Gottesdienstliche Feiern im neuen Gotteslob

Lucia Szymanowski
14.05.2013 - 00:00

Nach dem Gebets- und dem Gesangsteil folgt als dritter und letzter Abschnitt des neuen Gotteslob „Gottesdienstliche Feiern“. Er enthält Texte und Gesänge für die Feiern der Sakramente und Sakramentalien, sowie für die Tagzeitenliturgie, die Wort-Gottes-Feier und Andachten. Wie schon im Gebetsteil finden sich auch hier nicht nur die Texte, die für die Liturgie gebraucht werden, sondern zusätzlich Erläuterungen über die Bedeutung der Sakramente und die Aufgaben aller Beteiligten. Detailliert und übersichtlich werden die einzelnen Elemente der Feiern kurz erklärt.

Neu ist bei den Sakramentalien neben der Urnenbestattung die Feier der Beauftragung zu einem Dienst in der Kirche. Mit ihr sollen ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter in ihren Dienst eingeführt und der Gemeinde vorgestellt werden. So können zum Beispiel Lektoren, Gottesdienstbeauftragte, Ministranten oder auch die Begleiter von Erstkommunion- und Firmkursen unter Gottes besonderen Schutz gestellt werden. Die feierliche Beauftragung zeigt die Dienste als Berufung der Gläubigen und trägt der Realität Rechnung, dass das Ehrenamt in der Kirche immer wichtiger wird.

Und noch eine Erfahrung hat Eingang in das neue Gotteslob gefunden: die Gläubigen schätzen die neuen Formen des Stundengebets. So finden sich neben den klassischen Formen Laudes, Vesper und Komplet das Morgen- und Abendlob sowie das Nachtgebet. Sie sind etwas kürzer als das traditionelle Stundengebet und enthalten „moderne“ Antiphonen und Gesänge, wie beispielweise den Taizé-Gesang „Confitemini Domino“. Für die besonderen Zeiten und Anlässe des Kirchenjahres gibt es neben der Grundform zusätzliche Texte und Gesänge.

Als weitere praktische Hilfe enthält das neue Buch einen erläuterten Aufbau der Wort-Gottes-Feier. Für die Andachten gibt es ein flexibles System aus Andachtsabschnitten zu 32 Themen sowie Vorschläge, wie man diese zu Feiern bestimmter Glaubensinhalte kombinieren kann. Der Vorteil dieser Variante ist, dass so mehr Anlässe und auch unterschiedlich lange Andachten möglich sind. Dies entspricht den Wünschen aus der Umfrage in den Gemeinden. Die Andachtsabschnitte beginnen meist mit einem eröffnenden Gedanken und einem kurzen Schriftwort, dann folgen Wechselgebet, ein Gebet, das das Motiv der Andacht zusammenfasst, und Vorschläge für passende Lieder. Fest bleiben Eröffnung und Schluss, für die je eine Variante mit Aussetzung des Allerheiligsten und eucharistischem Segen vorgesehen ist sowie eine andere mit Lob und Gebet. Vollständig abgedruckt ist weiterhin die Kreuzwegandacht.

Mit seiner Kontinuität und seinen Neuerungen ist das neue Gotteslob unmittelbar an der Praxis des Glaubens, wie er heute gelebt wird. Wir können uns also auf den Advent freuen, wenn wir das Buch endlich in den Händen halten und verwenden können.

Lucia Szymanowski, Deutsches Liturgisches Institut Trier

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Text: Lucia Szymanowski
In: Pfarrbriefservice.de