Impulse für die Fastenzeit
Zusammenstellung
Wohlfühlen
Stecken Sie sich am Morgen drei kleine Erbsen, Kaffeebohnen oder kleine Papierkügelchen in Ihre Hosentasche. Wenn Sie während des Tages spüren, dass Ihnen etwas guttut, etwas gelingt oder dass Sie stolz auf sich sind, nehmen Sie ein Kügelchen und legen es in die andere Seite Ihrer Hosentasche. Am Abend nehmen Sie die Kügelchen noch einmal in die Hand. Erinnern sich daran, was Sie dazu gebracht hat, sich gut zu fühlen, und schreiben Sie es auf.
Freiheit spüren
Heute schon „Nein“ gesagt? Versuchen Sie sich darin. Die Fastenzeit ist eine Gelegenheit, sich von Abhängigkeiten zu befreien, die den Alltag bestimmen, sei es der Genuss von Schokolade oder Alkohol, der Konsum von Serien, der permanente, zwanghafte Blick auf das Smartphone oder der Wunsch, es immer allen recht machen zu wollen. Wer sich seiner Abhängigkeiten bewusst wird, erkennt auch die Möglichkeit, anders zu handeln. Zu erfahren, dass ich auch „Nein“ sagen kann, steigert das Selbstbewusstsein und gibt Kraft für bewusste und freie Entscheidung.
Neues ausprobieren
Durchbrechen Sie Ihren gewohnten Alltag durch kleine Veränderungen. Gehen Sie nach der Arbeit nicht gleich nach Hause, sondern machen Sie zum Beispiel eine kurze Pause auf der Bank unter der großen Linde und verweilen dort ein paar Minuten. Nehmen Sie sich Zeit und besuchen eine Kirche, setzen sich für ein paar Minuten in die Bankreihe und lassen Sie die Stimmung auf sich wirken. Gehen Sie einfach mal alleine ins Kino, machen Sie Thai Chi im Stadtgarten. Versuchen Sie, etwas zu machen, was für Sie ungewöhnlich ist. So verlassen Sie den geraden Lebensweg, machen Schritte nach rechts und nach links und testen aus, wie es sich für Sie anfühlt, wenn Sie gewohnte Lebenspfade verlassen.
Stress fasten
Verzichten Sie einfach mal auf Stress. Es ist gar nicht so schwer, wie es scheinen mag. Als Erstes Prioritäten setzen und sich bewusst entscheiden, heute diese Aufgabe zu erledigen und eine andere auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Oder ein Wochenende nicht mit verschiedenen Terminen vollpacken, sondern ein terminfreies Wochenende einplanen, sich treiben lassen und auf die innere Stimme hören. Etwas machen, zu dem man kompromisslos Lust hat und Freude empfindet. Nicht jeder Stress kann und muss vermieden werden. Aber es gibt viele kleine Stellschrauben, an denen gedreht werden kann, um weniger Stress zu haben.
Beten? Beten!
Jeder wünscht sich eine Welt, in der es seinen Liebsten gut geht und in der sie zufrieden sind. Wie kann ich dazu beitragen? Ich kann beten für die Menschen, die mir am Herzen liegen. Wenn ich für jemanden bete, bin ich dieser Person nah, indem ich mich in sie hineinversetze und mir Gedanken über ihre Ängste, Sorgen, Sehnsüchte und Wünsche mache. In Gedanken vertraue ich mich Gott an, mit der Hoffnung, dass meine Segenswünsche diese Person erreichen. Das Gebet kann mich dabei auch aus der Hilflosigkeit befreien: Ich werde tätig, ich bete und stärke dadurch auch meine Hoffnung. Die Fastentage sind eine gute Zeit, um das Beten auszuprobieren.
Körper und Geist
Körper und Seele sind eine Einheit. Schätzen Sie Ihren Körper wert, sorgen Sie gut für ihn, indem Sie sich auch körperlich betätigen. Suchen Sie sich etwas, was Ihnen Spaß macht: Spazierengehen, Joggen, Tennisspielen, Schwimmen. Versuchen Sie zudem, regelmäßig über den Tag verteilt einfache Übungen einzubauen, um Verspannungen zu lösen, zum Beispiel indem Sie die Schultern langsam nach vorne und hinten kreisen oder den Rücken dehnen. Legen Sie sich dazu auf den Rücken, heben Sie das rechte Knie in Richtung Brust und senken es langsam nach links ab. Die linke Hand auf das rechte Knie legen und den rechten Arm nach außen strecken.
Danke sagen
Planen Sie in den Fastenwochen jeden Tag ein paar Minuten ein, um danke zu sagen. Nehmen Sie sich Zeit dafür, suchen Sie sich eine bestimmte Uhrzeit aus, machen Sie es vor dem Schlafengehen, lassen Sie sich von Ihrem Smartphone daran erinnern. Egal wie, machen Sie es zu Ihrem täglichen Ritual. Danke sagen ist ein einfacher und wunderbarer Weg, um den Fokus auf die Dinge zu richten, die gut sind, die oftmals als selbstverständlich erachtet werden. Sie werden feststellen, das Leben bietet viel, um Danke zu sagen.
Steffi Piening, Quelle: der pilger, www.der-pilger.de, In: Pfarrbriefservice.de
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Dateigröße: 0,05 MB
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Text: Steffi Piening, Quelle: der pilger, www.der-pilger.deIn: Pfarrbriefservice.de
