Im Bad: Auf den Inhalt kommt es an

Buchauszug aus „Besser leben ohne Plastik"

Mikroplastik stellt für Mensch und Umwelt eine Gefahr dar. Die millimetergroßen Plastikpartikel werden von der Kosmetikindustrie als Schleifmittel, Filmbildner, Füllstoff oder Bindemittel eingesetzt, zum Beispiel zum Entfernen von Hautschüppchen in Peelings. So gelangen sie in unser Abwasser und landen schließlich wieder im Wasserkreislauf, denn gefiltert werden können diese Kleinstteilchen nicht. Mikroplastik wurde im Trinkwasser und in der Luft nachgewiesen. Grund genug, es da, wo wir die Wahl haben, zu vermeiden.

Haarseife oder Shampoostein
Haarseife ist natürlich, riecht toll und ist vor allem für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut von Vorteil. Doch nicht jeder kommt damit zurecht: einige klagen über steifes, seifiges Haar. Eine Alternative zu Haarseife ist festes Shampoo. Es handelt sich dabei um einen Shampoostein, der ohne Seife und Flüssigkeit auskommt – als würde man einem herkömmlichen Shampoo das Wasser entziehen. Er schämt wie Shampoo, riecht wie Shampoo und pflegt wie Shampoo – oder besser. Als Ersatz für Haarspülung kann eine Mischung aus fünf Teilen Wasser und einem Teil Apfelessig dienen.

Deos ohne Aluminium & ohne Plastik
Die Deo-Creme von Organic Essence besteht aus Backpulver, Natron, Kokosöl und Wurzelextrakten. Die Verpackung ist aus Recyclingpapier und hat die Form einer Tube. Creme-Deos gibt es auch im Glas. Lush verkauft festes Deo verpackungsfrei. Online-Bestellungen werden in einer biokompatiblen Folie geliefert.

Zähneputzen
Eine Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta sind Zahnputztabs. Kleine „Tabletten“, die mild nach Menthol schmecken. Sie werden zerkaut, mit dem Pulver werden dann die Zähne geputzt.

Zahnreinigung
Ein gutes „Bleichmittel“ ist Backpulver. Weißere Zähne erhält man aber auch, wenn man ab und an mit Kalziumkarbonat (Schlämmkreide) putzt. Dabei handelt es sich um ein feines Pulver, das in jeder Apotheke erhältlich ist. Lassen Sie sich zum Beispiel 50 Gramm in ein Tütchen füllen, und lagern Sie es zu Hause in einem kleinen Schraubglas. Einmal pro Woche angewendet, befreit Schlämmkreide die Zahnoberfläche von Ablagerungen.

Pflege für zarte Hände
Eine gute Alternative zu herkömmlicher Handcreme ist Kokosöl. Es zieht schnell ein und zaubert eine geschmeidig weiche Haut. Beanspruchte Hände benötigen hin und wieder etwas mehr Pflege. Einen Teelöffel feinen Zucker in die Hand geben, etwas Olivenöl auf den Zucker träufeln und mindestens eine Minute lang einmassieren. Anschließend mit warmem Wasser abspülen.

Handcreme selber machen
20 g Kakaobutter
10 g Sheabutter
12 ml Jojobaöl
12 ml Mandelöl
2–3 Tropfen Vitamin E (optional)
Kakao- und Sheabutter leicht erwärmen. Die noch warme Buttermischung mit den Ölen mischen und gut verrühren. Creme abkühlen lassen und immer wieder etwas aufrühren. Die Handcreme kann mit ein paar Tropfen Vitamin E aus der Apotheke konserviert werden und ist dann für mehrere Monate haltbar.

Buchtipp: Besser leben ohne Plastik, von Anneliese Bunk & Nadine Schubert, erschienen im oekom verlag München, 112 Seiten, Erscheinungsdatum: [2016], ISBN-13: 978-3-86581-784-6, EUR 13,00 (D)

Der Buchauszug als PDF-Dokument zum Herunterladen und Veröffentlichen im Pfarrbrief

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Nadine Schubert

Cover „Besser leben ohne Plastik"

Verknüpft mit:
Das Schwerpunktthema für Mai 2018

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Im Rahmen dieses verwendeten Auszugs müssen Sie immer auf den Ratgeber „Besser leben ohne Plastik" (Coverabbildung, bibliografische Angaben) verweisen.

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Text: Annelies Bunk & Nadine Schubert / oekom Verlag
In: Pfarrbriefservice.de