Meditationssteine - eine Anleitung

Ronja Goj
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Meditationssteine Schritt 8: bemalen

© Adelheid Weigl-Gosse, www.weigl-gosse.de

Ein Meditationsstein mit den Impulswörtern: Freude, Freiheit, Heiliger Geist oder Atem. Das Basteln macht es möglich, all diesen Wörtern nachzulauschen und der eigenen Sehnsucht nach ihnen Raum zu geben.

„Ich bin gerne kreativ“, erzählt Adelheid Weigl-Gosse. Sie hat die Anleitung für Meditationssteine erstellt. Kieselsteine, beklebt mit Papierschnipseln, mit Worten, Satzfetzen aus einem alten Gotteslob. Verziert mit Sternen oder Farbe.

Adelheid Weigl-Gosse – Die Schöpferin der Mediationssteine

Adelheid Weigl-Gosse studierte Theologie an der LMU München und arbeitete als Pastoralassistentin und Referentin auf diözesaner Ebene, in der Pfarrei, in der Schule und im Krankenhaus. Zusätzlich ist sie als freie Bildungsreferentin tätig und bietet Elternkurse an. 2011 übernahm sie die Klinikseelsorge am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren. Seit 2013 ist sie Supervisorin, seit 2018 in der Traumafachberatung tätig. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die Faszination des Kieselsteins

Manchmal, da ist Adelheid Weigl-Gosse in der Natur unterwegs. Das macht sie gern. Sich draußen bewegen. Spaziergänge machen. Steine sammeln, die auf dem Weg liegen und die ihr gefallen. Fundstücke nennt sie diese Kieselsteine. Schönheiten, die nach Hause mitgenommen werden möchten. „Bis heute faszinieren mich Kieselsteine“, erzählt sie. „Ihre Farben, Maserungen, Formen sind eine Augenweide. Wie viele Jahrtausende hat der kleine Stein auf dem Buckel, dass er so rund, so glatt, so geschmeidig geworden ist?“

Das Papier und seine Geschichte

Ähnlich ist es mit Papier. Es begeistert sie. Reizt sie. Weil es seine eigene Geschichte hat. Und immer wieder ein neues Leben bekommt. So werden aus alten Fotobänden zum Beispiel Schachteln oder Herzen für einen Valentinsgottesdienst. Aus hauchdünnen Gotteslobseiten zierliche Weihnachtsengel. „Eine liebe Freundin schreibt mir ihre Briefe auf gebrauchtem Papier. So erhalte ich Impulsgeschichten aus der Schule, Pfarreieinladungen mit spannenden Programmpunkten. Ich habe „second hand“ an ihrem Leben teil“, erzählt sie.

Basteln und meditieren

Und so vereint Adelheid Weigl-Gosse zwei Materialien miteinander. Die zwei Materialien, die sie in ihren Bann ziehen. Papier und Kieselsteine. Mit etwas Kleister verschmilzt sie beides zu einem Meditationsstein. Bereits das Basteln, der Weg dorthin ist pure Meditation. Die weißen Schnipsel für die Grundierung aus dem Gotteslob herauszureißen. „Das ist langweilig. Aber gerade die lange Weile tut in hektischen Zeiten gut und senkt den Stress und die Herzrate“, erklärt Adelheid Weigl-Gosse. Nach Impulswörtern, Aussagen, Halbsätze zu suchen. Das dauert. Kostet Zeit. Entstresst. Beruhigt. Fordert volle Konzentration. Einen wachen Geist. „Du musst dich fragen, spricht mich dieses Wort, diese Aussage an? Hat sie die Kraft mich zu berühren?“, sagt Adelheid Weigl-Gosse. Und kreativ zu werden. Die Wortschnipsel zu neuen Aussagen zusammen zu setzen. Sie zu kombinieren. Zu reduzieren. „Das ist ein schöpferischer und spiritueller Vorgang“, sagt Adelheid Weigl-Gosse.

Die Steine nimmt sie mit in ihr Leben. In ihren Alltag. Legt sie auf den Schreibtisch am Arbeitsplatz. Auf das Nachtkästchen. An den Essplatz. Als Handschmeichler in die Hosentasche. „Der Mediationsstein hält so das zentrale Anliegen wach und erinnert an das, was wirklich wichtig ist.“

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Meditationssteine Schritt 1: Equipment

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Meditationssteine Schritt 2: Papierschnipsel

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Meditationssteine Schritt 3: Zubehör

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Meditationssteine Schritt 4: Textzeilen aussuchen

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Meditationssteine Schritt 5: Thema auswählen

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Meditationssteine Schritt 5: Thema auswählen

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Meditationssteine Schritt 7: Verzieren

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Meditationssteine Schritt 8: bemalen

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Meditationssteine Schritt 8: bemalen

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Meditationssteine Schritt 8: bemalen

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Meditationssteine Schritt 9: Sammlung

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Meditatives Basteln

von Adelheid Weigl-Gosse, www.weigl-gosse.de
Voransicht ...

