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Klimastreik

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Inhalte zum Thema „Schöpfung bewahren“ auf Pfarrbriefservice.de

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Statement von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim Pressegespräch zum neuen Gotteslob

Pressemitteilung Deutsche Bischofskonferenz
22.02.2013 - 00:00

I. Ausgangssituation und Auftrag

Seit dem Erscheinen des derzeitigen Gotteslob im Jahr 1975 sind 38 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat es in Kirche und Gesellschaft große Veränderungen gegeben. Ich nenne nur die Stichworte „Globalisierung“, „Individualisierung“, „Alterung der Gesellschaft“. Diese Entwicklung bringt auch Themen hervor, die früher nicht in gleicher Weise eine Rolle gespielt haben, zum Beispiel „Schöpfung und Ökologie“, der „Schutz des Lebens“ von seinem Beginn bis zu seinem Ende, der Umgang mit Tod und Trauer. Diese Themen haben sowohl im Glaubensleben Einzelner als auch in Gemeinschaften und Pfarrgemeinden insofern eine große Bedeutung gewonnen, als sie im Gebet und im Gesang vor Gott getragen werden. Deshalb war es uns wichtig, auch in diesen Bereichen entsprechende Materialien vorzubereiten.

In unseren Bistümern ist derzeit ein Strukturwandel der pastoralen Räume im Gange, der nicht zuletzt durch einen spürbaren Priestermangel verursacht ist. Gott sei Dank sind immer mehr Ehrenamtliche bereit, sich auch auf dem Gebiet von Liturgie und Gottesdienst zu engagieren. Gerade sie benötigen entsprechende Hilfen für die Gestaltung von gottesdienstlichen Feiern.

Das alles hat sowohl die Deutsche wie die Österreichische Bischofskonferenz sowie den Bischof von Bozen-Brixen im Jahr 2001 bewogen, die Erarbeitung eines neuen Gebet- und Gesangbuchs in Auftrag zu geben.

Die Unterkommission und ihre Arbeitsgruppen

Zu diesem Zweck wurde 2002 die „Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“ der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz errichtet. Ihr gehören unter meinem Vorsitz Vertreter der herausgebenden Bischöfe sowie Berater aus den Bereichen Liturgie, Kirchenmusik, Exegese, Spiritualität und Pastoral an. Die konstituierende Sitzung der Unterkommission fand am 6. April 2002 statt. Als eine der ersten Maßnahmen beschloss die Unterkommission, im Jahr 2003 eine Akzeptanzerhebung zum derzeitigen Gotteslob durchzuführen, um ein genaueres Bild über die Rezeption von Inhalten und die Wünsche der Pfarrgemeinden zu erhalten. Die Auswertungen der knapp 2.000 Rückläufe bildeten eine der wesentlichen Grundlagen zur Erstellung des neuen Buches.

Auf dieser Basis konnten im Mai 2004 zehn Arbeitsgruppen gebildet werden, die in den Bereichen „Musik“, „Texte“ und „Gottesdienstliche Feiern“ mit den entsprechenden Fachleuten – Experten und Praktiker – besetzt wurden. Sie nahmen zügig ihre Arbeit auf und konnten die Ergebnisse in einer Probepublikation in 186 Pfarrgemeinden überprüfen lassen. Die Erprobungsphase erstreckte sich von Advent 2007 bis Pfingsten 2008. Der Gesamteindruck war überaus positiv und bestätigte, dass den in der Akzeptanzerhebung geäußerten Wünschen und Vorstellungen Rechnung getragen worden war. Kritische Äußerungen zu einzelnen Themen wurden genauso aufgenommen und umgesetzt.

Approbation / Recognitio /Druckfreigabe

Nachdem die Inhalte im Jahr 2010 fertiggestellt werden konnten, wurden sie nach verschiedenen Modiphasen 2011 / 2012 den herausgebenden Bischöfen zur Approbation (Genehmigung) vorgelegt. Den römischen Vorgaben entsprechend, die im Zuge der Umsetzung der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils getroffen worden waren, mussten - unabhängig von der Erstellung eines Gebet- und Gesangbuches - Texte der in der Liturgie verwendeten Gesänge der Gottesdienstkongregation vorgelegt werden. Nach Erteilung der Recognitio haben die Bischöfe im November 2012 die Druckfreigabe erteilt. Der Druck konnte im Januar 2013 beginnen.

