Zehn praktische Tipps

Elisabeth Eder/Astrid Uhr
10.05.2011 - 00:00

Tipp 1: Bei Bedarf nutzen statt besitzen

Wie oft haben Sie Ihre Bohrmaschine im vergangenen Jahr verwendet? Durchschnittlich wird eine Bohrmaschine während ihrer ganzen Lebensdauer nur etwa zehn Minuten lang genutzt. Wenn wir also Produkte wie Bohrmaschinen, Autos oder DVDs gemeinsam nutzen, dann sparen wir nicht nur Geld, sondern schonen auch unsere Umwelt, indem weniger Energie für die Herstellung benötigt wird. Es gibt heute fast nichts, was man sich nicht ausleihen könnte. Zum Beispiel Bücher und Spiele für Kinder leihen, Geschirr, Technikgeräte, Möbel, Autos, Büroausstattungen. So sparen Sie Platz, Geld und haben noch dazu immer das neueste Modell.

Spiritueller Bezug:

Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. (Lk 12,15)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

Tipp 2: Alte Mobiltelefone recyceln

Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Handys haben oft nur eine kurze Lebensdauer. Handyanbieter ermöglichen per Vertrag alle zwei Jahre das neueste Modell. Die alten verschwinden in Schubladen. Die wenigsten wissen, wie wertvoll das darin enthaltene Metall Coltan/Tantal ist, es wird zu 80 Prozent im Kongo abgebaut, oftmals mit Hilfe von Kindersoldaten. Durch Recyceln wird das seltene Metall wieder verwendet, und der Erlös pro Handy kommt z.B. der Jugend-Initiative der Jesuiten am Amazonas zugute. So schaffen wir uns gleichzeitig leere Schubladen und ein gutes Gewissen.

Internet: z.B. www.handy.jesuitenmission.de

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

Tipp 3: Wider den Wäsche-Wahn!

Wer Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen kauft, der spart Waschgänge – und hat mehr Freizeit. Denn diese Stoffe können durch Lüften öfters getragen werden. Dagegen verbraucht Polyester doppelt soviel Energie bei der Herstellung wie Baumwolle und riecht schneller. Für Kinder sind Flohmarktsachen ideal, da die Schadstoffe bereits ausgewaschen sind und Müll vermieden wird. Um scharfe Reinigungsmittel zu vermeiden, die das Grundwasser verschmutzen, ist es sinnvoll, nur Kleidung zu kaufen, die man auch selbst waschen kann.

Internet: z.B. www.saubere-kleidung.de

Spiritueller Bezug:

Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. (Mt 6,28f. )

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

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Tipp 4: Reisen, um andere Kulturen zu verstehen

Bei jeder Reiseplanung sollten wir darauf achten, wie seriös der Veranstalter ist. Werden kleine Familienhotels vor Ort bevorzugt, oder werden die Gewinne nur von internationalen Konzernen abgeschöpft? Lohnt sich die weite Anreise, oder kann ich mich in der Umgebung genauso gut erholen? Gerade Kinder freuen sich über kurze Anfahrten und gemäßigtes Klima.

Bei Reisen nach Asien oder die Dominikanische Republik auf das Siegel Ecpact achten, also nachfragen, ob sich der Reiseveranstalter gegen Sextourismus engagiert.

zum Ecpat-Siegel: www.ecpat.de/uploads/media/CCC-Brosch_D.pdf

Spiritueller Bezug:

Wenn das Handeln des Menschen auf Erden von der Liebe inspiriert und unterstützt wird, trägt es zum Aufbau jener universellen Stadt Gottes bei, auf die sich die Geschichte der Menschheitsfamilie zu bewegt. (Benedikt XVI., Caritas in Veritate, Nr. 7) Man muß daher an einen anderen Tourismus denken, der in der Lage ist, ein echtes gegenseitiges Kennenlernen zu fördern, ohne der Erholung und dem gesunden Vergnügen Raum wegzunehmen (Benedikt XVI., Caritas in Veritate, Nr. 61)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

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Tipp 5: Leih-Oma/Leih-Opa werden

Mal wieder das eigene Lieblingsmärchen vorlesen, auch wenn die Enkelkinder weit weg wohnen? Wenn wir Aktiv-Patenschaften für Kinder übernehmen, entdecken wir die Welt wieder neu mit Kinderaugen. Gleichzeitig unterstützen wir junge Eltern bei der Erziehung und geben unsere Lebenserfahrung weiter. So entlasten wir berufstätige Eltern, die zunehmend nicht freiwillig in dieser Situation sind. Für ältere Kinder kann man auch Ausbildungspate werden, also sich gleichzeitig für die berufliche Zukunft der Jugendlichen engagieren.

