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Leere als Lehre

Wir sind voll, so voll sind wir,
und das Leben ist es auch.
Voller Eindruck und Nachdruck,
Vorsicht und Rückblick,
Pilates und Powerpoint.
Konsum und Kindeswohl.
Gaben werden Aufgaben, wer viel gibt,
von dem wird mehr zu erwarten sein,
und am meisten erwarten wird von uns selbst.
Je mehr du kannst und tust, umso größer
Sind Verwunderung und Enttäuschung,
wenn das Getane nicht genügt,
das kennt man von dir aber anders,
da geht doch noch was,
bis nichts mehr geht,
bis du zu Boden gehst.

Darum lösche deine Arbeitsspeicher,
schütte aus dein Herz, das überläuft,
rolle fort den Stein vor deiner Passion,
blocke die Blockaden in Hals und Herz,

radiere aus dem Kalender das Unnötige
und wag dich auf den fremden Weg,
durch den unbekannten Wald,
über den heiligen Hügel,
erquickt mit lebendigem Wasser
für deine Seele am See.

Wie am Morgen, im Frühling, im Sonnenlicht
sich alles erhebt, sich alle erheben,
strebt das Lebendige zum Lichte hin,
allem Guten entgegen, das von oben kommt,
um wachsen zu können,
um zu werden,
um zu sein.

Was leer ist,
wer leer ist,
lässt sich neu füllen.

Lass dich neu erfüllen

aus dem Buch „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Gedichte und Geschichten für ein ganzes Jahr“; Tobias Petzoldt, Stefanie Schardien, Andrea Schneider; edition chrismon; „Leere als Lehre“, Tobias Petzoldt, S. 93, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: aus dem Buch „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Gedichte und Geschichten für ein ganzes Jahr“; Tobias Petzoldt, Stefanie Schardien, Andrea Schneider; edition chrismon; „Leere als Lehre“, Tobias Petzoldt, S. 93
In: Pfarrbriefservice.de