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Pfarrbriefmagazin Titel für Störer

  

Was adventliche Sehnsucht in Zeiten von Fake-News und politischem Frust bedeuten kann

Monika Schraut
03.12.2018 - 13:00

Ich freu mich auf Advent und auf Weihnachten. Trotz aller Vorbereitungshektik verbinde ich damit so etwas wie innere Entspanntheit und Ruhe und wohltuende Gemeinschaft.

Ich träume von Menschen, mit denen ich zusammensitzen und plaudern kann, ohne dass spätestens nach einer Viertelstunde eine Verschwörungstheorie benannt wird, die unseren Staat angeblich untergräbt. Ich wünsche mir ein Gespräch, bei dem nicht nach zehn Minuten kommt: „Die da oben machen nur Sachen, die nachteilig für uns sind.“ Ich wünsche mir eine Diskussion, in der einmal keiner resigniert aufstöhnt: „DIE wissen ja sowie schon alles über uns, was soll ich mich da noch um meine Daten kümmern.“

Es ist in mir die Sehnsucht, dass der Frust über die im Argen liegenden Dinge nicht überhand nimmt. Oder umkippt in ein zynisches Kabarettprogramm nach dem Motto: „Ich mach mich drüber lustig, wie du dich sorgst.“ Oder in einem Jammergespräch endet, bei dem jeder Beteiligte noch eins draufsetzt, bis es Zeit ist zu gehen.

Ideenreich statt gelähmt, redefähig statt zynisch

Es ist die adventliche Sehnsucht, dass wir handlungsfähig bleiben statt frustriert, ideenreich statt gelähmt, redefähig statt zynisch, gemeinschaftsempfindend statt egoistisch. Adventlich ausgedrückt ist in mir die Sehnsucht, dass da noch was oder wer kommt, auf den wir warten oder auf das wir zugehen.

Wie kann das gelingen?

Wenn ich als Pädagogin ein Kind vor mir habe, das wirklich kapituliert hat, weil es im Unterricht sowieso keinen Fuß mehr auf den Boden zu glauben bekommt, dann fange ich am besten ganz von vorne an. Vorne, wie beim ABC. Aber das kann auch mal heißen, beim anderen Vorne, nämlich beim Z. Die Blickrichtung, die Haltung zu wechseln, ist eine probates Mittel, um auf neue Ideen zu kommen.

Also:
Z wie Zutrauen. Den anderen für fähig halten, das Leben zu meistern und ihm nicht gleich Lügen und Fake-News zu unterstellen. Das gilt für jeden, für X und Y. Und diese Schritte auch W wie wertzuschätzen, d.h. sehen, was schon geht, was schon da ist. Und darauf aufbauen. Und darauf V wie vertrauen. Vertrauen, dass es nicht notwendig ist, dass jeder alles kann, dass jeder selbst sehen muss, wie er allein durchkommt und seine Schäfchen ins Trockene bringt. Sondern zu vermitteln, dass es eine Möglichkeit gibt, den U wie Unsicherheiten zu begegnen.

Es ist wirklich ein erprobtes Mittel, in sozialen, d.h. in aufeinander angewiesenen Systemen „Sicherheit durch geteilte Unsicherheit“ zu schaffen. „Sicherheit durch geteilte Unsicherheit“ heißt: Gemeinschaftlich für wackelige Schritte Halt zu geben, bis wir gemeinsam wieder T wie Tritt fassen können, um ein gemeinsames zufriedenes Lebensgefühl zu bekommen.

Aufmerksam sein

Doch grau ist alle Theorie. Gelingen kann das nur, wenn wir das mutvoll, in kleinen Schritten umsetzen und auch vor dem Scheitern nicht kapitulieren. Konkret heißt das für unser Advents- und Weihnachtsgefühl: Heute oder auch die nächste Woche oder vielleicht sogar bis Weihnachten sind wir aufmerksam auf unser Gespräch. Machen mal einen Stopp, wenn wir schon wieder bei „die da oben“ oder „sowieso alles zu spät“ gelandet sind. Oder wenn wir uns beim abfälligen Witzeln über andere erwischen, die sich um etwas bemühen.

Und dann beginnen wir bei solchen Gesprächen von vorne, also beim Z wie Zutrauen. Vielleicht kommen wir dann gemeinsam bis zum W wie Weihnachten.

Monika Schraut, Singschullehrerin und Theologin, In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Monika Schraut
In: Pfarrbriefservice.de