Direkt zum Inhalt

So gelingt es gute Entscheidungen zu treffen

10 Tipps von Diplompsychologe und Theologe Stanislaus Klemm

  1. Stell dir vor, du hättest deine wichtige Entscheidung bereits getroffen. Was wäre dann? Was wäre anders in deinem Leben? Woran würdest du das merken? Wie würdest du dich fühlen? Wie sähe zum Beispiel bei einer Jobsuche, eine gute Balance zwischen deinen beruflichen Verhältnissen und deinen privaten Beziehungen aus?
     
  2. Wenn es drei verschiedene Möglichkeiten gäbe, wie du dich entscheiden könntest, was wären das für Möglichkeiten? Wären das „echte“ Alternativen? Zum Beispiel den Job zu wechseln, im alten Job noch intensiver zu verhandeln oder im alten Job eine andere Stelle zu suchen?
     
  3. Überlaste dich beim Prozess deiner Entscheidung nicht mit allzu vielen lähmenden Informationen. Nicht ewig, frustrierend lange im Internet suchen. Mache dir Notizen. Bleibe dabei kurz und präzise.
     
  4. Bei den drei möglichen Entscheidungen lege besonderen Wert auf diejenige, die am wenigsten Zeit in Anspruch nimmt, die dir weitestgehende Flexibilität garantiert und die am wenigsten Kosten verursachen wird.
     
  5. Blicke dabei „nachspürend“ voraus. Angenommen, es würde sich um einen Job handeln. Würdest du sofort eine Erleichterung verspüren, wenn du ihn wechseln würdest? Oder wäre nach einer gewissen Zeit die Einarbeitung geschafft? Oder hättest du nach Jahren das Gefühl, einen echten Karriereschritt gemacht zu haben? 
     
  6. Versuche niemals eine Entscheidung aus einem akuten Ärger, einer momentanen Angst, aus Müdigkeit oder Unlustgefühl heraus zu fällen. Treffe Entscheidungen daher nicht am frustrierenden Montagabend, sondern eher am ruhigen Samstagmorgen.
     
  7. Bei deiner Entscheidung kannst, darfst und sollst du auf einen guten inneren Kompass zurückgreifen. Dieser Kompass ist dein ehrliches, momentanes „Bauchgefühl“. Was würde dir eventuell „Bauchschmerzen“ verursachen? Hast du bei bestimmten Vorstellungen einen „komischen Beigeschmack“? Stößt dir irgendetwas unangenehm auf? Nimm das und dich ernst!
     
  8. Lege für dich einen genauen Zeitpunkt fest, wann du dich final entscheiden möchtest.
     
  9. Befreie dich davon, anzunehmen, es gäbe für deine Entscheidung eine 100-prozentige Sicherheit. Die gibt es nicht! Zu einer Entscheidung gehört immer ein Risiko. Es gibt kein Leben ohne Risiko!
     
  10. Wenn du dich entschieden hast, übernehme die volle Verantwortung für deine Wahl. Steh zu ihr, ziehe sie konsequent durch. Ohne immer wieder in „späte“ Reue zu verfallen. Keine oder verschleppte Entscheidungen schaden dir mehr als „falsche“ Entscheidungen. In jeder deiner Entscheidungen formst du an deiner Zukunft. Wenn du dich nicht entscheidest, werden es mit Sicherheit andere für dich tun. Was nicht gut für dich wäre. Die schlechteste Entscheidung ist und bleibt immer, dich nicht zu entscheiden.
     

das Interview führte Ronja Goj mit Stanislaus Klemm (Dipl. Psych./Theol.), In: Pfarrbriefservice

Weitere Materialien
von

Stanislaus Klemm, Diplompsychologe und Theologe

Stanislaus Klemm, Jahrgang 1943, ist Diplompsychologe und Theologe. Er arbeitete in der Suchttherapie, in der ökumenischen Telefonseelsorge Saar sowie in der Lebensberatung des Bistums Trier in Neunkirchen. Er ist Autor verschiedener Bücher. 

Verknüpft mit:

Das Schwerpunktthema für November/Dezember 2026

Datei-Info:
  • Dateiformat: .rtf
  • Dateigröße: 0,06 MB

Vor dem Herunterladen:

Verpflichtender Urhebernachweis
Bitte nennen Sie Urheber und Quelle wie folgt:
URHEBERNACHWEIS
Text: das Interview führte Ronja Goj mit Stanislaus Klemm
In: Pfarrbriefservice.de

Anzeigen: