Schwerpunktthema: Suffizienz; Materialien für den Weltmissionssonntag; Kreativ-Tipps; und mehr
Liebe Lesende,
wer unseren Newsletter aufmerksam liest und die Beiträge auf Pfarrbriefservice.de verfolgt, wird merken, dass Künstliche Intelligenz (KI) auch bei uns ein Thema ist - angeleitet von der Frage, inwieweit diese technischen Neuerungen die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, aber auch, wo ihre Grenzen sind. Einen ganz eigenen Weg, sich KI zunutze zu machen, beschritt der bekannte Mönch David Steindl-Rast OSB. Ein Forscherteam aus Salzburg fütterte einen Chatbot, also ein auf Interaktion angelegtes Computerprogramm, mit den Werken von Steindl-Rast. Herausgekommen ist der "Bruder David Bot", der spirituell Suchenden Antworten liefert. Lesen Sie selbst: https://www.pfarrbriefservice.de/article/bruder-david-bot-kuenstliche-i…
Außerdem heute im aktuellen Newsletter für Pfarrbrief und Öffentlichkeitsarbeit:
- Schwerpunktthema für November/Dezember 2025: Genug!? - Ein suffizientes Leben
- Doppelt kreativ mit Quitten
- Materialien für den Weltmissionssonntag am 26. Oktober
- und mehr ...
Das Schwerpunktthema für November/Dezember 2025 |
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Teil 1: Gelee aus Quitten |
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Teil 2: Brot aus Quitten |
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Neues Buch der Serie „Kinder- und Jugendbücher entdecken“ |
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Angeleitete Meditationen helfen, im Alltag zur Ruhe zu kommen |
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Benediktinermönch David Steindl-Rast stellt seine Werke einem Chatbot zur Verfügung |
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Neuer Schwerpunkt: Moderne Sklaverei |
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Liebe Lesende,
jetzt rückt das Datum meines Renteneintrittes in Sichtweite. Am 1. Oktober wird es so weit sein. 1986 habe ich den Dienst als Pastoralreferent hier im Bistum Würzburg begonnen und von Beginn an das Themenfeld der Pfarrbrief-und Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden aufgebaut und bestellt. Seit der Gründung von Pfarrbriefservice.de 2002 habe ich auch hierfür als Leiter die Verantwortung getragen. „Wie fühlst du dich jetzt?“ - Diese Frage wird mir in Gesprächen immer wieder gestellt. Und in der Antwort kommt oft die Formulierung vom zeitlichen Niemandsland vor. Auf der einen Seite mache ich derzeit viele Dinge zum letzten Mal und verabschiede mich in verschiedenen Gruppen, Gremien und Arbeitsfeldern. Mehr und mehr gebe ich Verantwortung ab. Bin ich nicht mehr dabei. Und auf der anderen Seite habe ich noch keine konkreten Pläne für die Zeit im Herbst. Da bin ich noch nicht. Deswegen die Formulierung des zeitlichen Niemandslandes. Das ist im Moment meine Geschichte.
Vermutlich könnten Sie ebenfalls Ihre Geschichte vom „Nicht mehr“ und „Noch nicht“ dazu legen. Es gibt an so vielen Stellen im persönlichen Erleben, aber auch in unserer Gesellschaft und in den Weltereignissen Umbrüche, wo etwas nicht mehr so ist wie gewohnt und der Fortgang offen ist.
„Alles hat seine Stunde, seine Zeit.“ (Kohelet 3,1-8) - Aus diesen Worten spricht viel Weisheit und Lebenserfahrung. Der Verfasser mit dem Namen Kohelet blendet keine Farben des Lebens aus. Er schreibt den Text vor 2300 Jahren. Sein Bild des Lebens ist erst mit zig Millionen Farbunterschieden vollständig. Sein Bild des Lebens verändert sich ständig. Ein Zeichen für diese Vielfalt ist ein Ausschnitt aus dem Südfenster im Kölner Dom von Gerhard Richter. Für mich ist dieses Fenster ein Meisterwerk in diesem monumentalen Bau des Kölner Doms. Wie der Text aus Kohelet zeigt das Fenster für mich die Vielfalt des Lebens, die durch die kleinen Scheiben in den Kirchenraum fällt. Und gleichzeitig schenkt die Anordnung der vielen Quadrate auch eine Ahnung, dass die Summe vieler Farben ein ganzes Bild ergeben, ein ganzes Leben, einmal vollendet in der Ewigkeit Gottes. Es war für mich ein wunderbarer Berührungsmoment, im März des letzten Jahres morgens im Licht des Sonneneinfalls vor diesem Fenster zu sitzen und mich zu freuen über dieses Farbenspiel. In diesem Farbenspiel spiegelt sich für mich die Fülle des Lebens, Verbindung zwischen Himmel und Erde, Gott und Mensch.
Ich nehme dieses Farbenspiel mit in die Zukunft als Gabe und Aufgabe, mich auch weiterhin für Vielfalt und das Leben in all seinen Farben stark zu machen und zu engagieren. Das Leben und Zusammenleben ist keine Schwarzweißzeichnung, auch wenn manche Vereinfacher das gerne so hätten. Bleiben Sie, bleiben wir auch weiterhin weitwinklig und vielfältig in unserer Wahrnehmung und unserem Handeln. Dafür wünsche ich uns allen Kraft und Entschiedenheit und Gottes weiten Geist und Segen.
Eine helle Sommerzeit und herzliche Grüße
Ihr Johannes Simon
Leitung Pfarrbriefservice.de
