Betriebsräte wählen - hoffentlich eine ansteckende Idee
Das Wort 'betriebsratsverseucht' ist zu Recht zum Unwort des Jahres 2009 gewählt worden, meint die KAB Deutschlands. „In diesem Wort tritt der Ungeist derer zu Tage, die es benutzen. Sie wollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am liebsten zu einer unmündigen und rechtlosen Manövriermasse degradieren!“, kommentierte Peter Hartlaub, KAB-Diözesanpräses und Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Würzburg.
Mit dem Wort „betriebsratsverseucht“ hatten leitende Mitarbeiter einer Baumarktkette Beschäftigte verunglimpft, die sich für und in Betriebsräten engagiert hatten. „Leider kennen auch wir in KAB und Betriebsseelsorge aus unserer Arbeit genug Beispiele von Unternehmen, in denen engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so oder ähnlich beschimpft und auch entsprechend behandelt werden“, sagte Hartlaub. Deshalb sei es eine wichtige Aufgabe von KAB und Betriebsseelsorge, die Gründung und die Arbeit von Betriebsräten zu unterstützen und denen den Rücken zu stärken, die sich in Betriebsräten für ihre Kolleginnen und Kollegen einsetzen.
„Betriebsratsarbeit ist gelebte Solidarität. Alle, die sich hier engagieren, verdienen Anerkennung und Respekt. Das haben auch Erzbischof Zollitsch und Bischöfin Käßmann in ihrem gemeinsamen Aufruf zu den Betriebsratswahlen zum Ausdruck gebracht!“, betonte Hartlaub. Deshalb forderten KAB und Betriebsseelsorge die abhängig Beschäftigten auf, sich an den Betriebsratswahlen zu beteiligen und den Betriebsräten den Rücken zu stärken.
Peter Hartlaub, KAB Diözesanpräses und Leiter der Betriebsseelsorge, Bistum Würzburg
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