Internet: z.B. www.leihomas-leihopas.de, www.familien-wegweiser.de

Spiritueller Bezug:

Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mt 18,5)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

Tipp 6: Leere Druckerpatronen sammeln

Auch in leeren Drucker-Patronen stecken wertvolle Rohstoffe. Jede leere Kartusche sollte an ihren Hersteller zurückgesendet werden, um wieder verwendet zu werden. Den Produkten ist ein frankiertes Rücksendeetikett beigefügt. Was viele nicht wissen: In größeren Betrieben, Schulen, Kindergärten stehen oft auch Sammelboxen. Der Erlös daraus fließt einem guten Zweck zu. Sie können ja auch selbst Initiator werden. Damit bringen Sie das Thema Umweltschutz gleich ins Gespräch!

Internet: z.B. www.kolpingjugend-trier.de/index.php?id=15, www.sammel-mit.de

Spiritueller Bezug:

Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte. (Gen, 2,15)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

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Tipp 7: Tausche bügeln gegen babysitten

Wenn wir uns gegenseitig bei einfachen Diensten unterstützen, dienen wir dem Nächsten und bekommen selbst auch gleichzeitig unbezahlbare Hilfe zurück. Egal, ob Urlaubsdienste, Computer-Tipps oder Babysitten: Hier kann jeder seine Fähigkeiten einbringen und sich selbst und andere glücklich machen.

Internet: z.B. www.tauschring-muenchen.de

Spiritueller Bezug:

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. (1 Petr 4,10)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

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Tipp 8: Slow Food - Genießen statt verschlingen

Was gibt es Schöneres als gemeinsam zu kochen und zu essen. Am besten mit saisonalen Lebensmitteln aus der Region. So machen wir uns und unseren Kindern immer wieder den Jahresrhythmus bewusst und schätzen die Gaben der Schöpfung. Gerade das Selbstzubereiten von Speisen macht Spaß und spart Energie. Denn Halbfertigprodukte oder Fertigprodukte verbrauchen 20 Prozent der gesamten Energie in Deutschland.

Internet: z.B. www.slowfood.de

Spiritueller Bezug:

Das Auge des Geizigen hastet nach Speise, Unruhe herrscht an seinem Tisch. (Sir 14,10)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

Tipp 9: Erfahrungen weitergeben

Wie gründe ich eine Firma? Wie erledige ich meine Steuer? Wie kalkuliere ich meine Preise? Wie komme ich an Kontakte? Senioren verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz, der jungen Firmengründern zugute kommen kann. So kann hart erarbeitetes Wissen weitergegeben werden. Jung und Alt können so gemeinsam die Zukunft mitgestalten.

Internet: z.B. www.aktivsenioren.de

Spiritueller Bezug:

Wie gut steht Hochbetagten rechtes Urteil an und den Alten, Rat zu wissen. (Sir 25,4)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

Tipp 10: Regionalwährungen: vor Ort einkaufen – vor Ort Netzwerke erhalten

Global denken - lokal zahlen, so die Idee des Regionalgeldes. Regiogeld ergänzt den Euro um ein regionales Zahlungsmittel - meist in Form von Gutscheinen - und dient dem Gemeinwohl. Damit soll die Kaufkraft an die Regionen gebunden werden und es sollen regionale Produkte interessanter werden, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Mit einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro 2008 ist der Chiemgauer Deutschlands erfolgreichste Regionalwährung. Ein anderes Beispiel ist der Ampertaler. Den Euro komplett ersetzen kann der Regio aber nicht, er ist und bleibt eine regionale Ergänzung zum globalen Euro.

Internet: z.B. www.chiemgauer.info

Spiritueller Bezug:

Dies kann geschehen durch Investitionen [...], die geeignet sind, die menschlichen, natürlichen und sozioökonomischen Ressourcen, die auf lokaler Ebene am zugänglichsten sind, bestmöglich zu nutzen, so dass die Nachhaltigkeit dieser Investitionen auch langfristig gewährleistet ist. (Benedikt XVI., Caritas in Veritate, Nr. 27) Die christliche Soziallehre muß künftig mehr als bisher das Bewusstsein von der Vernetzung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Problematik wecken. (Kirchen in Deutschland, Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit, Nr. 125)

Elisabeth Eder/Astrid Uhr

Sachausschuss Gerechtigkeit-Entwicklung-Frieden des Diözesanrates der Katholiken des Erzbistums München und Freising, www.erzbistum-muenchen.de/lebensstile

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Text: Elisabeth Eder/Astrid Uhr
In: Pfarrbriefservice.de