Engagement für die Schöpfung: der Fachbereich „Kirche und Umwelt“

Umweltbeauftragte gibt es in sehr vielen Betrieben, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen. Auch das Bistum Augsburg hat mit Andrea Kaufmann-Fichtner und Dr. Karl-Georg Michel zwei Umweltbeauftragte; gemeinsam bilden sie im Seelsorgeamt den Fachbereich „Kirche und Umwelt“. Für den Klimaschutz ist im Bistum Max Markmiller verantwortlich, er ist dabei direkt dem Generalvikar zugordnet.

Die Sorge um die Belange der Schöpfung reicht im Bistum bereits einige Jahrzehnte zurück. Schon in den 1980er Jahren gab es mit Prälat Paul Wohlfrom einen Umweltbeauftragten. Er war zugleich Landvolkseelsorger. Diese Verknüpfung ist auch heute noch wichtig: Die Schöpfungsverantwortung ist nichts Abgehobenes, sie geht uns alle an und sie hat auch eine tiefe spirituelle Dimension, bis hinein in die Seelsorge.

Denn gleich am Anfang der Bibel heißt es im Buch Genesis mehrmals, dass die Schöpfung, dass Pflanzen, Tiere und Menschen gut sind. Alles ist trotz der Verwundbarkeit und der Zerstörungen, die wir Menschen an der Schöpfung anrichten, in Gott auch wieder heilbar. Er hat mit seinen Geschöpfen sogar einen ewigen Bund geschlossen, lesen wir im Buch Genesis nur wenige Kapitel weiter in der Geschichte von Noah.

Als Umweltbeauftragte versuchen wir deshalb, zur Bewusstseinsbildung beizutragen und dabei auch diesen spirituell-theologischen Aspekt zu beachten. Wir beteiligen uns zum Beispiel beim Projekt „Wort Gottes Outdoor“. Dabei gibt es von der Abteilung Pastorale Grunddienste des Seelsorgeamts Sonntag für Sonntag Impulse mit Bezug zur Natur, die von den jeweiligen Schrifttexten inspiriert sind. Auch der inzwischen zum dritten Mal ausgeschriebene Schöpfungspreis will das Bewusstsein für die Umwelt fördern.

Eine wichtige Richtschnur ist den Umweltbeauftragten die Enzyklika „Laudato Si‘ von Papst Franziskus. Gemeinsam mit der Abteilung Weltkirche gibt es dazu auf der Bistumshomepage eine eigene Projektseite mit monatlich wechselnden Themen: www.bistum-augsburg.de/laudato-si

Auch das Hirtenwort von Bischof Dr. Bertram Meier: „Schöpfung bewahren – Umwelt schützen“ ist uns ein wichtiger Impulsgeber. Gleich sein erstes Hirtenwort hat Bischof Bertram im Oktober 2020 diesem für unsere Zeit so wichtigen und drängenden Thema gewidmet.

Ein weitreichender Schritt, um das Hirtenwort mit Leben zu füllen, ist das Klimaschutzkonzept. Erstellt wird es von Max Markmiller, vorliegen wird es im Frühjahr 2022. Es ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unser Bistum bis 2030 klimaneutral zu machen. So hat dies Bischof Bertram als Ziel vorgegeben. Wir können dabei auf das zurückgreifen, was bereits in den vergangenen Jahren angestoßen wurde: Die meisten Pfarreien beziehen bereits CO2-freien Strom aus heimischer Wasserkraft.

Wichtig für die Arbeit der Umweltbeauftragten sind auch verschiedene Fortbildungen im kirchlichen Umweltmanagement. Sie sind an alle gerichtet, die in ihren Pfarrgemeinden oder kirchlichen Verbänden und Einrichtungen zur Bewahrung der Schöpfung beitragen wollen.

Zunehmend an Bedeutung hat der Bereich der Biodiversität gewonnen, nicht zuletzt durch das Bienenvolksbegehren. Konkret geht es dabei etwa um das Anlegen und Gestalten von Blühwiesen. Aber das Thema ist sehr breit gefächert, es betrifft Friedhöfe ebenso wie Kirchtürme oder ganz allgemein die Verwendung kirchlicher Flächen. Bei diesen Fragen arbeiten die Umweltbeauftragten eng mit Fachleuten etwa in staatlichen Behörden und Umweltschutzverbänden, aber auch mit Imkern, Landwirten oder Gartenbauvereinen zusammen.

Ein weiteres großes Projekt, mit dem sich der Fachbereich derzeit befasst, ist der Bereich einer nachhaltigen Beschaffung, angefangen von Papier und Büroausstattung, über Fragen der Mobilität bis hin zur Verpflegung in kirchlichen Einrichtungen.

Um Interessierten aus dem Bistum Informationen an die Hand zu geben, bauen die Umweltbeauftragen gerade ihre Seiten auf der Bistumshomepage um. Schon jetzt gibt es dort viele Tipps und Hinweise, aber auch aktuelle Informationen:
www.bistum-augsburg.de/kirche-umwelt

 

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Umweltbeauftragter: Dr. Karl-Georg Michel

Leiter Stabsstelle Klimaschutz: Max Markmiller

Klimaschutzmangerin: Andrea Kaufmann-Fichtner

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Text: Karl-Georg Michel, Umweltbeauftrager im Bistum Augsburg
In: Pfarrbriefservice.de