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SLOW TRAVEL

Reisen mit allen Sinnen

Für die meisten von uns gilt: Die schönste Zeit des Jahres ist die Urlaubszeit! Auf Reisen kann jeder seinen Wünschen und Interessen nachgehen, eine Weile dem Alltagstrott entfliehen, Abstand zu kleinen oder großen Sorgen gewinnen, im besten Falle Lösungen dazu finden. Die Reiseziele können dabei so unterschiedlich sein, wie die Menschen selbst.

Für den einen muss es unbedingt ans Meer gehen, Strand und Sonne satt. Andere lieben sportliche Aktivitäten in den Bergen. Viele wollen jedes Mal was ganz Neues entdecken und unbekannte Länder bereisen, wieder andere haben ihren Lieblingsort vor vielen Jahren gefunden und kehren sehnsüchtig immer wieder dorthin zurück.

Egal, welcher Reisetyp in uns verborgen liegt, wir können alle diese Zeit intensiver nutzen, indem wir uns bewusst zurückbesinnen, achtsame Pausen einlegen und zwischendurch regelmäßig innehalten. Statt höher, schneller, weiter – das Motto lautet: tiefer, langsamer, achtsamer! Wie das geht? Ganz einfach mit den fünf Sinnesübungen:

SEHEN – Mit den Augen erfassen wir unsere Umwelt sehr intensiv. Was wir sehen, ist oft der erste Sinneseindruck. Manche Bilder sind schnell wieder vergessen, aber manche bleiben uns ein Leben lang in Erinnerung. Stärken wir dieses Erinnerungsvermögen, indem wir uns Zeit nehmen, das Gesehene zu verarbeiten. An erlebnisreichen Tagen, können wir uns abends einen ruhigen Ort suchen und eine Weile nochmal alles Revue passieren lassen. An ohnehin ruhigeren Tagen, kann man sich zwischendurch ein Plätzchen suchen und den Blick auf der Landschaft oder der Stadtsilhouette verweilen lassen. Oder ein Tag am Meer, auf das Wasser gucken, den Wellen zuschauen – ist das langweilig? Niemals!

HÖREN – Im Gegensatz zu den Augen, können wir unsere Ohren kaum verschließen. Lärm quält uns oft im Großstadttrubel mit Baustellen und Verkehr. Aber was für eine Offenbarung erfahren wir beim seligen Lauschen. Vögelgezwitscher, rauschende Baumwipfel, der Ruf der Wildnis in großen Wäldern – die Natur beschenkt uns mit wohltuenden Geräuschen. Aber auch Stille wie im Kloster, lässt unser Gehör für eine Zeit ausruhen.

RIECHEN – Der herbe Duft von Lavendel, die schwere Süße in der Luft zur Mandelblüte, würzige Heilkräuter – mit tiefen Atemzügen wird unser Körper von neuer Energie durchströmt. Gönnen wir uns Atempausen!

SCHMECKEN – Geschmäcker sind verschieden, manch einer erliegt gerne süßen Verführungen, andere schlemmen am liebsten herzhaft. Aber auch hier gilt es wieder, in der Ruhe liegt die Kraft. Nicht umsonst sagen wir: Den Moment auskosten.

SPÜREN – Alles was wir über die Haut aufnehmen, erzeugt direkte Gefühle. Kuschelige Wegbegleiter wie Alpakas sind beliebt geworden für geruhsame Wanderungen. Ein genussvolles Bad in heißen Quellen entspannt müde Beine und schmerzende Rücken. Aber auch das Flair einer charmanten Stadt, der Bummel über Flohmärkte ist ein spürbares Erlebnis, das unsere Sinne belebt. Bleiben wir neugierig, indem wir am Markstand exotische Früchte probieren oder auf Schatzsuche gehen, am Strand Muscheln sammeln oder gar Fossilien und Edelmetalle.

Isabel Rößler, aus: „Slow Travel“ (Kunth Verlag), S. 7, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Isabel Rößler, aus: „Slow Travel“ (Kunth Verlag), S. 7
In: Pfarrbriefservice.de