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Geschenkter Mut: Wallonerkirche St. Augustini in Magdeburg

2010. Die Gemeinde zählt etwa 180 Mitglieder, hat kaum Geld. Dazu eine große Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert mit Langhaus, Chorraum und Sakristei.

Martin Luther hat nachweislich hier gepredigt. Die Kirche ist nicht zu heizen bei 21 Metern Deckenhöhe. Man feiert in der Sakristei – die pragmatische Lösung nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau.

Die größere Nachbargemeinde nutzt den Chorraum der Kirche, hat auch mehr Mittel. Von Fusion ist die Rede, aber die will keiner. Was auch am unterschiedlichen Bekenntnis liegt: Man ist evangelisch-reformiert. Zukunft? Fragezeichen.

Eine innere Kraft lässt die Menschen vertrauen, dass es einen Weg gibt. „Hat ja keiner gesagt, dass es leicht wird.“ Die Idee hat viele Eltern. Landeskirche und freundliche Unterstützer:innen helfen, sie aufwachsen zu lassen. Mut? „Haben wir geschenkt bekommen.“ Seit 2015 steht ein schickes Gemeindehaus in der Kirche. Wie eine Schachtel im Kleiderschrank. Leicht zu heizen, funktionale Räume, Küche, Rollstuhltoilette, sogar ein kleiner Aufzug für die Barrierefreiheit ist da. Die Gemeinde hält zusammen – das Geld, die Menschen, als Zuhause. Sie kann nun Gastgeberin für viele sein – und ist es.

2025 wurde ein zusätzliches großes Fenster in die Westfront eingebaut – Licht flutet in das Langhaus. Die Sanierung von Fassade und weiteren Fenstern läuft. Und das nächste Projekt? Ist schon unterwegs: „Ökumenische Höfe“ – weil hier fünf Gemeinden neben- und miteinander leben.

Frauke Laaser, aus „Schöpfungszeit 2026“, Eine Erde. Das ökumenische Netzwerk, In: Pfarrbriefservice.de 

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Text: Frauke Laaser, aus „Schöpfungszeit 2026“, Eine Erde. Das ökumenische Netzwerk
In: Pfarrbriefservice.de

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