Schwester Sonia Herrera Cabezas

Porträt der Adveniat Aktionspartnerin in Cetpro (Peru)

Jungen Menschen aus armen Familien ohne Schulabschluss und Zukunftschancen bietet sie einen Ausweg: Schwester Sonia Herrera Cabezas leitet die Berufsschule Cetpro, deren Absolventen eine gute Zukunft erwartet.

„Junge Frauen und Männer, die ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können, leben in Frieden“, sagt Schwester Sonia Herrera Cabezas. Für viele Jugendliche in der 80.000-Einwohner-Stadt Jaén im Norden Perus bleibt das nur ein Traum. Einen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist für sie kaum möglich, ohne Schulabschluss, Kontakte und finanzielle Unterstützung. „Genau da setzen wir an: Die Ausbildung dauert nicht lange und ist nicht teuer. So können sie schnell beginnen, ihr tägliches Brot zu verdienen.“

Seit 2015 leitet Schwester Sonia das Ausbildungszentrum Cetpro (Centro de Educación Técnico Productiva), das vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Vormittags und nachmittags findet dort praxisnaher Unterricht statt in Bäckerei, Konditorei, Maßschneiderei, Friseurhandwerk und Zweiradmechanik. Die Schüler lernen nicht nur handwerklich, sondern auch unternehmerisches Denken und Buchhaltung. Der Abschluss ist staatlich anerkannt. „In Jaén haben Jugendliche keine Zukunftschancen und werden nicht gefördert. Wir brauchen mehr Programme und Möglichkeiten“, sagt Schwester Sonia. Rund 30 kriminelle Jugendbanden gibt es in der Stadt. Prostitution, Menschen- und Drogenhandel florieren.

Neben der beruflichen Ausbildung ist Schwester Sonia die Vermittlung des Glaubens und der damit verbundenen Werte besonders wichtig. Einmal in der Woche spricht sie mit den Auszubildenden über ihren Glauben, Verantwortung, Respekt und Solidarität, gibt ihnen spirituelle Impulse, beantwortet Fragen, hört sich Sorgen an und probt mit ihnen den Umgang mit potenziellen Kunden. „Ich möchte ihnen Wertschätzung, Selbstbewusstsein, Solidarität und vor allem Selbstständigkeit mitgeben. Wenn sie ihren Lebensunterhalt verdienen können, kehrt bei ihnen Frieden ein.“

Text: Christina Weise, Fotos: Martin Steffen/Adveniat

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Adveniat-Weihnachtsaktion 2019: Friede! Mit Dir!

Viele Menschen in Lateinamerika und der Karibik träumen vom Frieden. Doch Mensch und Natur werden nach wie vor rücksichtslos ausgebeutet. Gründe für den Unfrieden sind die Schere zwischen Arm und Reich, die Diskriminierung von Minderheiten wie indigenen Völkern, Afroamerikanern, Frauen und Jugendlichen. Bildungsprojekte, die junge Menschen von Armut befreien, Friedensprojekte, die Konfliktparteien wieder an einen Tisch bringen, Menschenrechtsarbeit zugunsten indigener Völker und Landwirtschaft im Einklang mit Mensch und Natur – das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt zahlreiche Initiativen, die der Bevölkerung ein Leben in Frieden untereinander und mit der Umwelt ermöglichen. Grundvoraussetzung dafür sind weltweite Solidarität und verantwortliches Handeln im Alltag auch hierzulande. Im November und Dezember kommen Adveniat-Aktionspartner aus Peru, Venezuela, Kolumbien und Bolivien nach Deutschland, um von ihrer Friedensarbeit zu berichten. Die Eröffnung der bundesweiten Adveniat-Weihnachtsaktion findet am 1. Advent, dem 1. Dezember 2019, im Erzbistum Freiburg statt. Die Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Kirchen Deutschlands ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt. Spendenkonto bei der Bank im Bistum Essen, IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45.

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Text: Christina Weise / Adveniat
In: Pfarrbriefservice.de