Impulstexte für die Sonntagsevangelien im Mai 2026
Sonntag, 03. Mai
Bauen lernen
Als Kinder haben wir leidenschaftlich gebaut:
Häuser, Türme, hoch hinaus!
Gewagte Konstruktionen,
die oft genug in sich zusammenkrachten,
nicht belastbar waren, nicht standhielten.
Dabei konnten wir viel lernen
über das Fundament, den Eckstein –
ganz ohne Predigt.
Welche lebendigen Steine,
welche kostbaren Ecksteine
übersehen wir heute?
Wen schließen wir kategorisch aus?
Wen ignorieren, übergehen wir –
weil es immer so war?
Wer war, wer ist noch immer
„von den Menschen verworfen,
aber von Gott auserwählt“?
Dorothee Sandherr-Klemp (zu 1 Petr 2,4-9)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 05/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
Sonntag, 10. Mai
Bleibende Liebe
Die Liebe ist es, die alles bewegt:
zum Guten, zum Frieden,
zur Gerechtigkeit.
Den Menschen, die lieben,
ist ein Beistand geschenkt:
der „Geist der Wahrheit“.
Wie sehr brauchen wir die Geistkraft,
den Geist der Unterscheidung –
weil die Welt „ihn nicht sieht und nicht kennt“.
Wie aber Gottes Geist erkennen,
wie ihn unterscheiden vom Geist derer,
die das „Christliche“ für ihre Zwecke kapern?
Gottes Gebote sind einfach,
sie dienen der Liebe,
nicht dem Hass.
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Joh 14,15-21)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 05/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
Sonntag, 17. Mai
Einmütig
Was können wir heute lernen
aus der Einmütigkeit
der Menschen um Jesus?
Gemeinsam hofft der Kreis
aus Jüngern und Jüngerinnen
auf den ihnen verheißenen Geist.
Auch nachdem der Auferstandene sie verlassen hat,
sind sie zusammen, nicht getrennt,
im Glauben, Hoffen, Lieben.
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Apg 1,12-14)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 05/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
Sonntag, 24. Mai
Bewegung, Umkehr, Wendepunkt
Vieles spricht derzeit dagegen,
dass eine gute Zukunft naht.
Auch wir spüren, ja, wir „wissen,
dass die gesamte Schöpfung
bis zum heutigen Tag seufzt
und in Geburtswehen liegt“.
„Auch wir seufzen in unserem Herzen“:
Wo ist Gott? Wo bleibt die Erlösung?
Wann bricht das Heil machtvoll an? –
Gott ist ein Gott, der aus Sklaverei
und Gefangenschaft herausführt,
Freiheit und Leben schenken will.
Wo Menschen sich als Kinder Gottes
vom Schöpfergeist bewegen lassen,
da gibt es Hoffnung für Mensch wie Natur
– wenn auch durch große „Wehen“,
durch Chaos und Katastrophe hindurch.
„Katastrophé“ bedeutet im Griechischen
„Umkehr, Wendepunkt“!
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Röm 8,18-25)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 05/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
Sonntag, 31. Mai
In unserer Mitte
Wer ist der Gott, an den wir glauben?
Wer ist der, dem wir trauen?
Auf den wir vertrauen?
Das Wesen Gottes besteht darin,
sich in allem Wandel treu zu sein.
Mose erfährt es.
Er erfährt es,
als er Gott im Dornbusch begegnet,
der brennt, aber nicht verbrennt.
Jede neue Begegnung mit Gott
vertieft und erweitert diese Erfahrung mit Gott.
Jeder neue Vorübergang Gottes ist bewegend.
Nun erfährt Mose, dass sein Gott freigiebig schenkt:
Erbarmen und Zuwendung, Huld und Treue.
So kann er bitten: Bleibe bei uns „in unserer Mitte“!
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Ex 34,4b.5-6.8-9)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 05/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
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