Die Erde - Gottes Mitschöpferin

„Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer.
Und Gott sah, dass es gut war.
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so.
Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art.
Und Gott sah, dass es gut war.
Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.“ (Gen/1. Mose 1, 9-13)

„Die Erde lasse aufgehen Gras und Kraut“. Die Erde! Merken Sie, wie hier die Erde zur Selbsttätigkeit aufgerufen wird?! Nicht eigentlich Gott erschafft die grüne Vegetation. Die Erde tut es! Auf Gottes Geheiß. Gott – kein Allesmacher. Er delegiert Schöpfungsmacht, gibt ab, teilt. Teilt mit der Erde. Lässt die Erde selbst kreativ werden.

Die biblische Schöpfungserzählung sieht nicht erst im Menschen den Mitarbeiter Gottes. Bereits die Erde darf es sein, darf sich selbsttätig und schöpferisch entfalten.

Welch eine Aussage über die Wertschätzung der Erde! Die Erde – Gottes tätige,

schöpferische Mitarbeiterin! Die große Mutter, die Leben hervorbringt. Keine Göttin. Auch sie von Gott geschaffen. Aber Gott hat ihr eine mitschaffende Rolle zugewiesen.

Die „Mutter Erde“ – welch ein Bild! Ein Bild, das einen ehrfürchtigen, dankbaren und liebevollen Umgang mit ihr nahelegt.

aus: Gottesdienstvorschlag für einen „Tag der Schöpfung“ 2000, von Klaus Hoof, Vorbachmühle, Weikersheim für die Arbeitsgruppe „Tag der Schöpfung“ im Evang. Oberkirchenrat Stuttgart. in: Michael Kappes (Hg.): Gottes Schöpfung feiern und bewahren. Materialien zur Gestaltung des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit 1. September bis 4. Oktober. Eine Arbeitshilfe der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen, 2011.

Verknüpft mit:
Das Schwerpunktthema für August 2011

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Text: Klaus Hoof
In: Pfarrbriefservice.de