Wer weiß, wie man vorgehen muss, kommt schneller ans Ziel

Bayerischer Landesverband KDFB
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Welche Schritte es bei der Einholung der Abdruckerlaubnis zu beachten gilt, hat der Katholische Deutsche Frauenbund zusammengefasst.

Texte, Bilder oder Lieder sind zu Lebzeiten und bis zu 70 Jahre lang nach dem Tod des Urhebers geschützt. Werden sie ohne Erlaubnis verwendet (sei es vorgelesen, kopiert oder gedruckt), kann das unter Umständen richtig teuer werden. Schon um das zu verhindern und auch aus Fairness-Gründen sollte gelten: Keine Veröffentlichung ohne Zustimmung des Urhebers!

Natürlich ist es aufwendig, sich in Miss-Marple-Manier daran zu machen, die Rechte für alle Texte und Bilder einzuholen. Wer weiß, wie man vorgehen muss, kommt schneller ans Ziel. Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes hat zusammengetragen, welche Schritte zu tun sind:

Autoren, Verlage, Verwertungsgesellschaften

Meist liegen die Rechte an einem Text, Lied oder Bild beim Urheber selbst oder dem veröffentlichenden Verlag. Wer sich direkt an Autoren oder Verlage wendet, kann oft günstigere Konditionen vereinbaren. Möchte oder kann man Autor oder Verlag nicht kontaktieren, sind die folgenden großen Verwertungsgesellschaften die richtigen Ansprechpartner: die GEMA (musikalische Aufführungen, www.gema.de), VG Musikedition (Noten und Liedtexte, www.vg-musikedition.de), VG Wort (Texte, www.vgwort.de), VG Bild Kunst (Bilder, www.bildkunst.de).  

Ausnahme Gottesdienste

Die Diözesen haben spezielle Rahmenverträge mit den Verwertungsgesellschaften geschlossen, was den Gebrauch von Texten und Liedern für den Gottesdienst betrifft (siehe unter www.wgkd.de, Menüpunkt Verwertungsgesellschaften). Gestaltet man einen Gottesdienst im Auftrag oder in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, muss man keine Rechte für die im Gottesdienst verwendeten Elemente einholen.

Tipp: Ist man nicht sicher, ob ein Text, Bild oder Lied über den Rahmenvertrag abgedeckt ist, immer den Urheber kontaktieren.

Kostenlose Bilder und Fotos

Im Internet gibt es Bilddatenbanken mit kostenlosen oder günstigen Fotos. Dazu gehören www.pixelio.dewww.aboutpixel.de, www.piqs.de, www.pixelquelle.de, www.fotolia.de, www.digitalstock.de, www.adpic.de und http://www.pfarrbriefservice.de. Eine Suche dort lohnt sich: Oft findet man ein Motiv, das man verwenden darf.

Rechte einholen - So gehen Sie vor:

Schritt 1: Den Urheber ermitteln

Meistens stößt man im Internet oder in einem Buch auf einen Text oder ein Bild, das perfekt zu einem Thema passen würde. Dann ist die Quelle schon klar: Es ist der Urheber angegeben oder die Rechte liegen beim Verlag, der das Buch herausgegeben hat, oder beim Betreiber, der für die Website verantwortlich ist. Die Kontaktdaten findet man am einfachsten im Internet über die gängigen Suchmaschinen oder die Telefonauskunft.

Schritt 2: Alle wichtigen Angaben abklären

Bevor man Kontakt aufnimmt, sollte man folgende Fakten parat haben: Titel und Quelle des Textes oder Bildes, Verwendungszweck (Arbeitshilfe, Flugblatt …), Auflagenhöhe, geplanter Verkaufspreis. Um für die Rechte möglichst günstige Konditionen zu erhalten, darf man nicht vergessen zu betonen, dass man gemeinnützig arbeitet.

Schritt 3: Den Urheber kontaktieren

In der Muster-Anfrage (s. unten) wurden alle nötigen Informationen eingearbeitet. Sie kann per Mail verschickt werden oder als Leitfaden für ein Telefongespräch dienen. Eine schriftliche Anfrage hat den Vorteil, dass sie meistens auch schriftlich beantwortet wird. So kann man nachweisen, dass die Rechte zur Veröffentlichung eingeholt und erteilt wurden.

Schritt 4: Die Antwort abwarten

Die Antwort des Urhebers abwarten und erst dann drucken oder kopieren! Dieser Grundsatz hat sich in der Praxis bewährt. Auch wenn die Verlage die Veröffentlichung meist kostenfrei gestatten, erwarten sie eine korrekte Quellenangabe und ein Belegexemplar. Es empfiehlt sich, dem Verlag oder Autor für die Genehmigung zu danken. Sollten die Kosten für einen Text zu hoch sein, sollte man in jedem Fall auf die Veröffentlichung verzichten.

Musteranfrage

Anrede,

im Auftrag des Katholischen Deutschen Frauenbundes möchte ich Sie um die Abdruckerlaubnis für folgenden Text bitten:

Agape (Text nach dem Mahl)

Gott, unsere Freundin,
indem wir das Mahl miteinander
und mit dir geteilt haben,
bist du uns ganz nahe gekommen,
hast deine Kraft unter uns lebendig werden lassen,
warst mitten unter uns …
Amen.

aus: Julia Strecker, Der Sehnsucht Sprache geben, Güthersloher Verlagshaus 2000.

Der Katholische Deutsche Frauenbund möchte diesen Text in seiner Arbeitshilfe „Räume schaffen“ veröffentlichen. Sie umfasst 112 Seiten, wird in einer Auflage von 300 Stück gedruckt und zum Selbstkostenpreis an Frauen verkauft.

Bitte erteilen Sie uns die Abdruckgenehmigung und berücksichtigen Sie bei der Kalkulation der Kosten, dass der Frauenbund ausschließlich gemeinnützig arbeitet.

Viele Grüße,
Bayerischer Landesverband des KDFB
Kontaktadresse

aus: „KDFB aktuell", Führungskräftemagazin des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes, http://www.frauenbund-bayern.de/presse/kdfb-aktuell.html, Stand: Juni 2011

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