Der Mensch - von Erde genommen

„So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker ...“ (Gen/1. Mose 2, 4-7)

Erde sind wir. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Adam – der Erdling. Wir gehören zu ihr. Und zu den Tieren, die ebenfalls aus Erde gemacht werden. Erdverwandte sind wir. Mehr noch: Wir sind Erde. Wir tragen das alles in uns: Die Fruchtbarkeit, die Kraft des Wachstums, aber auch die Dürre und das Absterben.

Erde sind wir. Wir tragen sie noch in uns, die erdverhafteten, elementaren Triebe und Kräfte. Wir brauchen sie, um zu leben.

Spüren wir sie noch in uns, die Säfte und Kräfte unseres erdverhafteten Fleisches, seines Spürens und Empfindens, seiner Lust und seiner Wildheit und Unbändigkeit, aber auch seiner Schwäche und Ohnmacht, seiner Schmerzen und Grenzen? Ja, seiner Grenzen bis hin zur letzten Begrenztheit, einer Grenze, die weder von der Erde noch von des Menschen Wollen und Wirken überwunden werden kann: dem Tod. „Denn du bist Erde und sollst wieder zu Erde werden.“

aus: Gottesdienstvorschlag für einen „Tag der Schöpfung“ 2000, von Klaus Hoof, Vorbachmühle, Weikersheim für die Arbeitsgruppe „Tag der Schöpfung“ im Evang. Oberkirchenrat Stuttgart. in: Michael Kappes (Hg.): Gottes Schöpfung feiern und bewahren. Materialien zur Gestaltung des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit 1. September bis 4. Oktober. Eine Arbeitshilfe der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen, 2010.

Verknüpft mit:
Das Schwerpunktthema für August 2011

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Text: Klaus Hoof
In: Pfarrbriefservice.de