Kontemplation
Eine Einschätzung von Diplom Psychologe und Theologe Stanislaus Klemm
So wie ein Bogen seine Spannkraft verlieren würde, wenn er immer nur gespannt wäre, so müssen sich auch die Menschen immer wieder entspannen und erholen, ruhen, in die Stille gehen, innehalten. Wenn sie das nicht tun würden, hätten sie bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was notwendig ist. Nur so können sie ihre Ziele auch erreichen und das tun, was wichtig ist. „Kontemplation“ ist ein langes, langsames, intensives, tiefgründiges, ernstes und beschauliches Nachdenken über das, was Menschen tun und tun müssen; es ist ein notwendiges Gegengewicht zu jeglicher „Aktion“, ein Gegensatz zur „praktischen“ Lebensweise, die nur auf äußere Aktivität im „tätigen“ Leben ausgerichtet ist. Jede dieser kontemplativen Haltungen wird von Ruhe, Stille und sanfter Aufmerksamkeit bestimmt. Wenn schweigendes Nachdenken die Ruhe fördert, dann fördert die Ruhe etwas, das sich Stille nennt. Die Stille ist hörbar, aber sie ist sehr leise. Nur in der Stille hören sich die Menschen selbst, hören sich zu. Stille ist weit mehr als Schweigen und Ruhe, Stille ist wie ein Raum, in dem die Menschen in Kontakt treten können mit der Welt des Unterbewussten, mit der Welt des Unsagbaren, Übernatürlichen, Grenzenlosen, mit der Welt des Göttlichen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Menschen, die Kontemplation praktizieren, Eigenschaften zugeschrieben werden wie: Liebe, Friede, Sanftmut, Treue, Güte, Selbstbeherrschung, Geduld und Freundlichkeit. „Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein!“ Jes 30, 15
Dipl. Psych./Theol. Stanislaus Klemm, In: Pfarrbriefservice.de
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