Aufeinander hören - das ist eines der wesentlichen Merkmale von Synodalität. Sowohl die Weltsynode in Rom (Bild) als auch der Synodale Weg in Deutschland waren davon geprägt. Eine Broschüre und ein Flyer fassen jetzt die wesentlichen Ergebnisse beider Reformprozesse zusammen.
Synodalität ist das Stichwort der katholischen Kirche weltweit und in Deutschland. Papst Franziskus rief dazu eine Weltsynode ins Leben, die noch bis 2028 andauern wird, und in Deutschland gab es den Synodalen Weg, der in seiner ersten Phase abgeschlossen ist und in veränderter Zusammensetzung fortgeführt werden soll. Zu beiden Prozessen liegen neue Dokumente vor, die die Ergebnisse vor allem auch für die Arbeit in den Pfarreien zusammenfassen und erläutern.
Weltsynode: Broschüre „Synodalität verstehen“
Das Abschlussdokument der Weltsynode vom Oktober 2024 ist ein zentraler Text. Papst Franziskus hat ihn wenige Wochen nach der Weltsynode als Teil des Lehramts erklärt. Die deutsche Fassung des Dokuments ist über die Schriftenreihe des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz bereits seit Sommer 2025 verfügbar. Neu gibt es jetzt eine Kurzfassung. Auf rund 20 Seiten werden die zentralen Passagen des Dokuments erläutert. Die Broschüre ist mit Bildern und Grafiken gestaltet. Sie versteht sich als ein Beitrag zur weiteren Debatte und Umsetzung der Erfahrungen der Weltsynode.
In einem Vorwort schreibt der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing: „Die vorliegende Zusammenfassung einiger wesentlicher Anliegen […] kann eine eingehende Lektüre des Abschlussdokuments nicht ersetzen. Aber sie kann einen ersten Überblick bieten. Wir hoffen, dass das eine kleine Hilfe dabei ist, Synodalität von den schriftlichen Konzepten in das konkrete Leben in der Kirche zu bringen. Wir alle, die wir als Getaufte an der Sendung der Kirche teilhaben, sind aufgerufen, daran mitzuwirken.“
Die Broschüre „Synodalität verstehen“ kann unter www.dbk.de in der Rubrik Publikationen als Broschüre bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Synodaler Weg: Flyer „Beschlüsse und Ergebnisse“
Der Synodale Weg in Deutschland ist ein Dialog- und Reformprozess, zu dem sich 2019 die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) auf den Weg gemacht haben. Anlass war die Veröffentlichung der MHG-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“. Darin war deutlich geworden: Die Kirche in Deutschland braucht einen Weg der Umkehr und Erneuerung.
Einen Überblick über die Ergebnisse und Beschlüsse bietet der Flyer, der vom Büro des Synodalen Weges veröffentlicht wurde. Im Vorwort betonen der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp: „Wir wünschen uns, dass der Synodale Weg die Gemeinden inspiriert und verändert. Es ist ein Weg, auf dem sich Menschen begegnen und miteinander sprechen. Der Weg führt in die Zukunft. Es ist ein Weg für alle.“
Die thematische Arbeit des Synodalen Weges wurde in insgesamt vier Synodalforen vorbereitet. Sie bearbeiteten die Themen „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. In Synodalversammlungen haben mehr als 200 Delegierte Beschlüsse gefasst, um auf die Herausforderungen zu reagieren, vor denen Kirche und Gesellschaft heute stehen.
Der Flyer „Der Synodale Weg – Beschlüsse und Ergebnisse“ kann unter kontakt@synodalerweg.de bestellt werden. Er ist auch als PDF-Datei auf der Internetseite www.synodalerweg.de unter der Rubrik „Dokumente, Reden und Beiträge“ verfügbar.
Pressemeldung DBK/EK, In: Pfarrbriefservice.de

