Vom Sinn der 'Masken' und 'Strohmänner'

Maske und Maskierung sind aus dem Karneval nicht wegzudenken: Der Karneval bietet Gelegenheit, für eine begrenzte Zeit in eine andere Rolle hineinzuschlüpfen, für eine überschaubare Zeitspanne ein anderes als das gewohnte Leben auszuprobieren. Die Masken bieten zugleich Schutz: sie erlauben, Kritik zu üben oder auch mal, jemanden handfest zu ‚foppen’.

Der Karneval steht in einem engen Zusammenhang zu der ihm folgenden Fastenzeit: ‚carne vale’ – lateinisch ‚Fleisch, lebe wohl’ , so erklären manche Volkskundler die Namensherkunft. Mit diesem Namen sei ein Hinweis gegeben auf die folgende ‚fleischlose’ Fastenzeit. Auch die Namensdeutungen ‚Fastnacht’ als ‚Nacht vor der Fastenzeit’ oder der ‚Fasching’ als ‚Ausgabe des Fast-Schank’, des ‚Trunkes vor der Fastenzeit’ weisen darauf hin.

Schon in vorchristlicher Zeit schlüpften die Menschen in Masken. Zum einen bot sich ihnen darin die Möglichkeit, vermeintlich unerkannt und damit straffrei die Götter zu beschimpfen. Zum anderen dienten die Masken zur Personifizierung von Jahreszeiten, Dämonen und bedrohlichen Naturphänomenen. - Fast wie in einem Theaterspiel wurden sie allesamt zum Winterende aus den Wohnorten getrieben. Der Lärm, der mit Schellen und Trommeln dieses Spiel begleitete, sollte die Frühlingsgeister wecken.

Quelle: www.familien234.de, die Internetseite der Familienpastoral im Erzbistum Köln

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Das Schwerpunktthema für Februar 2009

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Text: www.familien234.de
In: Pfarrbriefservice.de