Könnte, Hätte, Wollte, Machen!

Globaler Klimastreik am 20. September 2019

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten unter dem Motto #FridaysForFuture für echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise. Sie rufen uns zu:

„Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit. (...) Deshalb rufen wir alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik auf.“ Greta Thunberg und Aktivist*innen von #FridaysForFuture

Inhalte zum Thema „Schöpfung bewahren“ auf Pfarrbriefservice.de

Anlässlich des Klimastreiks haben wir für Sie auf einer Sonderseite alle Beiträge rund ums Thema „Schöpfung bewahren“ auf Pfarrbriefservice.de zusammengestellt. Darüber hinaus gibt es dort Tipps, was Pfarrbriefredaktionen konkret tun können in Sachen Klimaschutz.

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Vor 30 Jahren ist die Mauer zwischen West- und Ostdeutschland gefallen

Marc Witzenbacher, www.magnificat.de
02.09.2019 - 05:08

„Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich.“ Diese Worte des damaligen Politbürosprechers der DDR, Günter Schabowski, führten zum überraschenden Fall der Mauer am Abend des 9. November 1989. Nach der mehr zufällig sofort eingetretenen Reiseregelung stürmten Tausende DDR-Bürger an die Grenzübergänge, bis sich schließlich die Schlagbäume öffneten und die Mauer überwunden werden konnte. Auch wenn die Grenzöffnung die Menschen in Ost und West am Abend des 9. November 1989 überraschte, war sie eine logische Konsequenz der vorausgehenden Ereignisse. Tausende Bürger waren bereits aus der DDR geflohen, gelangten über die ungarische Grenze in den Westen, andere versammelten sich in den bundesdeutschen Botschaften in Prag und Warschau. Schließlich gab die DDR-Führung nach und ließ die Flüchtlinge in den Westen ausreisen. Rund 4000 Menschen waren es allein, als am 30. September Dietrich Genscher vom Balkon der bundesrepublikanischen Botschaft in Prag die nun mögliche Ausreise verkündete. Schon wenige Tage später waren in der Prager Botschaft erneut rund 7000 Menschen, die den Ausweg in die Bundesrepublik suchten.

Friedliche Revolution bahnte den Weg

Doch nicht alle waren bereit, ihr Land zu verlassen. Viele versuchten, die Zustände zu verbessern, und gingen dazu auf die Straßen – und in die Kirchen. Die Friedensgebete wurden zu Keimzellen der friedlichen Revolution. In Bürgerrechtsbewegungen wie dem Neuen Forum schlossen sich viele zusammen, forderten demokratische Reformen und Reisefreiheit. Jeden Montag versammelten sich die Menschen, um gemeinsam zu beten und anschließend mit anderen zu demonstrieren, zuerst in Leipzig, dann im ganzen Land. Bald waren es Hunderttausende, die bei den sogenannten Montagsdemonstrationen auf die Straße gingen und mit Worten „Keine Gewalt!“ und „Wir sind das Volk!“ Veränderungen forderten. In dieser Zeit erschienen die Veranstaltungen zum 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 fast schon als Abgesang auf ein abgewirtschaftetes System. Während die Politprominenz auf die Errungenschaften des Arbeiter- und Bauernstaates anstieß, skandierten draußen Tausende ihre Forderungen nach Freiheit und versammelten sich zu Schweigemärschen.

Auch Rücktritt Honeckers änderte nichts

Die SED versuchte, den Demonstranten den Wind aus den Segeln zu nehmen, und drängte Erich Honecker zum Rücktritt als Staatsratsvorsitzender. Sein Nachfolger Egon Krenz kündete schließlich eine „politische Wende“ an, doch traute niemand mehr den leeren Versprechungen. Zehntausende reisten über die wieder geöffnete Grenze zur Tschechoslowakei in den Westen aus. Und es gingen immer mehr auf die Straße. Am 4. November 1989 versammelte sich eine halbe Million Demonstranten am Berliner Alexanderplatz. Vier Tage später trat das SED-Politbüro geschlossen zurück.

Nach dem Mauerfall folgte die Einheit

Danach überschlugen sich die Ereignisse. Hans Modrow wurde neuer Ministerpräsident und ernannte eine neue Regierung, die umfassende Reformen ankündigte. Dennoch wurde die Forderung nach einer deutschen Einheit immer lauter. Auf den Montagsdemonstrationen hieß es nun „Wir sind ein Volk!“ und „Deutschland einig Vaterland“. Bundeskanzler Helmut Kohl legte schließlich ein Zehn-Punkte-Programm zur deutschen Wiedervereinigung vor, die am 3. Oktober 1990 besiegelt wurde.

Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum

Ohne die Kirchen und das vielfältige und beharrliche Engagement der christlichen Gemeinden in der ehemaligen DDR wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Und ohne das christliche Bestehen auf gewaltfreier Veränderung hätte die Geschichte womöglich einen anderen Verlauf genommen. Dieses Jubiläum ist daher auch für die Kirchen ein Grund zu feiern, sich dankbar gemeinsam zu erinnern und darüber nachzudenken, was auch schwierig war in der Geschichte der Friedlichen Revolution. Beispielsweise lädt die Evangelische Kirche Berlin und Schlesische Oberlausitz (EKBO) dazu ein, ins Gespräch zu kommen darüber, wie der Umbruch erlebt wurde. Die Kirche stellt Logos, gedruckte Produkte und Webseiten zur Verfügung, mit denen Gemeinden und kirchliche Institutionen eigene Veranstaltungen und Projekte durchführen und bewerben können. Insgesamt finden zahlreiche Veranstaltungen, insbesondere in Berlin, statt, die an den friedlichen Fall der Mauer und auch die besondere Rolle der Kirchen erinnern.

Marc Witzenbacher
aus: Magnificat. Das Stundenbuch, 11/2019, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Marc Witzenbacher, www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de