Hat die Rede von Gott noch Zukunft?
Eine Antwort von Ursula Hahmann
Die Rede von Gott ist bestenfalls stumm, denn sie beginnt mit Zuhören. Das Reizvolle an ihr ist das gemeinsame Entdecken der Welt vor dem Hintergrund der eigenen Gotteshypothese, wohl wissend, dass es andere Hypothesen gibt und die eigene geprägt ist von Unsicherheit, Sehnsucht und Zweifel.
Und wissend, dass – wenn die eigene Gotteshypothese denn zutreffen mag – Gott vermutlich nicht nur an jenen wirkt, die sie teilen. Oder ab dem Zeitpunkt, ab dem man mit ihnen spricht. Von daher wird die künftige Rede von Gott eine behutsame und im besten Sinne neugierige sein. Eine dialogische, die geprägt ist von einem freundlichen Blick auf Menschen in ihren jeweiligen Kontexten. Eine, die Geschichten, Befindlichkeiten, Bedürfnisse, Themen und Erfahrungen der Menschen sehr ernst und liebevoll wahrnimmt. Und darin spricht.
aus: Sellmann, M./Steffen, M./Jochim, M./Rehmann, D. (Hg.): Hat die Rede von Gott noch Zukunft? 1 Frage – 111 Antworten. Echter Verlag. ISBN 9783429067403, 24,90 Euro
Biografie
Ursula Hahmann, Jahrgang 1970, hat BWL studiert und ist seit 2004 geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikationsagentur XIQIT GmbH, seit 2016 zudem Partnerin bei Hahmann & Dessoy, wo sie vor allem kirchliche Organisationen berät. Zudem engagiert sie sich in der Gemeindeleitung von Zeitfenster Aachen, für das Online-Magazin futur2 und ist Mitveranstalterin des Strategiekongresses.
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