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Eine Welt voller Leben

Totholz! Dürrer Zweig! Fauler Ast!
Wie leicht gleitet doch die Leichtzüngigkeit dahin,
die Dinge immer so zu sehen, wie wir sie sehen,
sehen können – sehen möchten.
Sind sie auch so?

Ich sehe keinen toten Ast.
Seh’ einen stolzen nur
in seiner Erinnerung: die Blüte und die Frucht.
Sein Leben ist nicht erloschen,
seine Existenz –
sie bricht nicht ab,
ist Aufbruch in das Neue,
ist kein Ende – nur die Wende,
ist Heimat und Nahrung,
Geschenk für tausend Tiere,
die uns’re Augen nur nicht sehen.

Unsere Welt ist voller Leben,
Bewegung und Austausch.
Unvorstellbar
sind die Chancen einer neuen Entwicklung.
Kein Ende.
Aber eine Wende.
Kein Abbruch.
Aber ein Aufbruch.

Stanislaus Klemm, In: Pfarrbriefservice.de

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Das Schwerpunktthema für September/Oktober 2026

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URHEBERNACHWEIS
Text: Stanislaus Klemm
In: Pfarrbriefservice.de

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