Weltgebetstag der Frauen am 1. März 2024: Beten für den Frieden

Texte aus Palästina werden angesichts des Krieges überarbeitet

von Elfriede Klauer am 26.11.2023 - 05:55  

Das Logo des Weltgebetstags der Frauen

Bereits seit einigen Jahren steht fest, dass die Gebetstexte für den Weltgebetstag der Frauen (WGT) am 1. März 2024 aus Palästina kommen. Mit dem Angriff der palästinensischen Terrorgruppe Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist die weltweite Gebetsinitiative von Frauen damit zwischen die Fronten geraten. Zum Beispiel unterstellte man ihr, antisemitisch oder antiisraelisch zu sein. Das weist die katholische Vorstandsvorsitzende des WGT, Ulrike Göken-Huismann, entschieden zurück. So unterstütze der Weltgebetstag schon seit langem etwa Projekte im Westjordanland, in Gaza und in Israel, die sich für Frauen- und Menschenrechte engagieren und für einen gerechten Frieden eintreten, heißt es in einer Stellungnahme des Vorstandes vom 13. November 2023.

Für Toleranz, Versöhnung und Dialog

Darin ruft Ulrike Göken-Huismann gerade jetzt zum Beten für den Frieden auf: „Wann, wenn nicht jetzt sollten christliche Frauen aller Konfessionen sich weltweit zu Friedensgebeten versammeln, wann wenn nicht jetzt?“ Allein in Deutschland nähmen jährlich rund 800.000 Menschen an Gottesdiensten und Veranstaltungen teil, in über 150 Ländern weltweit mehrere Millionen. Der WGT sei damit eine „einzigartige Gebetskette rings um die Welt“ und ein Eintreten für Toleranz, Versöhnung und Dialog.

Gleichzeitig nimmt das deutsche Komitee des Weltgebetstags Kritik an den Gebetstexten und Antisemitismusvorwürfe ernst. Es prüft, wo gegebenenfalls weitere Erklärungen, kontextuelle Hinweise oder der Verzicht auf Formulierungen nötig sind. Das Material ist bereits mit teils mehreren Jahren Vorlauf entwickelt und im September 2023 veröffentlicht worden.

Materialien werden überarbeitet

Folgende Maßnahmen haben WGT-Vorstand und Mitgliederversammlung beschlossen:

  • Die Gottesdienstordnung soll so weit wie möglich erhalten bleiben, „um die Stimmen der palästinensischen Schwestern zu Gehör zu bringen“. In der jetzigen Form wird sie jedoch nicht weiterverwendet und die Printfassung wird nicht mehr verkauft. Lieder und Fürbitten werden überprüft, bearbeitet und ergänzt, die drei Erfahrungsberichte werden kontextualisiert.
  • Titelbild und Plakat des WGT werden nicht mehr verwendet, der Verkauf ist gestoppt, da Vorwürfe gegen die Künstlerin Halima Aziz, Hamas-freundlich zu sein, nicht ausgeräumt werden konnten.
  • Die aktualisierte Gottesdienstordnung und das Plakatmaterial ist ab Anfang Januar 2024 bei den Vertriebsstellen erhältlich. Die, die die Gottesdienstordnung bereits gekauft haben, werden benachrichtigt, dass sie das geänderte Material als Ersatz bestellen können ohne Zusatzkosten.
  • Das Infomaterial ist weiterhin erhältlich; es wird um neue kostenlose Beiträge im Downloadbereich des WGT ergänzt: https://weltgebetstag.de/aktueller-wgt/palaestina/materialien-downloads/

Einen Modelltext für die Einladung im Pfarrbrief und Werbebanner zum Herunterladen finden Sie unter https://weltgebetstag.de/aktueller-wgt/palaestina/materialien-downloads/downloads-2024/ 

Elfriede Klauer, In: Pfarrbriefservice.de

Texte aus Palästina werden angesichts des Krieges überarbeitet

von

Elfriede Klauer

Bereits seit einigen Jahren steht fest, dass die Gebetstexte für den Weltgebetstag der Frauen (WGT) am 1. März 2024 aus Palästina kommen. Mit dem Angriff der palästinensischen Terrorgruppe Hamas auf Israel am 7.

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