Susanne Breit-Keßler und Norbert Dennerlein
13.03.2014 - 00:00

 

In einem Brief, den Bernhard von Clairvaux (1091–1153) an seinen früheren Mitbruder Papst Eugen III. schreibt, geht es um Achtsamkeit für sich selbst: Pass auf dich auf Entziehe dich von Zeit zu Zeit den Aufgaben des Tages. Mach Pause; unterbreche die Arbeit für einen Augenblick, eine Stunde, eine Tag oder auch einige Wochen.

Wenn wir die Arbeit, den Alltag und das alltägliche Einerlei unterbrechen, kann der Blick wieder frei werden für die Menschen, die Natur, das Leben um uns herum. Das hält im Gleichgewicht. Sich selbst Zeit schenken, um dass zu tun, was der Seele gut tut, ist dringend nötig. Weil sich sonst das Gefühl einstellt, nur noch zu funktionieren.

Wer immer nur gibt, ohne wieder „aufzutanken“, bei dem sind irgendwann „die Akkus leer“. Lebendigkeit und Kreativität gehen verloren. Wozu das führt? Zu einem „verhärteten Gesicht“ und einem „versteinernden Herz“! Höchste Alarmstufe dafür, dass die Achtsamkeit für die eigene Person verloren zu gehen droht oder bereits verloren gegangen ist.

Tätigkeiten, die Freude machen, halten Geist und Körper lebendig. Man spürt das im Urlaub oder bei einem zwecklosen Spaziergang: Zeit haben für sich, Gedanken kommen und gehen lassen, sich ausruhen und die Seele baumeln lassen. Wo das dauerhaft ausbleibt, nimmt die Seele Schaden. Die Seele, das, was uns lebendig und menschlich macht.

Aber: Wie soll dass gehen – hin und wieder einfach nur für mich selbst da sein? Es gibt viele Gründe, sich selbst Zeit und Aufmerksamkeit zu versagen: Du kannst doch jetzt nicht einfach alles liegen lassen! Es ist noch so viel aufzuarbeiten. Du kannst doch nicht „blau“ machen. Du musst am Ball bleiben, sonst kannst du nicht mithalten. Andere erwarten, dass ich präsent bin.

Gefragt ist, was das schöne alte Wort Gelassenheit meint. Es geht darum, lassen zu können. Zwischen Selbstanspruch und Fremdanspruch zu unterscheiden. Bernhard rät: Mache Termine nicht nur mit anderen, sondern auch mit dir selbst. Es ist wichtig, in den Terminkalender ab und zu ein großes „ICH“ zu schreiben – dann wird man die Termine mit und für andere auch wieder ganz anders wahrnehmen.

Quelle:
Susanne Breit-Keßler und Norbert Dennerlein, STAY WILD STATT BURN OUT,
2009, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Das Buch zum kostenlosen Download:
http://www.velkd.de/downloads/burnout.pdf

 

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Text: Susanne Breit-Keßler und Norbert Dennerlein
In: Pfarrbriefservice.de