Manch einer hat zuhause ein altes Gotteslob oder mehrere Exemplare. Sie sind durchbetet, ans Herz gewachsen und zu schade zum Wegwerfen. Aus seinen Seiten lassen sich wunderbare Dinge basteln. Das Schöne an den Gebets- oder Meditationssteine ist, dass die Herstellung selbst meditativ ist und beruhigend wirkt. Die einzelnen Schritte sind einfach – nur in der Summe braucht ein Stein einige Zeit.

Sie benötigen:

  • ein altes Gotteslob
  • Tapetenkleister
  • Schere
  • Pinzette
  • glatte Kieselsteine
  • Klarlack, z.B. aus der Sprühflasche
     

Weiße Blattstücke aus dem Gotteslob herausreißen

Für die Grundierung des Steins reißen Sie Stellen aus dem Gotteslob, die auf einer Seite unbedruckt sind. Das sind auf allen Seiten die Ränder, oft auch breitere Stellen zwischen den Liedern und Gebetstexten. Diese Schnipsel brauchen Sie zur Grundierung der Steine. Sie könnten diese weißen Stellen schneiden. Harmonischere, weichere Übergänge ergeben gerissene Blattstücke.

Tapetenkleister anrühren

Auf etwa 300 ml ca. 1 ½ Esslöffel Kleister geben und im Glas verschütteln. Wenn die Mischung zu dickflüssig ist, geben Sie mehr Wasser dazu. Wenn sie zu wenig Klebekraft hat, geben Sie etwas mehr Kleister dazu.

Stein weiß bekleben - Grundierung

Der Stein sollte gesäubert sein. Beginnen Sie mit einem ersten Papierstück, tunken Sie es in den Tapetenkleister, ziehen Sie es mit der Pinzette aus dem Wasser und bringen Sie es auf den Stein auf. Glatte Flächen zu bekleben macht in der Regel keine Probleme. Für gekrümmte Flächen nehmen Sie weniger Papier und reißen es an mehreren Stellen ein, sodass es bei den Krümmungen leicht überlappen kann, ohne dass sich hervorstehende Papierfalten bilden. Mit dem Finger und etwas Kleister feststreichen.

Wenn Sie eine Oberfläche des Steins beklebt haben, muss der Stein trocknen. Zur Beschleunigung können Sie ihn auf die Heizung oder in das Wärmefach eines Kachelofens legen. Oder den Backofen auf circa 40 C heizen. Dort trocknet er binnen weniger Minuten. Anschließend verfahren Sie wie beschrieben mit der „Unterseite“, lassen diese trocknen und schließen diesen Schritt mit den Seiten des Steins ab.

Textzeilen oder Wörter auswählen

Ein meditativer Vorbereitungsschritt ist es, das Gotteslob „auszuschlachten“. Dabei können Sie nach Belieben vorgehen und haben sicherlich eigene Ideen. Beginnen Sie beispielsweise von vorn zu lesen und lassen Sie sich von Stichwörtern anregen, die Sie inspirieren. Reißen Sie diese heraus oder schneiden sie sie aus und füllen sie diese in entsprechend beschriftete Kuverts. So entstehen Sammlungen von Schnipseln beispielsweise zu folgenden Stichwörtern: Advent, Beten, Engel, Frieden, Freude, Geist, Glaube, Gott, Hoffnung, Jesus, Liebe, loben, Ostern, Segen, Weihnachten, weiße Schnipsel.

Ausschnitte neu kombinieren – Text gestalten

Wenn sich ein Kuvert gefüllt hat und etliche thematisch passende Textausschnitte zur Verfügung stehen, können Sie Ihre ganz persönliche Gebetscollage kreieren. Am Ende dieses Vorgangs ziehen Sie die gewählten Schriftstellen durch den Kleister und kleben sie in der gewünschten Weise auf den Stein.

Stein lackieren

Um Ihr Werk vor Feuchtigkeit zu schützen, können Sie Ihren Stein mit Klarlack besprühen. 

Verzieren

Ihren Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Sie können Ihren Stein beliebig mit Blattgold, Strasssteinen, Farbe, Sternchen weiterbearbeiten. Kleine Steine sind als Handschmeichler für die Hosentasche geeignet. Mehrere Steine zusammen wirken dekorativ.

von: Adelheid Weigl-Gosse, www.weigl-gosse.de, In: Pfarrbriefservice.de

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