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Klimastreik

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„Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit. (...) Deshalb rufen wir alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik auf.“ Greta Thunberg und Aktivist*innen von #FridaysForFuture

Inhalte zum Thema „Schöpfung bewahren“ auf Pfarrbriefservice.de

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Das Evangelium nach Matthäus

Susanne Sandherr, www.magnificat.de
02.10.2019 - 05:59

Das Matthäus-Jahr eröffnet den Dreijahresrhythmus der kirchlichen Leseordnung. Das zwischen 80 und 90 n. Chr. verfasste Matthäus-Evangelium steht an der Spitze des Neuen Testaments; in der Alten Kirche wurde es am meisten gelesen. Von einem an Christus glaubenden Juden verfasst, wendet sich das Evangelium an eine Gemeinde aus Juden und Nichtjuden.

Quellen und eigene Akzente

Etwa die Hälfte des Matthäus-Stoffes, vor allem Erzählungen, stammt von Markus, etwa ein Viertel aus einer Matthäus und Lukas gemeinsamen Spruchquelle. Matthäus fügt Worte Jesu zu großen Reden zusammen. Bedeutsame Quelle sind ihm zudem die heiligen Schriften Israels. Auch wenn Matthäus viele Traditionen einarbeitet: sein Evangelium ist eigenständige Komposition. Für Matthäus ist vor allem die Einheit von Jesu Worten und Taten wichtig; Worten Jesu folgen stets wunderbare, heilsame Handlungen. Diese Einheit soll auch die Nachfolger Jesu auszeichnen.

Jesus im Lichte biblischer Verheißung

Charakteristisch für Matthäus’ Blick auf Jesus ist die Verwendung von Erfüllungszitaten, in denen das Leben Jesu im Lichte biblischer Verheißungen leuchtet. Bemerkenswert ist auch die Fülle von Hoheitstiteln für Jesus. Der Titel „Immanuel“ („Mituns-Gott“ 1,23; vgl. Jes 7,14) findet sich nur bei Matthäus, und er rahmt gleichsam das ganze Evangelium: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ (28,20). Jesus ist „der Christus“. Er ist „Sohn Abrahams“, und als Christus (Messias) und Heiland ist er „Sohn Davids“. Jesus ist „Sohn Gottes“ (16,16). Die einzigartige Gottessohnschaft bestätigt sich in seiner Herkunft aus dem Heiligen Geist (1,18) und in der Geburt von der Jungfrau Maria (1,25). Jesus wird im Matthäus-Evangelium „Herr“ genannt. Er ist „der Menschensohn“, der von Gott jetzt schon bevollmächtigte Mensch, aber auch die hohe richterliche Gestalt, deren Kommen am Ende der Zeiten erwartet wird.

Die Gerechtigkeit tun

Für Matthäus ist Jesus der Lehrer der Gerechtigkeit. In Wort und Tat legt er den Willen Gottes aus, der in der Tora geoffenbart ist und durch sein Wirken erfüllt wird (5,17–20). In Jesu Wort und Tat zeigt sich überwältigend Gottes Zuspruch zum Menschen; er geht dem Anspruch voran und ermöglicht dessen Erfüllung. Menschliches Handeln, so betont Matthäus, hat Gewicht; das Gericht am Ende der Zeiten schaut auf das Tun. Gottes Liebe und Treue, die in Jesus, dem Messias und Gottessohn, aufleuchten, entsprechen darum die Jünger und Jüngerinnen Jesu, wo immer sie sich für Gottes guten Willen öffnen und die Gerechtigkeit tun.

Gottes Volk: Gemeinschaft von Juden und Nichtjuden

Dass Christus, in dem Gott handelt, zuerst für das Heil Israels entscheidend ist, dann aber auch für das Heil aller Nichtjuden, dürfte für Konfliktstoff gesorgt haben, auch in der matthäischen Gemeinde selbst. Konservative Gemeindemitglieder konnten sich durch diese Öffnung der göttlichen Heilsverheißung auf die Völker bedroht fühlen. Doch gerade dies, die Einheit von Juden und Nichtjuden im Gottesvolk, ist Anliegen des Matthäus. JHWH handelt in der Geschichte Israels und der Völker. Dies zeigt sich in Jesus und seiner Lebensgeschichte bis in Tod und Auferweckung hinein. Für Matthäus ist und bleibt Israel auserwählt und zuerst berufen, doch diese biblische Tradition wird um ebenfalls biblische Traditionen ergänzt, die um die Gestalt Abrahams, des Nichtjuden, kreisen, die Bedeutung nichtjüdischer Figuren anerkennen – Frauen im Stammbaum Jesu, und um die universalen Hoffnungen etwa bei Jesaja. In der spannungsreichen Einheit beider Traditionslinien lebt die matthäische Gemeinde, und leben wir.

Susanne Sandherr
aus: Magnificat. Das Stundenbuch, 12/2019, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Susanne Sandherr, www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de