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Weihnachtsbaum aus Ästen

Eine Anleitung

Eine Weihnachtsbaum-Dekoration für die Wand, für Türen und Fenster, die garantiert nicht nadelt: Diese ist recht schnell aus Ästen gebastelt. Sie fallen beim Rückschnitt im Garten ohnehin an. Wenn man Äste unterschiedlicher Sträucher und Bäume verwendet, zum Beispiel Haselnuss, Birke, Pappel und anderes, entsteht eine farbliche Abwechslung. Alternativ kann man Schwemmholz verwenden, wie es oft an Flussufern und Hafengeländen zu finden ist.

Für den Bau des Weihnachtsbaumes benötigt man

– acht bis zehn Äste, möglichst gerade und in verschiedenen Stärken und Längen
– mehrere Meter reißfeste Kordel oder
– Angelschnur (30er oder 40er), die mindestens zehn, besser 15 Kilogramm Last tragen kann

Die Äste werden auf einer ebenen Unterlage der Länge und Stärke nach so ausgebreitet, dass sich eine typische Dreiecksform, die an den Weihnachtsbaum erinnert, ergibt. Eventuell kann man hier mit der Gartenschere noch kürzen. Nun werden die Äste in einem frei wählbaren Abstand voneinander an die Schnur gebunden, beginnend unten, vom längsten Ast her. Man bindet in gerader Linie, einige Zentimeter rechts von einer gedachten Mittellinie, von unten nach oben alle Äste zusammen, oben sollte dann noch zehn bis zwanzig Zentimeter Schnur übrig sein.

Mit einer neuen Schur wird der gleiche Arbeitsschritt links von der gedachten Mittellinie ausgeführt. Es ist darauf zu achten, dass beide Schnüre stets unter Spannung sind, damit nachher die einzelnen Äste möglichst gerade hängen. Nach Abschluss des Einfädelns und Verknotens der zweiten Schnur können beide Schnüre oben zusammengebunden werden. Hieran kann später der Weihnachtsbaum aufhängt werden – zum Beispiel an einem Bilderhaken. Hängt der Weihnachtsbaum, so ist noch ein leichtes Korrigieren bei schräg stehenden Ästen möglich. Nun ist die Dekoration mit dem üblichen Behang möglich – Glocken, Kugeln, Strohsterne und anderes. Auch eine Beleuchtung mit einer Christbaumkette ist denkbar. Aus den Resten vom Zuschneiden der Äste lassen sich noch weitere, kleine Weihnachtsbäume anfertigen. Eine Alternative bietet sich, wenn man eine Bohrmaschine zur Hand hat und einen dünnen Metallstab, wie etwa eine Fahrradspeiche. Man bohrt alle Äste in ihrer Mitte durch und steckt sie dann auf die Speiche, natürlich der Länge nach, so dass wiederum eine Weihnachtsbaumform entsteht. Die Speiche wird unten mit dem Bogen und dem Speichenkopf in einen Holzblock mit entsprechendem Loch gesteckt (eventuell kleben!). Oben als Abschluss kann man einen Holzstern aufsetzen, wie er etwa aus Birkenrinde käuflich ist, oder einen Strohstern aufkleben zuvor wird die Speiche gegebenenfalls abgelängt.

Weihnachtsbaumschmuck aus Naturmaterial

Vielfältige Materialien aus der Natur eignen sich ebenso als möglicher Behang. Beispiele dafür sind Walnüsse, Kiefern und Fichtenzapfen verschiedener Größen, die kugeligen Früchte der Platanen, eine Kette mit den silbrigen Fruchtblättern der Mondviole (auch Judaspfennig genannt) oder die luftigen Fruchtbecher der Lampionblume. Je nach Geschmack können die Naturmaterialien auch farblich behandelt werden. Nüsse und Zapfen etwa kann man mit Gold oder Silberlack aus dem Floristikbedarf besprühen und dann auf die Weihnachtsbaum-Äste kleben oder mit Draht daran hängen. Eine konservierende Behandlung empfiehlt sich bei den Platanenfrüchten – sie müssen mit Haarspray oder einer Mischung aus Holzleim, Wasser und etwas Küchenspülmittel eingesprüht werden, sonst lösen sie sich im warmen Wohnzimmer in hunderte Einzelteile auf. Es gibt noch viel mehr Pflanzenteile, die sich als natürliche Dekoration an einem solchen Weihnachtsbaum eignen. Einfach die Augen aufhalten beim winterlichen Spaziergang durch den Park – die Natur ist abwechslungs-, farben- und formenreich.

Hubert Mathes, Quelle: der pilger, www.der-pilger.de, In: Pfarrbriefservice.de

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Eine Bastelanleitung für die Vorweihnachtszeit

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Text: Hubert Mathes, Quelle: der pilger, www.der-pilger.de
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