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JEEPNEY-SPIRITUALITÄT

Nach dem Zweiten Weltkrieg verwandelten philippinische Handwerker zurückgelassene US-Militärfahrzeuge in farbenfrohe Sammeltaxi-Jeepneys. Was den Besatzern diente, wurde zum Gefährt der Besetzten. Was Fremde brachten, um ein Land auszubeuten, trägt nun die vormals Ausgebeuteten. Aus Militärgrün wurde ein Fest der Farben – rollende Kunstwerke, leuchtend wie Hoffnung.

Die Sitze drehten die Mechaniker so, dass die Insassen einander ansehen und zugleich hinaus auf die Schöpfung blicken. Das Jeepney ist bunter Widerstand: gegen Imperien und „Ich-zuerst“, gegen die Parole, Fortschritt heiße „immer mehr“. Es ist gelebte Ökotheologie: Verwandeln statt Verschwenden. Teilen statt Besitzen. Gemeinsam statt einsam. Der Gott, der nichts verloren gibt, wandelt Instrumente der Unterdrückung in Zeichen des Lebens: „Schaut her, ich schaffe etwas Neues! Es beginnt schon zu sprießen – merkt ihr es denn nicht?“ Jesaja 43,19a

Claudia Latzel-Binder (Redaktion) und Dennis Solon, philippinischer Theologe, internationale Gastprofessur an der Universität Bielefeld, aus „Schöpfungszeit 2026“, Eine Erde. Das ökumenische Netzwerk, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Claudia Latzel-Binder (Redaktion) und Dennis Solon, philippinischer Theologe, internationale Gastprofessur an der Universität Bielefeld, aus „Schöpfungszeit 2026“, Eine Erde. Das ökumenische Netzwerk
In: Pfarrbriefservice.de

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