II. Umsetzung

Im Blick auf die bereits oben geschilderte gesellschaftliche und pastorale Situation will das neue Gotteslob reagieren und für die Zukunft Impulse für das Glaubensleben der Einzelnen und die Feiern in Gemeinschaft geben. Das betrifft sowohl den musikalischen Bereich als auch Fragen der persönlichen Glaubensvertiefung und die Gestaltung gottesdienstlicher Feiern in unterschiedlichen Formen. Zunächst galt es sowohl der Einheit des deutschen Sprachgebietes wie auch den unterschiedlichen Traditionen der einzelnen Bistümer zwischen Hamburg und Bozen-Brixen, Wien und Aachen Rechnung zu tragen. Darum besteht das neue Gotteslob wiederum aus einem gemeinsamen Stammteil und diözesanen Eigenteilen, bei deren Erstellung es zu Kooperationen einzelner Bistümer gekommen ist. Eine Neuerung stellt das Schlagwortverzeichnis „Was bedeutet?“ dar, das Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Themen leicht auffinden lässt.

Der inhaltliche Aufbau des gemeinsamen Stammteils orientiert sich am bisherigen Gotteslob und gliedert sich in die großen Kapitel:

I. Geistliche Impulse für das tägliche Leben

II. Psalmen, Gesänge und Litaneien

III. Gottesdienstliche Feiern

Im Folgenden möchte ich Ihnen einige neue Inhalte vorstellen:

„Geistliche Impulse für das tägliche Leben“

Das neue Buch beginnt mit einer Seligpreisung: „Selig sind die, die das Wort Gottes hören und es befolgen“. Dementsprechend bildet der „Umgang mit der Heiligen Schrift“ den 1. Abschnitt des Buches. Er eröffnet verschiedene Zugänge zu biblischen Texten und gibt eine Anleitung zum „Bibelteilen“ (GL-Nr. 1)

Auf Gottes Wort antworten Menschen im Gebet. Das neue Gotteslob bietet dazu vielfältige Texte sowohl der Tradition als auch der Gegenwart in einer neuen, ästhetisch ansprechenden Darstellung (GL-Nr. 2- 22). Ein Ergebnis der Akzeptanzerhebung von 2003 war der Wunsch nach Vorlagen für Feiern in der Familie und kleineren Gemeinschaften (Gebetskreise, Altenheime …). Diesem Anliegen entspricht das Gotteslob durch entsprechende Anregungen für den Advent und den Heiligen Abend, für Dank- und Segensfeiern. Besonders erwähnen möchte ich das „Hausgebet für Verstorbene“ (GL-Nr. 28), mit dem Angehörige von Verstorbenen Abschied nehmen und ihrer immer wieder im Kreis der Familie gedenken können. Im Abschnitt „Den Glauben leben“ sind grundlegende Texte des Glaubens wie etwa das „Hauptgebot der Liebe“, die „Werke der Barmherzigkeit“ und die „Gaben des Heiligen Geistes“ zusammengestellt und erklärt (GL-Nr. 29).

„Psalmen , Gesänge und Litaneien“

Das 2. Kapitel enthält unter den Nr. 30 – 569 Psalmen, Lieder und Gesänge, Kehrverse und Litaneien. Dabei finden im Gegensatz zum jetzigen Gotteslob Inhalte aller Epochen und Stile, von der Gregorianik bis zum Neuen Geistlichen Lied Berücksichtigung. Wesentliche Kriterien der Auswahl waren die Qualität von Text und Musik, die Übereinstimmung mit dem Glauben der Kirche und die Akzeptanz durch die Gemeinden. Dabei wurde darauf geachtet, dass die „eingesungenen“, zum festen Bestandteil des persönlichen Glaubenslebens gehörenden Gesänge erhalten bleiben. Dazu gehören auch Übertragungen geistlicher Texte aus der Feder von Huub Oosterhuis, die in den vergangenen 38 Jahren im aktuellen Gotteslob vielen Menschen ans Herz gewachsen sind.

Ebenso wurde darauf geachtet, dass das ökumenische Liedgut nicht nur im bisherigen Umfang erhalten bleibt. Vielmehr wurden alle Lieder des neuen Gotteslob mit der „Arbeitsgemeinschaft ökumenisches Liedgut im deutschen Sprachgebiet“ (AÖL) mit dem Ergebnis beraten, dass nun etwa die Hälfte dieser Gesänge dem interkonfessionellen Konsens entspricht und somit im neuen Gebet- und Gesangbuch ein „ö“ tragen darf. [...]

Statement von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim Pressegespräch zum neuen GOTTESLOB „Der Stammteil des neuen Gebet- und Gesangbuchs GOTTESLOB“ in der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 20. Februar 2013 in Trier

Hinweis: Den vollen Wortlaut des Statements können Sie weiter unten als pdf-Datei herunterladen.

 

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Text: Pressemitteilung Deutsche Bischofskonferenz
In: Pfarrbriefservice.de