um zu helfen und zu dienen
fröhlich zu sein und zu singen.

Tipps für Pfarrbriefredaktionen

Orte der Menschwerdung: Gemeindeprojekte vorstellen

Unter dem Titel „365 Tage X-mas. Orte der Menschwerdung“ stellt die Pfarrbriefredaktion der Kath. Kirchengemeinde St. Josef in Kamp-Lintfort fünf Gemeindeprojekte vor. Diese Gemeindeprojekte zeigen, so schreibt die Redaktion, dass es Gott um den Menschen geht, indem die verschiedenen Gruppen und Initiativen die Menschen ebenfalls in den Mittelpunkt stellen: die Menschen, die Hilfe brauchen, die krank sind und die sich in Glauben und Leben entwickeln möchten. Vorgestellt werden der cari-treff am Rathausplatz, das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp, der Krankenbesuchsdienst der Pfarrei, der Pfarrei-Arbeitskreis Mexiko und die Flüchtlingshilfe „Welcome“. Hier finden Sie den Pfarrbrief als pdf-Datei zur Ansicht

Wie wäre es für Sie, in Ihrer Pfarrei ebenfalls nach solchen Orten der Menschwerdung zu suchen? Welche Gruppen und Initiativen kümmern sich um andere Menschen? Neben der Information über das jeweilige Engagement und über Mitmachmöglichkeiten ist es sicher lesenswert, mehr über die Motivation der Aktiven zu erfahren. Vielleicht in Form eines Interviews. Was treibt sie an? Welche Erfahrungen machen sie? Was bedeutet für sie Menschwerdung?

Denken Sie auch an eine entsprechende Bebilderung, z.B. vom Interviewpartner oder vom Engagement der Gruppe.

Umfrage

Bitten Sie prominente und weniger prominente Mitglieder Ihrer Pfarrei um ein kurzes Statement zu der Frage „Mach’s wie Gott, werde Mensch: Welche Gedanken kommen Ihnen bei dieser Aufforderung?“

Veröffentlichen Sie die kurzen Beiträge jeweils mit einem Porträt-Bild und Angaben zur Person (Name, Alter, evtl. Beruf, Aufgabe in der Gemeinde).

Menschwerdung – ein Mensch wird geboren

Ein neugeborenes Kind lässt Menschwerdung auf eine ganz besondere Weise erleben.
Vielleicht kennen Sie ein Paar/ eine Familie, die ein Neugeborenes in diesen Tagen bei sich hat. Bitten Sie sie, ihre Eindrücke für einen Beitrag im Pfarrbrief aufzuschreiben.

Was bedeutet für dieses Paar/diese Familie Menschwerdung? Welche Beobachtungen und Erfahrungen machen sie? Welche Hoffnungen verbinden sie damit?

Denken Sie auch an eine entsprechende Bebilderung.