Viktoria Zäch (pba)
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Schale mit Hostien

© Karin Demartin (Bistum Augsburg)

Kommunionhelfer verteilen geweihte Hostien an die Gläubigen während der Feier der Heiligen Messe.

Der Dienst eines Kommunionhelfers ist ein wichtiger nicht nur während der Feier der Heiligen Messe. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Aufgaben konkret damit verbunden sind? Zunächst einmal, und das ist im Pfarrleben nach außen hin wohl am deutlichsten sichtbar, üben Kommunionhelfer ihren Dienst während einer Messfeier aus. Und zwar dann, wenn die Zahl der Mitfeiernden groß ist oder wenn dem Zelebranten die Austeilung der Kommunion selber schwerfällt. Somit ist die Aufgabe von Kommunionhelfern als Dienst an der Eucharistie und auch für die Gläubigen zu verstehen.

Ihre Beauftragung ist aber nicht nur auf die Heilige Messe selbst beschränkt. Vielmehr tragen sie auch dazu bei, dass kranke, alte und sterbende Menschen, die selbst nicht mehr den Weg zum Gottesdienst finden, bei sich zu Hause, im Krankenhaus oder auch im Pflege- und Seniorenheim die Kommunion empfangen können. Das ist sogar der Ursprung des Dienstes der Kommunionhelfer.

Niemand soll bei uns vergessen oder vom Leben der Gemeinde ausgeschlossen sein – vor allem nicht von der sonntäglichen Eucharistiefeier als dem zentralen Ereignis im Leben einer Pfarrei. Kommunionhelfer tragen so dazu bei, die Eucharistie zu einem wichtigen und wertvollen Zeichen der Verbundenheit mit unseren alten und kranken Menschen werden zu lassen.

Darüber hinaus ist es Kommunionhelfern auch erlaubt, das Allerheiligste im Zimborium oder der Monstranz zur eucharistischen Anbetung auszusetzen, wenn kein Priester zur Verfügung steht. Das dürfte eher in ländlichen Pfarreiengemeinschaften mit vielen einzelnen Kirchen der Fall sein.

Ähnliches gilt wohl für den Dienst während Prozessionen. So dürfen sie etwa an Fronleichnam das Allerheiligste tragen, sollte ein Priester oder Diakon aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sein. Selbstständig eine solche eucharistische Prozession halten oder gar den eucharistischen Segen erteilen dürfen sie jedoch nicht.

Kommunionhelfer kann man übrigens nicht „einfach so“ werden. Voraussetzung ist vielmehr der Besuch eines ganztägigen diözesanen Einführungskurses. Erst dann werden sie auf Vorschlag des zuständigen Seelsorgers vom Diözesanbischof beauftragt. Ihr Dienst ist dabei immer auf eine konkrete Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft begrenzt. Und Kommunionhelfer sollten auch möglichst jährlich an Besinnungstagen oder Ähnlichem teilnehmen.

 

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