26.11.2018 - 05:55

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Impulstext

von MISEREOR/BDKJ Jugendaktion 2018, Fastentipps
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Leitungswasser ist in Deutschland sauber, trinkbar und sprudelt 24/7 aus dem Wasserhahn. Nicht so in anderen Ländern der Erde, wo große Konzerne der armen Bevölkerung das Grundwasser rauben, um es in Wasserflaschen abgefüllt auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Wirke dieser Kommerzialisierung entgegen und trinke während der Fastenzeit nur Leitungswasser!

Wasser als Lebensmittel für die, die es sich leisten können?

Der Wasserhahn wird aufgedreht, du hältst dein Glas darunter und schon sprudelt es frisch, sauber und trinkbereit in dein Glas. Das ist für uns ganz selbstverständlich. Natürlich kaufen wir uns dann und wann auch mal ein Flasche Wasser am Kiosk oder im Supermarkt, aber die Möglichkeit, sauberes Wasser aus dem Hahn zu nutzen, steht uns rund um die Uhr zur Verfügung.

  • Was wäre, wenn dies nicht mehr selbstverständlich wäre?
  • Wenn es kostengünstiges Wasser nicht mehr einfach so beim Öffnen des Wasserhahns gäbe?
  • Wenn Wasser zum Handelsgut würde, mit dem große Konzerne versuchen viel Geld zu machen – und dies nicht nur auf dem Rücken der Menschen, sondern auch der Umwelt ausgetragen wird?

Unvorstellbar, oder? Denn Wasser ist für uns ja schließlich lebenswichtig!

Wasser zu Geld machen – auf Kosten anderer

Leider passiert dies jedoch genau so schon heute. Große Konzerne wie Coca Cola, Pepsi und Nestlé versuchen, Wasser zu privatisieren: Das bedeutet, dass Wasserversorgung privatwirtschaftlich organisiert und so von Konzernen gesteuert wird, die mit Wasser Gewinne maximieren wollen.

Für dieses Vorhaben hat vor allem Nestlé eine Verfahrensweise vorgegeben: Der frühere Konzernchef Helmut Maucher fordert: „Wasser wird weltweit immer knapper, deshalb wollen wir die Hand auf die Quellen halten“. Die Konsequenz ist, dass Großkonzerne z. B. in Brasilien oder Pakistan saubere Trinkwasserquellen anzapfen, sodass die Menschen, die dort leben keinen eigenen Zugang mehr zu frischem Wasser haben und sich abgepacktes Wasser in Läden kaufen müssen – gerade in finanziell schwachen Ländern können sich dies aber viele Menschen nicht leisten. Sie müssen zu den wenigen öffentlichen Wasserquellen laufen oder das verschmutzte Wasser vor Ort nutzen.

Es ist natürlich nicht so einfach, als Einzelperson etwas gegen Großkonzerne wie Coca Cola, Pepsi oder Nestlé auszurichten, jedoch kannst du in deinem Konsumverhalten darauf achten, Produkte dieser Konzerne zu vermeiden und nach Alternativen suchen – bei Trinkwasser ist dies ganz einfach: Den Wasserhahn öffnen und das Trinkglas darunter halten!

Die MISEREOR/BDKJ Jugendaktion bietet jedes Jahr zur Fastenzeit neue Ideen für junge Menschen, um sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. www.jugendaktion.de

Aus: MISEREOR/BDKJ Jugendaktion 2018, Fastentipps, In: Pfarrbriefservice.de

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