Das 2-Grad-Ziel

Kipp-Punkte im Klimasystem

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich darauf verständigt, die globale Erwärmung auf durchschnittlich 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau in der Zeit um 1900 zu begrenzen und zu prüfen, ob nicht sogar eine Begrenzung auf 1,5 statt 2 Grad Celsius möglich ist (Kopenhagener Klimabeschluss). Allein die durch Menschen verursachten Treibhausgase, die bereits in der Atmosphäre sind, reichen für einen Anstieg auf 1,6 Grad Celsius aus.

Um die kritische Marke einer Erwärmung von 2 Grad Celsius herum rechnen Klimawissenschaftler damit, dass Veränderungen unumkehrbar werden und sich selbst verstärken. Wenn beispielsweise der bisher dauerhaft gefrorene Permafrostboden in Sibirien auftaute, würde Methan freiwerden, was wiederum den Treibhauseffekt verstärken würde. Meerwasser ohne Eisbedeckung nimmt mehr Sonnenenergie auf als das weiße, reflektierende Eis. Das Wasser würde sich erwärmen und dadurch weiteres Eis zum Schmelzen bringen. Mit den bisher gemachten, viel zu geringen Klimaschutzzusagen der Regierungen schreitet die Menschheit zum Ende des 21. Jahrhunderts auf eine durchschnittlich um vier Grad Celsius wärmere Welt zu.

Klar ist: Auch eine Erwärmung um durchschnittlich 2 Grad Celsius wird schwerwiegende Folgen haben. Einige Pazifikstaaten, wie etwa Tuvalu, werden im Meer versinken.

Quelle: Neu denken! Veränderung wagen! Grundlagenartikel zur MISEREOR-Fastenaktion 2015 (Texte Anika Schröder), www.misereor.de, In: Pfarrbriefservice.de

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Das Schwerpunktthema für November 2015

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Text: Anika Schröder, www.misereor.de
In: Pfarrbriefservice.de