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Zum Predigtverbot

Ein Kommentar

Ich bin eine Frau des Wortes.
Ich liebe Sprache, ihre Möglichkeiten, ihren Klang.
Ich liebe es, diese mit meinem Glauben zu füllen, diese uralten Texte
zu übersetzen und zu deuten, aufzuzeigen, warum diese uralten Texte
noch heute Bedeutung haben, meine Erfahrung, meine Sicht der Dinge
als Angebot dazu zu legen.
Weil ich etwas zu sagen habe.
Weil ich weiß, wovon ich spreche.
Weil ich dafür ausgebildet wurde.

Ich muss nicht in der Eucharistie predigen, aber ich würde gerne.
Weil sie als Zentrum unseres Glaubens alle hineinnehmen sollte.
Weil wir alle am Tisch Jesu eingeladen sind.
Seit ich im Dienst bin, gesendet wurde, um den Glauben zu verkündigen,
begleitet mich dieses Thema. 
Mal wurde es mir zugestanden, 
oft verwehrt.
Immer abhängig vom vorstehenden Priester.
Natürlich könnte ich mich auf alle anderen Felder der Verkündigung zurückziehen.
Natürlich sind diese ebenfalls wertvoll.
Nur einleuchten will es mir nicht, und abfinden will ich mich auch nicht.
Schon gar nicht für die, die nach mir kommen,
die ich begleiten und ausbilden darf.
Die mit ihrem je eigenen Charisma etwas zu sagen haben,
und diese Kirche bereichern könnten.
Und so bleibt für mich die erneute Bekräftigung,
dass wir nicht in der Eucharistiefeier predigen dürfen, eine weitere Enttäuschung.

Agnes Arnold, @allerlei.agnes, In: Pfarrbriefservice.de

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URHEBERNACHWEIS
Text: Agnes Arnold, @allerlei.agnes
In: Pfarrbriefservice.de

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