Tipps für Paare, um nach der Krise nicht in alte Muster zurück zu verfallen

Ronja Goj
29.06.2020 - 05:55

von Olaf Schwantes, Love-Coach, Paartherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie und Diplom-Verwaltungswirt

1. Termine verabreden

Verabreden Sie sich fest als Paar und setzen Sie Termine. Das mag unspektakulär klingen und wenig nach Liebe. Aber, wenn das Leben wieder anläuft, wenn wir in die alten Routinen zurückkommen, sind wir schnell wieder im Hamsterrad und vieles gerät in Vergessenheit. Verabredungen mit dem allerbesten Freund sagen Sie ja auch nur ausnahmsweise ab. So sollten Sie das in der Partnerschaft machen. Das bringt dem Partner Wertschätzung entgegen. Und Sie kommen nicht in die Haltung: „Ach, mein Partner ist eh da.“

2. Paarzeiten

Nutzen Sie Verabredungen mit dem Partner für gemeinsame Paarzeit. Reden Sie in der Paarzeit nicht über Beziehungsprobleme. Konzentrieren Sie sich darauf, diese Zeit miteinander zu genießen, etwas Schönes zu machen. Das müssen nicht sieben Stunden sein. Je nachdem, wie es für ein Paar passt, kann das eine Stunde sein. Regen Sie sich nicht darüber auf, dass es nur eine Stunde ist, sondern nutzen Sie bitte diese Zeit. Machen Sie sich bewusst: Toll, was man Schönes mit dieser Stunde machen kann.

3. Beziehungsgespräche

Kommunikation ist eine Brücke. Reservieren Sie sich einmal im Monat Zeit für ein Beziehungsgespräch. Setzen Sie sich zusammen und reden Sie über Ihre Beziehung. Was läuft bei uns richtig gut? Worüber bin ich glücklich und zufrieden? Worauf bin ich stolz? Wo sind Punkte, bei denen ich mir Veränderung wünsche? Welche Veränderungen sind das konkret? Wichtig ist, dass Sie Ihr Beziehungsgespräch begrenzen, zum Beispiel auf eine Stunde. Dass es nicht ausufernd wird. Denn irgendwann können Sie sich selbst nicht mehr reden hören oder sagen: „Du, ich habe die Schnauze voll. Ich möchte einfach nur genießen.“ Vor allem Männern fallen diese Gespräche schwerer. Sie denken: „Oh, jetzt reden wir fünf Stunden darüber und drehen uns im Kreis.“ Wenn die Frau lösungsorientiert ist, kann das umgekehrt der Fall sein. Gefährlich ist es, wenn Sie denken, dass Sie das Beziehungsgespräch führen müssen und gezwungenermaßen aufeinander hocken. Das kann kontraproduktiv sein. Lassen Sie es sich beim Gespräch gut gehen und setzen Sie sich nicht wie im Büro an den großen Verhandlungstisch.

4. Große Weichen stellen

Nehmen Sie sich einmal im Jahr Zeit, setzen Sie sich zusammen und fragen Sie sich: Wie wollen wir beide Beziehung miteinander leben? Stimmt das noch, worüber wir uns letztes Jahr unterhalten haben? Was sind unsere Stärken? Machen Sie dafür einen Stärken-Tag. Nehmen Sie sich Zeit. Machen Sie Wellness, gehen Sie ins Kloster, machen Sie einen Ausflug in einer schönen Gegend oder kehren Sie ein, wo Sie unterwegs sind. Das ist etwas Schönes und es nimmt diesem Gespräch die Schwere.

zusammengestellt von: Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de

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© Olaf Schwantes

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Text: Ronja Goj
In: Pfarrbriefservice.de