Worauf müssen Sie achten?

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Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 1

© Christian Schmitt

Der Junge auf dem Bild winkt nett in die Kamera. Leider ist sein Kinder-Fahrrad unten abgeschnitten.

Richtig gute Fotos machen für den Pfarrbrief – im Zeitalter der Digitalfotografie muss man wirklich kein Profi mehr sein, damit die eigenen Bilder gelingen. Aus einer Reihe von vielen Bildern, die sich auf der Speicherkarte befinden, sind doch meistens ein paar gute dabei. Aber welche sind das? Die nachfolgenden Tipps sollen die Auswahl ein wenig erleichtern.

Ausreichende Bildgröße

Ein Foto, das für den Abdruck im Pfarrbrief, auf einem Plakat oder auf einem Flyer gedacht ist, muss eine Mindestauflösung aufweisen. Der Richtwert lautet hier 300 dpi. Soll das Bild oder ein Ausschnitt davon vergrößert dargestellt werden, muss die Auflösung des Ausgangsbildes entsprechend höher sein. Ansonsten erscheint das Bild im Druck „verpixelt“, das heißt ein unschöner Mosaikeffekt wird sichtbar. Meist kommen Unschärfe und fehlende Detailgenauigkeit hinzu. Das wirkt unprofessionell und sollte unbedingt vermieden werden.

Bildkomposition

Ein gelungenes Foto rückt ein bestimmtes Motiv angemessen in Szene. Im Idealfall ist dieses mit einer Bildaussage verknüpft. Was soll das Bild ausdrücken? Weitere Bildelemente, die für die Aussage wenig oder keine Bedeutung haben, dürfen gerne in den Hintergrund treten – zumindest aber sollten sie nicht stören.

Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 2

© Christian Schmitt

Das Stillleben ist in der Malerei eine eigene Kunstform. Auch als Fotograf kann man Stillleben einfangen. Dieser Versuch hier ist leider nicht besonders gut gelungen, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Zu viele Elemente sind auf dem Tisch zu sehen.
  • Die schöne Rose konkurriert mit der leeren, grünen Wasserflasche.
  • Die Kerze im Vordergrund wirkt leicht unscharf.
  • Hinter der Rosenblüte stört eine weitere Wasserflasche.
Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 3

© Christian Schmitt

Ein interessantes Naturmotiv mit plastischer Ausleuchtung der Blütenkugeln. Nur leider stören die Stromleitungen ein wenig die Idylle. Im rechten Bildbereich sind „Nebelschleier“ zu erkennen, die vermutlich von einem nicht ganz sauberen Objektiv verursacht sind.

Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 4

© Christian Schmitt

Ein wenig dröge wirkt der Brückenheilige auf diesem Foto. Der Fotograf hat ihn in die Bildmitte platziert. Der Bildhintergrund enthält zuviele störende Details.

Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 5

© Christian Schmitt

Aufgeräumter und dennoch dynamischer wirkt das Bild alleine durch den Wechsel der Perspektive.

Mangelnde Bildkomposition: Beispiel 6

© Christian Schmitt

Zuviele Details im Hintergrund machen dieses Bild unruhig. Es ist allenfalls noch als Schnappschuss brauchbar. Außerdem ist das Hauptmotiv leicht unscharf.

Martin Luther als Playmobil-Figur

© albersHeinemann / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Hier wurde extrem mit dem Bildfokus gearbeitet. Die Bildschärfe liegt alleine auf dem Gesicht der Martin-Luther-Figur. Bildvordergrund und Bildhintergrund bleiben in der Unschärfe.

Fokus und Blende richtig setzen

Das Spiel mit dem Bildfokus, dem Bereich der größten Bildschärfe, sowie die Wahl der richtigen Blendeneinstellung, sorgen bei richtigem Einsatz für knackige, lebendige Fotos. Erscheint zum Beispiel das Hauptmotiv im Bildvordergrund scharf und weitere Bildelemente im Hintergrund unscharf, bekommt das Bild eine räumliche Tiefe, die neugierige Blicke auf sich zieht. Eine große Blendenöffnung sorgt im Zusammenspiel mit einer möglichst kurzen Belichtungszeit dafür, dass nur die Objekte im Bildvordergrund scharf sind, der Bildhintergrund erscheint dagegen unscharf.

Mangelnder Bildfokus: Beispiel 1

© Christian Schmitt

Hier sollten eigentlich das Spielzeugboot und sein Besitzer scharf erscheinen. Der Fokusbereich ist zu eng gewählt. In der rechten oberen Ecke fällt außerdem störendes Gegenlicht ein.

Mangelnder Bildfokus: Beispiel 2

© Christian Schmitt

Das Spiel mit Ausleuchtung und Schärfentiefe macht dieses Bild plastisch. Leider liegt auch hier der Bildfokus etwas zu weit vorne, so dass nur noch die vordersten Blätter, nicht
aber die Blüten der Frühlingsblüher scharf erscheinen.

Balkonpflanzen

© congerdesign / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Die natürliche Ausleuchtung mit Sonnenlicht und das Schattenspiel verleihen dieser Aufnahme eine räumliche Tiefe, so dass man das Motiv beinahe anfassen möchte.

