missio startet Petition gegen sexuellen Online-Missbrauch an Kindern

Opferzahlen steigen rapide – Täter fühlen sich in Sicherheit

Einen verstärkten Kampf gegen sexuelle Online-Ausbeutung von Kindern fordert das katholische Hilfswerk missio in Aachen und erhält dabei Unterstützung von Expertinnen und Experten aus Afrika, Asien und Europa. missio startete dazu Ende Juni auf der (Online-)Konferenz „Eine Welt. Keine Sklaverei" die Petition „Schützt Kinder vor Online-Missbrauch".

„Die neueste Form der modernen Sklaverei ist Online-Missbrauch. Die Mehrheit der Opfer sind Kinder", kritisierte Schwester Mary John Mananzan aus Manila. „Das Problem ist so groß, dass verstärkt internationales Handeln gefordert ist. Alle sind dabei gefragt: Strafverfolgung, Politik und die Internet-Dienste-Anbieter", sagte missio-Präsident Dirk Bingener.

Aus diesem Grund fordert das katholische Hilfswerk in der Petition „Schützt Kinder vor Online-Missbrauch" ganz konkrete Änderungen: „Plattformen wie Facebook in die Pflicht nehmen, mehr Zeit für die Ermittlungen durch die Sicherung von Daten und mehr Ermittelnde, das sind die Forderungen unserer Petition. Beteiligen Sie sich daran, jede Stimme zählt!", betonte Bingener.

Die Petition kann ab sofort digital unterzeichnet werden auf www.missio-hilft.de/schutzengel-petition. Die Stimmen aller Unterzeichnerinnen und Unterzeichner werden im Juni 2022 der Bundesregierung übergeben.

Opferzahlen haben sich verdreifacht

missio unterstützt in den Philippinen Projektpartner im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung und Online-Missbrauch. Mit einem Aufklärungs- und Schutzprogramm in der Millionenstadt Cebu konnten über 6.000 Kinder und Eltern vor den Fängen der Internettäter bewahrt werden. In dem PREDA-Zentrum des missio-Projektpartners Pater Shay Cullen erhalten inzwischen Opfer von sexuellem Online-Missbrauch seelsorgerisch-therapeutische Hilfe. Das 13-jährige philippinische Mädchen Paloma konnte dank einer Polizeirazzia aus den Fängen der Zuhälter befreit werden und bei PREDA Zuflucht finden. Zuvor war sie online von mehreren tausend Männern sexuell missbraucht worden. Nach Angaben des FBI sind jeden Moment im Internet rund 750.000 pädosexuelle Täter auf der Jagd nach Kindern.

Die meisten von ihnen bleiben unentdeckt, obwohl sie vielfach gewöhnliche Internetkanäle verwenden. So kamen die Strafverfolgungsbehörden im April 2021 nur durch Zufall einem Deutschen auf die Spur. Er hatte vom Computer aus über Skype befohlen, wie ein fünfjähriges Mädchen in den Philippinen sexuell missbraucht werden sollte. Er wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die missio-Projektpartner in den Philippinen sind alarmiert, weil sich die Zahl der Opfer in vergangenen Jahren verdoppelt und verdreifacht hat.

missio-Aktion Schutzengel: „Eine Welt. Keine Sklaverei"

Der Kampf gegen sexuellen Online-Missbrauch gehört zu dem Themenspektrum der Aktion Schutzengel mit dem Titel „Eine Welt. Keine Sklaverei". Auf der gleichnamigen Internationalen (Online-) Konferenz berichteten Ende Juni 2021 zahlreiche Experten über Formen moderner Sklaverei in Ghana, Kongo, Indien und den Philippinen. Zu Wort kamen unter anderem der Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi und Schirmherr Bundesminister Gerd Müller.

Pressemitteilung missio, In: Pfarrbriefservice.de

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missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener ruft zur Teilnahme an der Petition gegen Online-Missbrauch auf

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Text: Pressemitteilung missio
In: Pfarrbriefservice.de