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Wer Familienseelsorgerin Isabella Friedrich in der Kirche hält

Isabella Friedrich
17.02.2020 - 05:49

Eine Gottesdienstbesucherin sagte mir einmal: „Ich gehe ja nicht regelmäßig in die Kirche. Aber die Christmette und die Osternacht, da freue ich mich drauf. Die Kerzen, die Lieder, der Weihrauchduft, ja, das ist immer ein ganz besonderer Augenblick für mich, schon seit meiner Kindheit.“

Angebote, die berühren

Unsere Kirche lädt zu vielen solchen Momenten ein, welche die Menschen auch heute sehr berühren. Feierliche Messfeiern, Taufen, Trauungen und andere kirchliche Angebote sind ein Grund, warum viele der Kirche nicht den Rücken kehren. Umso mehr stimmt es mich zuversichtlich, dass in der vergangenen Zeit in den Medien nicht nur Berichte über die Motive derer zu lesen sind, die aus der Kirche austreten. Immer öfters begegnen uns die Meinungen von Gläubigen, die klar in Worte fassen, warum sie in der Kirche bleiben.

Kirchliches Engagement für die Gesellschaft

Viele Menschen erkennen das Engagement der Kirche für unsere Gesellschaft an. Die Kirchen sind Träger zahlreicher sozialer und caritativer Einrichtungen. Kindergärten, Schulen, Pflegeheime, Beratungsstellen, Trauerbegleitung, Seelsorge in der eigenen Pfarrgemeinde und vieles mehr. Diese wichtigen Dienste könnte unser Staat alleine nicht leisten. Andere wieder erleben Menschen im kirchlichen Umfeld, die ihnen die Nächstenliebe Jesu greifbar machen. In Deutschland engagieren sich 1,7 Millionen Menschen ehrenamtlich in kirchlichen Einrichtungen. Ihre Arbeit motiviert, der Kirche weiterhin anzugehören.

Vertraute Rituale

In einer Zeit des Wandels sehnen sich Menschen nach Beständigkeit. Das kann Kirche bieten, in von Kindheitstagen vertrauten Ritualen. Auch wenn sie den Gottesdienst nicht regelmäßig besuchen, empfinden viele Menschen die Kirche als ein Stück Heimat. Die klare, oft unbequeme Botschaft des Christentums ist vielen Gläubigen lieber als der unbeständige Markt an esoterischen Sinnangeboten.

Den eigenen Platz finden

An vielen Orten gibt es Pilgergemeinschaften. Es werden immer mehr. Trotz der Probleme, welche auch die Gläubigen in unserer Kirche sehen, finden viele darin einen Platz, der ihnen gut tut. Doch auch im alltäglichen Gemeindeleben fühlen sich viele Menschen wohl und bereichern es durch ihre Mitarbeit in Pfarrgemeinderäten, Kinderkircheteams, in der Familien- oder Seniorenarbeit.

Familien und Kirche

Zurzeit bin ich in der Erstkommunionvorbereitung als Tischmutter aktiv. Ich erlebe, wie bereichernd es ist, Kindern „ganz privat“ in den eigenen vier Wänden vom Glauben zu erzählen. Ich spüre, dass es weniger die Inhalte der Katechese, sondern vielmehr das Erleben von Gemeinschaft, das offene Gespräch und die erlebte Wertschätzung sind, die den Kindern, aber auch den Familien gut tun. Staunend nehme ich wahr, wie viel Engagement Eltern zeigen und mit wie viel Kreativität sie diese Zeit für ihre Kinder und für die ganze Gemeinde bereichern können.

Mögen nach dem Weißen Sonntag die Kirchenbänke wieder leerer werden, so sehe ich in der Erstkommunionvorbereitung eine große Chance für Familien, sich wieder neu mit dem Glauben zu beschäftigen. Mut macht mir eine 2019 veröffentlichte Studie, die eine Nachhaltigkeit der Erstkommunionvorbereitung belegt. So stieg etwa der Anteil der Kinder, die häufig beten, von rund 56 auf 65 Prozent. Auch erwiesen sich die Kinder nach dem Unterricht als bibelfester. Der Aufwand, den die Kirche betreibt, lohnt sich also. Nachhaltigkeit kann aber nur gewährleistet werden, wenn Familien in unseren Pfarreien und der Kirche die Chance bekommen, einen festen Raum für sich zu finden. Darin sehe ich eine immer wichtigere Aufgabe der Verantwortlichen in der Kirche.

Mein Fazit

Wir müssen nichts schönreden: Die Zahl der Kirchenaustritte hat ein Rekordniveau erreicht. Missbrauchsfälle, Zölibat, das kirchliche Frauenbild, die Reihe der Anfragen und Anklagen ist lang. Gut, dass wir in einer Zeit leben, in der sie klar benannt werden. Gut, dass die Kirche sich auf den Weg machen muss und macht. Ich selbst fühle mich in dieser Kirche gut aufgehoben, weil ich weiß, wer mich in seiner Kirche hält: Gott, der alles Leben liebt, mit dem, was gelingt, und dem, was wir besser machen müssen. Ihnen und mir wünsche ich weiterhin viel Energie dafür! Weil es sich lohnt.

Isabella Friedrich, Familienseelsorgerin, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Isabella Friedrich
In: Pfarrbriefservice.de