Licht und Farben erfüllen ein Bild mit Leben

Was nützt das schönste Bildmotiv, wenn die Lichtverhältnisse nicht stimmen? Ist es draußen zu düster, wirken selbst intensive Farben stumpf und der Bildkontrast leidet. Aber auch blauer Himmel und strahlender Sonnenschein sind kein Garant für tolle Bilder. Schnell können zu harte Kontraste und störende Schatten ein Bild verderben.

Mangelnde Lichtverhältnisse: Beispiel 1

© Christian Schmitt

Links: der Intensitätsunterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen fällt zu gering aus. Ein für die Lichtverhältnisse zu niedrig eingestellter ISO-Wert kann dafür der Grund sein. Das rechte Bild wurde mit höherer ISO-Zahl aufgenommen. Zusätzlich wurde mittels Bildbearbeitungsprogramm der Kontrast verstärkt und ein leichter Scharfzeichnungsfilter angewendet.

Mangelnde Lichtverhältnisse: Beispiel 2

© Christian Schmitt

Die Wetterverhältnisse bieten nur wenig Licht, so dass selbst der weiße Schnee in diesem Bild zu einem düsteren Grau verschwimmt. Ein höherer ISO-Wert hätte möglicherweise den Kontrastumfang erweitert. Eventuell wäre es möglich gewesen, mit dem Aufhellblitz der Kamera zu arbeiten um so das Motiv besser auszuleuchten.

Mangelnde Lichtverhältnisse: Beispiel 3

© Christian Schmitt

Ein zu hoher ISO-Wert erzeugt unerwünschtes Bildrauschen in den dunklen Bildbereichen, wie in diesem Beispiel. Beim Fotografieren in der Dunkelheit zeigt sich, wie empfindlich der Bildsensor einer Kamera ist. Hochwertige Geräte können heute selbst bei sehr hohen ISO-Werten und langen Belichtungszeiten Bilder erzeugen, die nur wenig Bildrauschen aufweisen. Mittels Bildbearbeitungssoftware kann dem Rauschen mit etwas Übung nachträglich entgegen gewirkt werden.

Mangelnde Lichtverhältnisse: Beispiel 4

© Christian Schmitt

Ein wenig spannendes Bild, trotz strahlenden Sonnenscheins: das eigentliche Bildmotiv, der schöne Garten, liegt im Schatten, die weiße Hausfassade im Hintergrund ist dagegen deutlich überbelichtet.

Fulda: Fuldaer Dom

© AJJ74 / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Der Fotograf hat den Betrachtungsabstand groß genug gewählt, so dass bei diesem Bild keine stürzenden Linien auftreten. Zusätzlich dürfte sich auch die leicht erhöhte Position des Fotografen positiv ausgewirkt haben.

Bildgeometrie beachten

Eine ungünstige Position beim Fotografieren kann gerade bei Architekturaufnahmen zu Verzerrungen führen. Es treten „stürzende Linien“ auf. Hier empfiehlt sich grundsätzlich, die Kamera mittig vor das Motiv zu halten. Das gilt sowohl für den vertikalen wie auch für den horizontalen Winkel zwischen Fotograf und Mittelachse des Bildmotivs.

Mangelnde Bildgeometrie: Beispiel 1

© Christian Schmitt

Der Fotograf stand trotz ausreichendem Betrachtungsabstand zur Kirche noch immer zu niedrig, so dass er die Kamera nach oben richten musste. Stürzende Linien sind die Folge, was einen unprofessionellen Eindruck erzeugt.

Mangelnde Bildgeometrie: Beispiel 2

© Christian Schmitt

Bietet das Bild links und rechts genügend „Fleisch“, können die stürzenden Linien mittels perspektivischer Verzerrung im Bildbearbeitungsprogramm etwas "eingefangen" werden.

Mangelnde Bildgeometrie: Beispiel 3

© Christian Schmitt

Ein sehr häufig gemachter Fehler beim Fotografieren geometrischer Formen: die Kamera wurde nicht gerade gehalten und der Fotograf hat nicht frontal, sondern von der Seite fotografiert. Es entstehen unschöne Winkel, die das Gesamtbild beeinträchtigen.

Bildhygiene

Gute Fotos zeichnen sich nicht zuletzt dadurch aus, dass sie keine Störungen enthalten, welche die Bildwirkung beeinträchtigen können. Grundbedingung dafür ist ein stets sauberes Kameraobjektiv. Der aufmerksame Fotograf hat zusätzlich einen Blick für Störungen, die im Bereich des Bildmotivs liegen. Und auch der richtige Umgang mit der Bildbearbeitungssoftware will gelernt sein.

Mangelnde Bildhygiene: Beispiel 1

© Christian Schmitt

Ein schöner Schnappschuss, der durch die weniger schöne Spiegelung der Scheibe ein wenig verliert. Die einfache Abhilfe wäre hier das Öffnen der Türe gewesen.

Mangelnde Bildhygiene: Beispiel 2

© Christian Schmitt

Störende Lichtreflexionen im Bild: mit einer sauberen Linse wäre das nicht passiert.

Mangelnde Bildhygiene: Beispiel 3

© Christian Schmitt

Eine zu hoch eingestellte Bildkomprimierung hinterlässt auch im schönsten Bild Komprimierungsartefakte, die es für die Veröffentlichung unbrauchbar machen.

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