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Den Job wechseln, ja oder nein?

Eine junge Frau entscheidet sich kurz vor dem Burnout dafür – Wie sie vorgegangen ist, erzählt sie im Erfahrungsbericht

„Mir ist das in der Arbeit viel zu viel geworden. Das Arbeitspensum war viel zu groß. Damals war Corona. Im Team war die Stimmung nicht gut. Es waren so viele Bausteine, die den Spaß an der Arbeit so heruntergeschraubt haben. 
Ich wusste bereits davor, dass ich diesen Job nicht auf ewig mache, vor allem, wenn sich nichts ändert.

An einem Tag war ich kurz davor nach psychologischer Hilfe und Burnout zu googeln. Ich habe die Reißleine gezogen und für mich entschieden: Es muss sich jetzt etwas ändern.

Ich wollte auf jeden Fall von meiner alten Arbeit weg. Ich hätte jeden Strohhalm genommen, der sich mir geboten hätte. In meiner Branche ist es sehr speziell etwas zu finden. Damals war ich Berufseinsteigerin und es war Pandemie. Es war schwierig etwas zu finden. Trotzdem habe ich mich wegbeworben und wurde zu Bewerbungsgesprächen eingeladen.

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich zufällig gelandet. Es war reines Glück. Mit ihm hatte ich damals bereits Kontakt. Er hat mir signalisiert, dass sie jemanden suchen und hat mir ein Angebot gemacht. Ich habe abgewogen, aber es waren die positiven Sachen, die überwogen haben. Die Arbeit war näher an meinem Zuhause. Es war ein besseres Gehalt. Ich war mit Kind ein bisschen flexibler. Und dann war das eigentlich klar.

Zur Entscheidungsfindung hat die Erkenntnis beigetragen, dass die Arbeitsbedingungen viel zu belastend sind, dass sie sich verschlechtert haben und dass es definitiv keine Aussicht auf Besserung gibt. Das zweite war Glück. Das Prinzip „Zufall“ hat hineingespielt und es hat sich etwas Neues ergeben. Und das dritte waren Gespräche, die ich geführt habe. Mit Menschen, die mich und meine Arbeit kennen. Ich habe mit einer Kollegin gesprochen und mit meinem Mann. Die finale Entscheidung habe ich getroffen, weil ich wusste, ich werde meine alte Stelle auf jeden Fall verlassen und es muss eine Veränderung her. Nun hatte sich dieser Strohhalm geboten. Ich habe zugegriffen und den Schritt gewagt.“

Jacqueline, Interview: Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de

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URHEBERNACHWEIS
Text: Ronja Goj (Interview und Gesprächsprotokoll)
In: Pfarrbriefservice.de

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