„Heute für morgen handeln“: Schöpfungsverantwortung im Bistum Augsburg

Textentwurf für Pfarrbriefe

Das Bistum Augsburg hat sich die Bewahrung der Schöpfung auf die Fahne geschrieben. Grundlage hierfür ist die Umwelt- und Sozialenzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. „Papst Franziskus lädt darin eindringlich zum Schutz der Umwelt sowie für ein stärkeres soziales und weltweites Miteinander ein. Das wollen wir auch bei uns in den Blick nehmen,“ sagt Karl-Georg Michel, Umweltbeauftragter im Bistum Augsburg. Damit vertritt er auch das Anliegen von Bischof Dr. Bertram Meier, der gleich in seinem ersten Hirtenwort im Oktober 2020 die Schöpfungsverantwortung thematisiert hat.

Neben Andrea Kaufmann-Fichtner ist Dr. Karl-Georg Michel einer der beiden Umweltbeauftragten des Bistums. Beide arbeiten eng mit dem diözesanen Klimaschutzmanager Max Markmiller zusammen. Er hat den Auftrag, dazu beizutragen, dass das Bistum bis 2030 treibhausgasneutral werden kann. Es geht ihm dabei aber nicht nur um die Erfassung von Treibhausgasemissionen, sondern auch insgesamt um eine schöpfungsfreundliche Entwicklung. „Ein wichtiges Leitmotiv ist mir dabei der ökologische Fußabdruck“, erklärt dazu Markmiller. „Ebenso wie jede und jeder Einzelne sollten auch die Diözese und die Pfarrgemeinden der Nachwelt so wenig ökologische Lasten wie möglich aufbürden.“

 

Was ist der „Ökologische Fußabdruck“?
Er ist unser Einfluss, den wir auf das Klima haben. Also der Abdruck, den unser Leben auf der Erde hinterlässt. Fast alles was wir tun, wirkt sich ein bisschen auf das Klima aus.

Gerade die jetzige Zeit nach der Corona-Pandemie, aber auch die Energiekrise könnten im Anliegen der Schöpfungsverantwortung zum Nachdenken und Innehalten anregen, ist Andrea Kaufmann-Fichtner überzeugt: „Wir sollten darin die große Chance sehen, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir unser Leben und unsere Wirtschaft noch schöpfungsfreundlicher hinbekommen“, betont sie. „Man darf ja nicht vergessen: Wir handeln heute für morgen!“

 

Ziele und Aufgaben der Umweltbeauftragten

Die Umweltbeauftragten im Bistum haben sich zum Ziel gesetzt, für ökologische und ethische Fragen zu sensibilisieren und sich aus Sicht des christlichen Glaubens für Schöpfung und Umwelt einzusetzen. Dabei beraten sie Pfarrgemeinden und kirchliche Einrichtungen in Bezug auf umweltschonendes Handeln. Das Themenfeld darin ist weit: Pfarreien können sich an die Umweltbeauftragten der Diözese wenden, wenn sie Unterstützung brauchen bei der Beschaffung von nachhaltigen Produkten in den Pfarreien - angefangen von Büromaterial bis hin zu Lebensmitteln (Stichworte: „fair gehandelt“, „bio“, „saisonal“ und „regional“) – oder beispielsweise auch bei der Organisation von „nachhaltigen“ Pfarrfesten. Auch wenn es um Fragen rund um das Anlegen einer Blühwiese geht, sind die Umweltbeauftragten die richtige Adresse.

Darüber hinaus bieten sie Haupt- und Ehrenamtlichen unter anderem Fortbildungen im Umweltmanagement an. Auch die Zusammenarbeit mit Jugend- und Erwachsenenverbänden, kirchlichen Dienststellen und Umweltinitiativen fördern sie. Dabei arbeiten sie vernetzt mit außerkirchlichen Stellen.

„Ein wichtiger Gedanke ist uns dabei zudem der private Lebensstil“, fasst Michel zusammen. Dabei liege der Fokus nicht nur im Hier und Jetzt, sondern es dränge sich die Frage auf: „Welche Art von Welt wollen wir nachfolgenden Generation überlassen?“

 

Praktische Tipps für Sie zu Hause/in der Pfarrei:

regional, biologisch, saisonal und ökologisch einkaufen - darauf achten, nach welchen Kriterien die Produkte hergestellt werden.

auf fair gehandelte Produkte achten, z.B. fair gehandelten Kaffee verwenden

„weniger ist mehr“ – was brauche ich wirklich?

auch in der Pfarrei auf die Belange der Schöpfung achten, beim Pfarrfest ebenso wie bei der Beschaffung von Büromaterialien.

Dankbarkeit für Gottes Schöpfung zeigen: Ein Ausdruck dafür kann das Tischgebet in der Familie sein.

Schöpfung und Geschöpfe als Werke Gottes schützen, den Mitmenschen und auch sich selbst gegenüber achtsam sein

Bei der Ökumenischen Schöpfungszeit im Herbst teilnehmen: www.schoepfungstag.info

 

Schöpfungspreis 2023

Alle zwei Jahre schreibt das Bistum Augsburg einen Schöpfungspreis aus, auch im Jahr 2023 wieder. Schirmherr ist Bischof Dr. Bertram Meier. Die Preisverleihung erfolgt im Januar 2024.

www.bistum-augsburg.de/schoepfungspreis

 

 

Kontakt Umweltbeauftragte
Andrea Kaufmann-Fichtner und Dr. Karl-Georg Michel
Tel. 0821 3166-2560 und -2561
www.bistum-augsburg.de/kirche-umwelt

 

Kontakt Klimaschutzmanager
Max H. Markmiller
Tel. 0821 3166-1512
https://bistum-augsburg.de/Generalvikariat/Stabsstelle-Klimaschutz/Aktuelles

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Text: Viktoria Zäch / pba
In: Pfarrbriefservice.de