Zunächst stand nur eine Konföderation zweier deutscher Staaten zur Debatte

Marc Witzenbacher, www.magnificat.de
30.07.2020 - 05:58

Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland bei. Nach dem überraschenden Fall der Mauer im November 1989 war die Vereinigung der beiden deutschen Staaten zunächst nicht im Blick. Auch die Länder der ehemaligen Alliierten blieben skeptisch, ein wieder vereinigtes Deutschland in Europa zuzulassen. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher und der französische Präsident François Mitterand machten aus ihrem Zweifel auch öffentlich keinen Hehl. So blieb zunächst die Perspektive, zwei deutsche Staaten bestehen zu lassen. Bundeskanzler Helmut Kohl wirkte daher auf eine Konföderation der beiden Staaten hin.

Weg zur Vereinigung

Doch die Politiker hatten den tiefen Wunsch des Volkes unterschätzt, ein geeintes Deutschland zu erreichen. Im Westen sprach sich Bundeskanzler Kohl schließlich bald für eine schnelle Wiedervereinigung aus, im Osten gewannen die Befürworter der Vereinigung im März 1990 bei der Volkskammerwahl. Es kam zu Verhandlungen zwischen der neuen Regierung unter Ministerpräsident Lothar de Maizière und der Bundesregierung sowie zu Gesprächen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs, denn sie hatten seit 1945 das Recht, über „Deutschland als Ganzes“ zu entscheiden. Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wurde am 1. Juli 1990 das westdeutsche Wirtschaftssystem in der DDR übernommen und die D-Mark als Währung eingeführt. Der im September 1990 geschlossene Zwei-plus-Vier-Vertrag regelte die außenpolitischen Bedingungen der Deutschen Einheit, die schließlich am 3. Oktober 1990 mit dem Einigungsvertrag vollendet wurde.

Marc Witzenbacher
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 10/2020, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

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Text: Marc Witzenbacher, www.magnificat.de
In: Pfarrbriefservice.de